USA 2017 | Regie: Nikolaj Arcel | Darsteller: Idris Elba, Tom Taylor, Matthew McConaughey, Katheryn Winnick, Jackie Earle Haley, Abbey Lee, Start: 10.08.
Die Pressevorführungen zu „Der dunkle Turm“ finden Anfang August statt – daher können wir an dieser Stelle nur einen Ausblick liefern. Die Vorproduktion zur Kinoadaption der Stephen-King-Saga „Der dunkle Turm“ dauerte ziemlich lang. Nach einigen Cast-, Regie- und Studiowechseln verpflichtete Sony den Dänen Nikolaj Arcel als Regisseur und vergab die Hauptrolle an Idris Elba („Bastille Day“). King selbst bezeichnet den Romanzyklus als sein Hauptwerk. Die zwischen 1982 und 2011 veröffentlichten acht Bände erzählen die epische Reise des Revolvermanns Roland durch eine zwischen Italowestern und „Herr der Ringe“ aufgespannte Fantasy-Welt. Der kernige Held will einen Turm erreichen, der das Zentrum aller Universen darstellt, und die vom destruktiven „schwarzen Mann“ (im Film: Matthew McConaughey) angestrebte Apokalypse verhindern. Durch Portale gelangt Roland auch in unsere Welt und trifft unter anderem den Jungen Jake.
Die Trailer stießen bei den Fans auf gemischte Reaktionen. Das bleibt bei einer Adaption dieses Ausmaßes kaum aus, wenn die hohe Erwartungshaltung den Medienwechsel zwischen Buch und Film aushalten muss. Nüchtern betrachtet treffen die Vorschauen den finsteren Grundton der Vorlage gut. Der Plot scheint grob dem ersten Band „Schwarz“ zu folgen, springt aber auch zu Entwicklungen aus den Folgebänden. Es ist davon auszugehen, dass die Story mehr oder weniger für sich allein stehen kann. Denn ob die ursprünglich avisierte Kino-Trilogie mit zwei Serienstaffeln dazwischen tatsächlich ins Rollen kommt, entscheidet wie immer das Einspielergebnis. Stephen King sieht sein Lebenswerk mit „Der dunkle Turm“ jedenfalls „sehr gut“ (Twitter) verfilmt. Ob man dem zustimmen mag, wird sich zeigen, wenn die Saalbeleuchtung erlischt und alles von vorn beginnt: „Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“

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