Ronja von Rönne, Jahrgang 1992, hat als Kind keine Wurstscheiben bekommen wie andere Kinder, sondern AOL-CDs. Ihre Mutter entsorgte diese und seitdem schreibt von Rönne wütende Texte. Ihr Onlineblog „Sudelheft“ machte die junge Studentin (mehrere abgebrochene Studiengänge, u. a. kreatives Schreiben) bekannt und handelte ihr einen Vertrag bei der „Welt“ ein, für die sie die letzten zwei Jahre Kolumnen verfasste. Seit Oktober dieses Jahres hat sie ein Engagement bei der „Zeit“. Wird von Rönne als jung und schön beschrieben, erwidert sie, das werde sich irgendwann von selbst erledigen. Also bleibt ihre Stimme. Ironisch-sarkastisch beschäftigt sie sich mit den Unzulänglichkeiten des Lebens und erinnert dabei an den jungen Bukowski.

Von Rönne hat keine Wurstscheiben bekommen, ist nur ihrem Dönermann – besser gesagt ihren Dönermännern in Bayern und Berlin – treu und wird von der Angst verfolgt, dass ihre Lieblingsimbisse sich in vegane Smoothieläden verwandeln. Davon liest sie am Mittwoch, dem 13.12., in der Couvenhalle der RWTH Aachen. Ihr Buch „Heute ist leider schlecht“ enthält Texte aus ihrem Blog „Sudelheft“ und aus dem Feuilleton der „Welt“.
Mit der Lesung beginnt eine Veranstaltungskooperation der RWTH Aachen mit dem Büro Burg Wilhelmstein.
Ronja von Rönne: Heute ist leider schlecht
Mittwoch, 13.12.2017, 20:00 Uhr, RWTH Aachen, Couvenhalle
Online-VVK: 13,95 Euro (inkl. aller Steuern, Ticket- und Bearbeitungsgebühren)

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