Liebe Leser,
8. Acht. Fast and the Furious 8. Lassen Sie das einen kurzen Moment sacken. Längst hat die Fast-and-the-Furious-Reihe alle Bewertungsmaßstäbe hinter sich gelassen. Dachten die ersten drei Teile noch, sie seien echte Kinofilme, ist inzwischen nicht mehr klar, ob und wann zwischen Meta-Proleten-Satire und Kunstinstallation oszilliert wird: Die Actionszenen sind längst für jeden Brosnan-Bond zu absurd, zwischendurch glaubt man Charlize Theron und Hellen Mirren zu erkennen. Die letzte filmische Grenze kann nur heißen: Furious 9 in Space, mit Daniel-Day Lewis als Golf GTI, voraussichtlich 13.04., Cineplex.
Das war‘s liebe Leser. Was soll danach noch kommen? Nun: Guardians of the Galaxy Vol. 2.
Zwar sind auch hier Vin Diesel und Kurt Russell aus Fast 8 vertreten, aber zwei Achtel bleiben zwei Achtel und die Absurdität einer arktischen Verfolgungsjagd zwischen Atom-U-Boot und Muscle-Cars wird schwerlich zu steigern sein. Hier rate ich der Marvel-Reihe, den umgekehrten Weg zu beschreiten und den dritten Teil als Dogma-Kammerspiel fortzusetzen, voraussichtlich ab 27.04., Cineplex.

Ähnlichen Unterhaltungswert birgt vielleicht noch Conni & Co 2 – das Geheimnis des T-Rex/das Geheimnis, dass es einen 1. Teil gab. Emma Schweiger muss aufs Neue versuchen zu beweisen, dass ihr Vater ein Füllhorn cineastischer Schaffenskunst zwischen den Beinen trägt, das nicht anders kann, als Talent in die Welt zu spritzen, und wenn er alle Kinokarten der Welt dafür aufkaufen muss, voraussichtlich ab 20.04., Cineplex.
Als loses Quasi-Prequel, kann Es war einmal in Deutschland gewertet werden. Moritz Bleibtreu spielt einen Juden in Nachkriegsdeutschland, der exakt so viel Jiddisch spricht, um jiddisches Kolorit zu versprühen, aber nicht so viel, um Uroma eine Ader im Auge platzen zu lassen, voraussichtlich ab 06.04., Apollo.
Ihr Thomas Glörfeld

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