USA 2016 | Regie: Jim Jarmusch, Mitwirkende: Iggy Pop, Mike Watt, Danny Fields, Ron & Scott Asheton, Ewan McGregor | ab 27.04.2017
Tom Waits und John Lurie in „Down by Law“, RZA in „Ghost Dog“, äthiopischer Jazz in „Broken Flowers“ – Musik spielt in der Filmographie von Jim Jarmusch seit eh und je eine Hauptrolle, unvergessen ist die Tanzeinlage des Slackers Chris Parker aus dem 1980er-Debütfilm „Permanent Vacation“. „Gimme Danger“ über die Punkrock-Wegbereiter The Stooges ist nun nach „Year of the Horse“ (1997) über Neil Young & Crazy Horse seine zweite Musikdoku. Wo „Year of the Horse“ noch mit dem Hinweis begann, die Tonspur möglichst laut aufzudrehen, und wilde Live-Mitschnitte mit rauen Backstage-Aufnahmen vermengte, erzählt „Gimme Danger“ etwas konventioneller. Im Mittelpunkt steht ein langes Interview mit Jim Osterberg aka Iggy Pop, in dem das letzte noch lebende Gründungsmitglied die Bandgeschichte aufrollt. Der Rockstar hält, was sein Ruf verspricht, und kommt ungemein charismatisch rüber. Unterhaltsam ist die Hommage an Jarmuschs Lieblingsband aber vor allem wegen einiger eingestreuter Comicstrips, ironischer TV-Mitschnitte und etlicher Verweise auf die Popkultur, die den Sound der Stooges mitgeprägt hat.

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