Danyi und ein Dude erwarten mich am frühen Abend auf der Festerbank vor dem Ladenlokal Viktoriastraße 86. „Willst du ein Bier?“ – nein, ich bin ihm Dienst – aber es geht entspannt zu bei diesem Termin, das wird sofort klar. Für unser Gespräch nehmen wir in einem Tattoostudio Platz, das hinter „Shop the Gallery“ liegt, die Danyi alias Illes Strzedulla und Dude 1 alias Käptn Nobbi alias Paul Sous mit Leben alias Desingobjekten füllen werden.

Illes Strzedulla kam bereits 2011 an die wunderschönen Altbauräume in einem typischen Frankenberger Drei-Fensterhaus. Er restaurierte sie mühe- und liebevoll und mit einem sehr hohen Aufwand. Sie beherbergten fünf Jahre seine Siebdruckwerkstatt, bevor er sie zu einem Teil an das Tattoostudio „Herzwert“ abgab. Im vorderen Raum hinter dem großen Schaufenster experimentierte er immer wieder mit Ausstellungen. „Aber Galerien sind oft schwierig“, resümiert er „die Leute denken zu wissen, dass alles zu teuer ist und scheuen sich oft davor, hereinzukommen“. Eine Galerie kam also nicht wirklich in Frage, aber was dann?
Bei Ausstellungen hatte Danyi in den letzten Jahren viele Kontakte geknüpft und mit anderen Designern zusammen ausgestellt. Im letzten Winter gab es das erfolgreiche Projekt Design-Dudes Pop-Up-Store, iniitiert von Designerin Chantal Rexhausen in der Innenstadt, bei dem 17 lokale Designer ihre Ware anboten. Das kam derart positiv an, dass viele Menschen sich enttäuscht zeigten, den Shop nicht dauerhaft vorzufinden. Und seitdem reifte die Idee. Warum sich nicht wirklich zusammentun und einen dauerhaften Shop mit Originalen, Interieur, Einzelstücken, Unikaten und kleineren Produktserien lokaler Designer anbieten?
Die Idee zu „Shop the Gallery“ war geboren. Es geht dabei um Produkte, zu denen man einen Bezug hat, von denen man weiß woher sie kommen und wer sie wie angefertigt hat. Da gibt es Geschichten zu erzählen, wie der Druck auf eine Tasse oder in einen Eierbecher kommt oder woher die Schubladen stammen, auf die Käptn Nobbi einen seiner berühmten Affen gemalt hat. Auch die Einrichtungsgegenstände bringen ihre Geschichten mit. Die hochwertigen Holzkästen, in denen die Designerstück liegen, stammen aus einem Gemüseladen, die Theke aus dem gerade geschlossenen Skaterladen Burn und den kleinen alten Kindereinkaufswagen hat Käpten Nobbi aus einem Baumarkt, der zugemacht hat.

Alles sieht hochwertig aus, aber nicht abgehoben. Es soll Zeit für einen Plausch, einen Kaffee oder ein Bierchen sein. „Wir sind nahbar“, sagt Nobbi dazu, denn die Besucher und Kunden können die Designer auch kennenlernen.
Auch ökologisch ist man auf einer Wellenlänge. Plastiktüten sind verpöhnt, stattdessen kann man einen bedruckten Beutel erstehen oder bekommt eine Papiertüte für seine neuen Schätzchen.
„Es gibt nichts Tolleres, als wenn hört, dass sein eigenes Werk jemanden als Geschenk erfreuen soll“, verweist Nobbi auf die positiven Erfahrungen mit dem Pop-Up-Store des letzten Winters.

Wer alle Dudes (Illes Strzedulla (Danyi), Paul Sous (Käpten Nobbi), Marco Iannicelli, Fabian Seibert, Chantal Rexhausen, Mario Turiaux, Lara Bispinck, Sach Pütz) kennenlernen möchte und einen unverbindlichen Blick auf die aktuelle Kollektion werfen will, ist herzlich zur Eröffnung am 17.06. ab 18:00 Uhr eingeladen.
Bis dahin ist auch noch der hübsche Innenhof hergerichtet. Grill und Getränke etc. sind natürlich am Start.

Danyi and the Dudes
Viktoriastraße 86, 52066 Aachen
Die geplanten Ladenöffnungszeiten sind:
Fr, 11:00-18:30 und Sa, 11:00-17:00 Uhr
www.facebook.com/danyiandthedudes

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