Nun. Für viele ist Bus ein Muss. Aber auch nur, weil sie nicht anders können. Taxi ist Luxus, die Bahn kommt, wann sie will, und ein E-Bike mag zwar Vorteile haben, aber Winter bleibt Winter. Gut, den bekommt man auch manchmal im Bus zu spüren. Das Gebläse für die Fahrgäste einzuschalten liegt nun mal in der Macht des Kutschers. Hat er einen guten Tag, fragt er einen an Nikolaus, ob man etwas in seinen Schuhen hatte (wirklich passiert), hat er einen schlechten, darf man froh sein, überhaupt in seinem Gefährt zu sitzen (auch passiert).
Warum sollte das Leben in der längsten Limousine der Welt (hahahahahahahahahahahahaha …) besser sein als das Leben da draußen? Für mich als Catweazle-Freund sind diese Fahrzeuge eh schnaubende Monster. Speziell die Gelenkbusse sind ordinäre Fleischfresser. Stopfen ohne Ende Menschenvolk in sich hinein. Ächzen. Stinken. Vorne alles rein. Hinten alles raus. Selten hat man schöne Buserlebnisse, oder? Egal, wo man sitzt. Alles schon getestet. Einmal kam ein Fahrgast vorne zum Busfahrer und sagte: „Da hinten hat jemand gekotzt.“ – „Tja. Nun“, kam es trocken zurück. Diese Antwort hätte auch vom Dalai Lama sein können. Hier werden sie übrigens geboren, die kurzen Sätze zum Mitnehmen. „Können Sie hinten mal die Türe aufmachen?“ oder „Hallooo? Ich habe doch gedrückt“ hört man nur in Bussen. Bereichern mich jetzt nicht. Gut. Wenn der Dalai Lama sie vielleicht sagen würde. Hm. Ach, ich weiß nicht. Da fällt mir ein … Ich erinnere mich noch gut daran, als die Haltestellen noch persönlich durchgesagt wurden. Ist sicher aus gesundheitlichen Gründen abgeschafft worden. Acht Stunden „Alter Posthof“ sagen kann sicher zu einem Willy-Birgel-Syndrom führen.
Ich verabschiede mich nun mit einem „Nächster Halt: die Fresse“. Denn besser wird’s nicht.

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