Fahrradioaktivität


Das Fahrrad wird 200 Jahre alt. So, so. Aber wirklich auch nur DAS Fahrrad. Denn bisher ist keines MEINER Fahrräder älter als drei Jahre geworden. Entweder wurde es geklaut oder verbogen. Ich sage immer, wenn es eine Wiedergeburt geben sollte, dann bitte nicht als Fahrrad. Wie ausgepeitscht hängen sie des Öfteren an Laternen; das Rücklicht geklaut, der Sattel verbogen, bespuckt, getreten.
Ein Elend. Wer im Übrigen der wahre Erfinder des Rades ist, wenn ich das mal so einwerfen darf wie diesen Zwischensatz, ist umstritten. Es war jedenfalls nicht Arafat, auch wenn es reizvoll klingt, sondern ein Franzose. Arafat hatte zwar einen Schmollmund wie die Bardot und hat sicher auch schon mal während seiner Amtszeit einen fahren lassen, aber das macht noch lange keinen großen Erfinder aus. Das reicht gerade mal, um amerikanischer Präsident zu werden. Ich persönlich bin ein leidenschaftlicher Radfahrer. Sage ich jetzt mal so. Fauler Fußgänger klingt so negativ.
Aber nee, komm, ich fahre schon gerne. Kein Parkplatzsuchen, kein Tanken, ruckizucki von A nach B ist schon was Feines. Ich weiß ja nicht, ob es euch genauso geht, aber sobald ich eine Fahrradklingel höre, habe ich direkt den Song „Bicycle Race“ von Queen im Ohr. Krrring! Hunderte nackte Mädels radelten in dem dazugehörigen Video durch die Gegend. Weiß jetzt nicht, ob das den Verkauf von Fahrrädern angekurbelt hat oder ob die benutzten Sättel in Japan ein Hit wurden.
Ich weiß nur, Kraftwerk haben mich mit dem Zuschlagen einer Autotür nicht so angemacht. Tja, was gibt es sonst noch zu sagen? Ich finde, das Rad ist der Vegetarier unter den Fortbewegungsmitteln; bisschen mager, aber es geht voran. Alles Gute und halt die Kette fett, alter Drahtesel.
Der Suk

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