Kleine, aber feine Open-Air-Festivals in der Region

Lange Zeit war in der Euregio nichts los in Sachen Musikfestivals. Diesen Sommer scheint sich das zu ändern – wir haben für euch einige Highlights für den kommenden Festivalsommer herausgepickt.

Am Samstag, dem 24.06., startet Garten Eden auf dem Flugplatz Merzbrück. Veranstaltet wird das Ein-Tages-Festival von dem Aachener DJ und Veranstalter Alex Hövelmann. Hier entsteht mit viel Liebe zum Detail ein elektronisches Musikfest abseits von EDM und sonstigem Kommerz. Szenegrößen wie Butch, Oliver Schories oder Paji nebst vielen lokalen Helden werden hier zu hören sein.
www.garteneden-festival.de

Eine Woche später (29.06.-01.07.) gibt es im ostbelgischen Ovifat (in der Nähe von Lüttich) das NoName-Festival. Aus der Idee von zwei Jugendfreunden, eine kleine Party zu organisieren, wurde im Verlauf der vergangenen acht Jahre eine mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannte Veranstaltung. Auch hier liegt der Fokus auf elektronischer Tanzmusik abseits des Mainstreams. Neben den musikalischen Leckerbissen gibt es auch verschiedene Kunstdisziplinen zu entdecken – Holzskulptur, Malerei sowie Video-Mapping. Erwartet werden ca. 5.000 Besucher.
www.nonamefestival.be

Weiter geht es im August: Am Wochenende 11./12.08. stehen sogar zwei Festivals zur Auswahl: Niemandsland im Auenland Mulartshütte und Electrisize in Erkelenz.
Besonderes Merkmal des Electrisize-Festivals sind die bewusst inszenierten Wechsel der Veranstaltungsorte. Besondere ländliche Örtlichkeiten wie Burgruinen, Landgüter oder Parks mit historischer Vergangenheit werden ein Wochenende lang wieder zu Leben erweckt. Seit 2013 gastiert Electrisize im ehemaligen Kreuzherrenkloster Hohenbusch.
www.electrisize.de

Das Niemandsland wird von dem gemeinnützigen Niemandsland e. V. veranstaltet. Die Idee dahinter ist, jungen Musikern und Künstlern Wiesen, auf denen Musik gespielt wird zu schaffen und die Kulturlandschaft in der Euregio auch über das Festival hinaus zu bereichern. „Wer guter Dinge ist, ein offenes Wesen und eine friedliche Gesinnung besitzt, ist immer gern gesehen und herzlich eingeladen.“ – So ist es auf der Website des Festivals nachzulesen.
www.niemandsland-festival.com

Last but not least findet am letzten August-Wochenende (25./26./27.08.) das Kimiko-Festival statt. Veranstaltet vom Team rund um den ehemaligen Jakobshof-Besitzer Rick Opgenoorth entsteht auf dem Gelände des Ludwig Forums ein Spektakel für die ganze Familie. Drei Tage, fast 50 Bands von lokal bis international und 5.500 Besucher, so die Bilanz des letzten Jahres. Dieses Jahr soll das Programm noch internationaler werden, das Line-up ist zu finden auf:
www.kimiko-festival.de

Wir freuen uns auf einen tollen Sommer!
Chris Kukulis und Vincent Rohr

Foto: noname festival

Interview mit Alex Hövelmann (Garten Eden)

Du bist jetzt 22 Jahre alt und veranstaltest dein erstes Festival in Aachen? Wie bist du dazu gekommen? Was erwartet uns?
Ich habe Medien- und Eventmanagement in Köln studiert, habe meine Wurzeln jedoch in Aachen. Meiner Meinung nach hat das alternativere Publikum in der Heimat zu wenige Festival-Optionen. Wir möchten dem entgegenwirken. Bei uns soll die Musik im Vordergrund stehen, weniger die Lichttechnik oder Show. Wir legen unser Gewicht auf liebevolle, handgemachte Deko und auf das Miteinander. Das Festival hat eine Kapazität von 3.000 Mann; es wird einen Busshuttle und einen großen Parkplatz geben, was die Anreise sehr einfach macht.

Wie bist du auf den Namen Garten Eden für das Festival gekommen? Beißt sich das nicht mit dem Flugplatz als Location?
Wir haben über die Dinge nachgedacht, die wir an Festivals im Sommer besonders mögen, und bei den Umschreibungswörtern „draußen“, „Luft“, „Paradies“ und Co kam uns der Garten Eden in den Sinn. Der Flughafen wird während des Festivals nicht mehr als solcher zu erkennen sein. Alles wird in Handarbeit grün und natürlich dekoriert. Selbst unsere Tickets verschicken wir mit einem handgeschriebenen, persönlichen Brief. Die Deko und alles, was dazugehört, bauen wir bei meiner Mutter im Hof.

Gibt es schon einen Ausblick für das nächste Jahr?
Ein großer persönlicher Wunsch wäre es, auf einer zweiten Stage Liveacts wie Nicolas Jaar, Henrik Schwarz oder James Blake zu bringen. Vielleicht wäre eine Zusammenarbeit mit dem Musikbunker möglich?!

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