Die Spezialität von Cultura Nova in Heerlen ist es seit mittlerweile 27 Jahren, Straßentheater, Performance, Tanz, Akrobatik und Musik zu einem sinnlichen Amalgam zu verschmelzen. Für das „klare nationale und internationale Profil und die erfolgreiche Mischung aus künstlerischem Programm und der Einbeziehung der Gemeinschaft“ wurden die Veranstalter im Mai mit dem EDDE, einem europäischen Siegel für besondere Festivals ausgezeichnet.
Der Kalender bietet vom 18. bis 27. August einen üppigst gefüllten kulturellen Warenkorb: Das deutsche Theater Titanick eröffnet das Festival mit der Parade „Firebirds“. Sechs abenteuerliche Piloten auf „fliegenden“, Madmax ähnlichen Maschinen zieht, unterstützt von der französischen Musikgruppe Le Snob, durch die Stadt und versucht, die Gunst des Publikums zu erheischen. Ein opulentes Steampunk-Spektakel mit pyrotechnischen Effekten. Die kanadische Compagnie The 7 Fingers lotet mit der poetischen Performance „Triptyque“ die Grenze zwischen Zirkus und Tanz aus – eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Parkstad Limburg Theater und empfohlen vom schrit_tmacher-Festival. Ebenfalls in der Sektion Tanz: die Aufführung „13 Images From The Dark Land“ der niederländischen Choreografin Krisztina de Châtel, bei der verschiedene Aspekte der Seele im menschlichen Körper hervorgehoben werden. Minimalistisch: „Masse“ ist eine audiovisuelle Performance der Künstler Jeroen Uyttendaele und Dewi de Vree, die mit Graphitzeichnungen Ton steuern. Der britische Cirque Berserk, eine internationale Gruppe von mehr als dreißig Jongleuren, Akrobaten, Trapezkünstlern, Motorrad-Stuntfahrern und Messerwerfern bietet dagegen eine temporeiche, spektakuläre Show, vermutlich eher nichts für Leute mit schwachen Nerven. Des Weiteren stehen mit „Das Haus des Panda“ der italienischen Compagnie TPO und „Gemüseland“ des Theaters Blue Grass zwei Theaterstücke für Kinder ab vier Jahren an – neben vielen weiteren Programmpunkten für Familien.
Musikalisch kann Cultura Nova auch einiges: Das Bandprojekt Lambchop um Kurt Wagner aus Nashville, laut der ZEIT „Country für Leute, die Country nicht mögen“, gastiert am 22. August im Royal Theater und die mittlerweile chartstürmenden Jungs von der Antilopengang kommen am 24. August auf einen Sprung rüber ins Nieuwe Nor.

Während der gesamten Festivalzeit bietet das „Klein.Berlijn“ in der Pancratiusstraat einen chilligen kulturellen Hotspot mit Konzerten, Performances, Vorträgen, Workshops und Filmen. Als Sahnehäubchen inszeniert die Street Art Foundation dieses Jahr bei Cultura Nova das interdisziplinäre Kunstprojekt „Heerlen Murals“ in und um die Stadt, das mit Wandmalereien, Paste-Ups, Cut-Ups und anderen Disziplinen den State of the (Street) Art markiert.
Heerlen, verschiedene Orte, 18.-27. August 2017
www.culturanova.nl

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