Plamen Dejanoff


Der NAK war immer schon gut darin, den Kunstbegriff weitmöglichst zu dehnen, um die provinzielle Enge des Postmodernismus eines Tages im Ausblick auf etwas Neues zu überwinden. Diesmal geht es der Kunst mit Hilfe von Vokuhila, Fußball und halbleeren Wänden an den Kragen.
Der Künstler Plamen Dejanoff beschäftigt sich mit der im Ostblock legendären Zeitschrift „Plamen“ aus den 60er Jahren. Dazu plant er mit dem NAK eine Neuausgabe der 1968 eingestellten Zeitschrift mit dem kultisch verehrten Enfant terrible des bulgarischen Fußballs, Trifon Ivanov, als Titelthema.
Mit genialer Frisur, genialer Egozentrik und rüpelhafter Unangepasstheit auf dem Platz bringt Ivanov alle Voraussetzungen mit, um in der Kunstwelt geschmackvoll zu reüssieren. In der Ausstellung sind diverse Ivanov-Devotionalien zu sehen, ausgewählte Originalausgaben des „Plamen“-Magazins, und mächtige, im Pathos des sozialistischen Realismus geschmiedete Skulpturen mit „Plamen“-Typografien.
Neuer Aachener Kunstverein – bis 21.05.2017

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