USA 2016 | Regie: John Lee Hancock | Darsteller: Michael Keaton, Laura Dern, Nick Offerman | 115 Min. | ab 20.04.2017
Ray Kroc (Michael Keaton) tingelte als Vertreter für Milkshake-Mixer durchs Land, als er auf die Brüder Dick und Mac McDonald (Nick Offerman, John Caroll Lynch) stieß. Sie betrieben ein auf Effektivität ausgerichtetes Hamburger-Restaurant, das Kroc vom Fleck weg faszinierte. Der Traum vom Burgerimperium war entbrannt und Kroc machte sich daran, das Konzept landesweit zu kopieren. Der Perfektionismus der beiden Landeier kollidierte jedoch schon bald mit Krocs Größenwahn, der vor nichts Halt machte. Michael Keaton spielt den Visionär menschlich greifbar. Die Geschichte vom Aufstieg des globalen Unternehmens zeigt den Glanz und das Grauen des Kapitalismus in ehrlicher Form. Regisseur John Lee Hancock („Blind Side – Die große Chance“) inszenierte das gut recherchierte Drehbuch von Robert D. Siegel („The Wrestler“) als mitreißende Charakterstudie. Ihr Protagonist verliert zwar zunehmend an Sympathie, aber man begreift ihn und seine Motivation dank der behutsamen, nie reißerischen Erzählweise. Michael Keaton verleiht Ray Kroc Konturen. Nach „Birdman“ trägt der Mime erneut locker den gesamten Film auf seinen Schultern und hält die mitunter etwas zerfaserte Dramaturgie zusammen.

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