Fallen – Engelsnacht


USA/HUN 2016 | Regie: Scott Hicks. Darsteller: Hermione Corfield, Addison Timlin, Jeremy Irvine, Lola Kirke, Joely Richardson, ab 13.07.2017
Heuer geht dem Jugend-Fantasy-Hype die Puste aus. Nach dem Aus von „Harry Potter“, „Twilight“ und „Panem“ füllt kein neues Franchise die Lücke, ambitionierte Reihen wie „Divergent“ wurden sogar verfrüht abgesetzt. Dieses Schicksal dürfte auch den schon 2014 abgedrehten „Fallen“ ereilen, die Verfilmung des Bestsellers von Lauren Kate. Zwar wurde mit Scott Hicks („Shine“, „Hearts in Atlantis“) ein profilierter Regisseur verpflichtet, doch das unausgegorene Skript kann auch er nicht wegzaubern. Der Plot um eine Teenagerin, die zwischen zwei Fabelwesen steht, erinnert an die „Twilight“-Reihe. Hier ist es die 17-jährige Lucinda (Addison Timlin), die in einer strengen Erziehungsanstalt landet. Der Lederjacken-Rebell Cam (Harrison Gilbert) macht der Neuen sofort schöne Augen, doch Lucinda zieht es eher zum hübschen Daniel (Jeremy Irvine), den sie zu kennen glaubt. Als rauskommt, dass beide Typen gefallene Engel sind, beginnt eine epische Liebesgeschichte. Oder halt nicht. Stattdessen irritiert „Fallen“ mit billig computeranimierten Engeln, die sich wie Supermänner am Himmel kloppen, und einem holprigen Erzählrhythmus. Der Anfang zieht sich, das Finale hastet im Schnellvorlauf durch den konfusen Plot. Und so dürfte kaum einer traurig sein, wenn die Fortsetzungsbände im Giftschrank der Filmstudios bleiben.

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