Die Marmeladenfabrik rund um Nic Knatterton war wieder produktiv – und heraus kam die EP „Konfitüre“, die kürzlich auf 3st&dreckig erschien. Wie gewohnt im Reggae-Gewand kommen die fünf Stücke daher, die auf Basis der durch die breite Instrumentierung erzeugten Klangvielfalt gewohnt gesellschaftskritische Themen transportieren. Hierbei entsteht unter Verwendung von diversen Drums, Bass, Gitarre, Piano- bzw. Orgelelementen und Saxophonpassagen sowie durch den jazzig anmutenden Begleitgesang ein funkiger, sommerlicher Sound – durchaus nicht weit entfernt von Mono & Nikitamans frühen Werken. Auch wenn instrumental wie gesanglich recht viel passiert und die Combo live wirklich Spaß macht, trösten diese Umstände nur bedingt über Längen und eine gewisse Eintönigkeit der Platte im Ganzen hinweg. So gibt es zwar fünf kreative Intros zu hören, diese münden aber stets in relativ eintönigen Standard-Reggaesound und lassen bezüglich virtuoser Songgestaltung durchaus Luft nach oben.
Nichtsdestotrotz: Wenn die Truppe live aufspielt, ist Spaß vorprogrammiert und vielleicht sind seichte Sounds auch das Beste bei den aktuellen Temperaturen.

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