Seit 1988 ist das Underground in der Nähe des Bahnhofs Ehrenfeld ein zentraler Anlaufpunkt für Punk- und Indie-Konzerte in Köln gewesen, neben zahlreichen Geheimtipps konnte man hier auch Acts wie Green Day oder The Offspring noch im kleinen Rahmen sehen, bevor deren Karriere durchstartete. Am 15. September soll damit Schluss sein, denn das Gelände wurde an die Stadt Köln verkauft und soll abgerissen werden, um einer Schule Platz zu machen. Der frühere Plan, an dieser Stelle eine Shoppingmall zu errichten, konnte von engagierten Bürgern noch abgewehrt werden, doch nun sieht es düster aus. Zwar ist geplant, den Laden an einer anderen Stelle weiterzuführen, doch gerade die Lage auf dem Heliosgelände mit der angeschlossenen Autowerkstatt machte viel vom Flair des Undergrounds aus, den man auch als „Auswärtiger“ gerne genoss – die Bahnhofsnähe war für Aachener ohne Auto ein zusätzlicher Pluspunkt.

Aber vielleicht ist da noch was zu machen: Bei der Größe des Grundstücks erscheint die Koexistenz eines Teils des Gebäudes mit einer Schule durchaus realisierbar. Eine Petition, die nicht vom Underground selbst, sondern von Kölner Bürgern erstellt wurde und momentan bereits 18.000 Unterschriften trägt, kann noch bis zum 05.09.2017 unterzeichnet werden.

 

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