FIN/D 2017 | Regie: Aki Kaurismäki | Darsteller: Kati Outinen, Ville Virtanen, Tommi Korpela | 96 Min. | ab 30.03.2017
Mit „Die andere Seite der Hoffnung“ liefert der eigenwillige Filmemacher Aki Kaurismäki seine ganz eigene Stellungnahme zur Flüchtlingskrise. Er erzählt die Geschichte aus der Sicht des Syrers Khaled, der über Umwege nach Finnland gelangt, nachdem er seine Schwester an der ungarischen Grenze verlor. Er steuert eine Polizeiwache an, um offiziell Asyl zu beantragen, doch der sichere Hafen ist nur von kurzer Dauer. Schon zu Beginn kreuzen sich seine Wege mit Wikström, einem alten Hemdenvertreter, der Job und Ehe hinwirft, um seinen Traum zu verwirklichen: ein Restaurant. Das Schicksal meint es gut mit ihm, denn auch er meint es gut mit seinen Mitmenschen. Das Spiel mit dem Karma verleiht Kaurismäkis Film eine menschliche Wärme, die sich vor dem Hintergrund der tragischen Schicksale abhebt. Mit einem Mindestmaß an Dialogen erzählt der Filmemacher eine berührende Geschichte voll märchenhaftem Realismus und einer Selbstverständlichkeit, die der Altmeister über sein fast vierzig Jahre währendes Schaffen etabliert hat. Auf der Berlinale erhielt Kaurismäki den Silbernen Bären für die beste Regie. Sollte dies wirklich sein finaler Film sein, wie der Finne im Vorfeld des Festivals ankündigte, würde der Filmwelt etwas Besonderes fehlen.

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