So war der Doppelpack-Abend des Kulturfestival X

Gemütlich, träge, irgendwie schwermütig – so lässt sich sowohl der Geisteszustand diverser Konzert-Besucher (tropische Hitze, hallo?) als auch die Musik von Okta Logue bezeichnen. Allerdings keineswegs mit negativen Vorzeichen, versteht sich – was eignet sich schließlich besser bei solchen Temperaturen als psychedelisches Rumgeschrammel?
Ähnlich taktisch wertvolle Überlegungen durchfuhren sicherlich auch das Hirn von Kulturfestival X-Leiterin Nina Mika-Helfmeier, die dieses Kleinod der nach bewusstseinserweiternden Substanzen verlangenden Musiklandschaft nach Stolberg holte.
Eröffnet von ihrem Megaklangkunstwerk „Transit“ spielen die Hessener also ein chices Set und versetzen den geneigten Zuhörer in Grübelstimmung: Wie kann es sein, dass die vier Jungs noch so frisch aussehen? Schließlich müssten sie seit circa 1972 auf der Bühne stehen …
Der anschließende Melodramatik-Sound der Songwriter-Pop-Combo Die Höchste Eisenbahn lässt einen zwar gedanklich nicht ganz so sehr ins Hippieland abdriften, weil insgesamt schlichtweg etwas seichter – dafür gibt es jede Menge Kommunikation (und kaltes Wasser) fürs Publikum.
Fazit: Wer nicht da war ist selbst schuld und kann sich jetzt unsere Fotos angucken.

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