60,3 kg

isst jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr
Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurden 2014 7,16 Millionen Tonnen Fleisch in deutschen Haushalten konsumiert. Das ergibt einen Durchschnittsverzehr von 60,3 Kilogramm Fleisch pro Kopf.
Erzeugt wurden 2014 insgesamt 8,95 Millionen Tonnen Fleisch, das sind 140.000 Tonnen mehr als 2013. Seit 2000 sind diese Werte relativ konstant geblieben. Die Schweineschlachtungen hingegen steigen seit 15 Jahren: 2000 lagen sie noch bei 43,2 Millionen Schweinen und erreichten 2011 mit 59,7 Millionen einen Höhepunkt. Der Wert für 2014 liegt bei 58,93 Millionen geschlachteten Schweinen.


3,19 Millionen

Tiere wurden 2014 geschlachtet
Die Zahl der Großrinderschlachtungen nimmt seit der Jahrtausendwende minimal ab: Im Jahr 2000 gab es noch 575.148 Schlachtungen mehr als 2014 (3,19 Millionen). Beim Geflügel hingegen haben sich die Zahlen seit 2000 mehr als verdoppelt, von rund 763.000 Tonnen auf 1,55 Millionen Tonnen im Jahre 2014.

0,28 %

des Nettoeinkommens werden für Fleisch ausgegeben
Fleisch ist sehr billig geworden: 1950 kostete ein Kilogramm Schweinefleisch in Deutschland 1,6 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Nettoverdienstes, rund 50 Jahre später, im Jahre 2002, sank dieser Wert auf rund 0,28 Prozent. Zwei andere Zahlen verdeutlichen das noch eindrucksvoller. Der Durchschnittspreis pro Kilogramm Fleisch stieg in diesem Zeitraum von umgerechnet 2,19 auf 7,09 Euro, das durchschnittliche Gehalt stieg aber umgerechnet von 136 auf 2.480 Euro.

100 kg

Fleisch pro Kopf. Im Mittelalter.
Auch wenn man rückblickend vielleicht das Gegenteil vermuten würde: Im Mittelalter spielte Wurst in der Ernährung eine bedeutende Rolle, nicht nur für eine kleine reiche Schicht, sondern für die breite Masse. Etwa 100 Kilogramm Fleisch pro Jahr und Person wurden damals verzehrt, das ist ganz grob gerechnet knapp das Doppelte der heutigen Menge, und ein großer Teil davon war Wurst. Der Anbau von Futtermitteln reichte nicht, alle Tiere durch den Winter zu bringen, also wurde um St. Martin herum geschlachtet.


ca. 180

Fleischereien gab es 1950 noch in Aachen
1950 waren in Aachen noch rund 180 Metzgerbetriebe tätig, viele davon schlachteten auch selber. Heute gibt es nur noch 20 – und geschlachtet wird in Aachen überhaupt nicht mehr. Der einzige kleinere Schlachthof der Region liegt in Eschweiler.

Fleischkonsum

im Ländervergleich (in kg pro Kopf/Jahr)
Australien: 121,2
USA: 117,6
Österreich: 106,4
Argentinien: 101,7
Brasilien: 93,0
Frankreich: 88,7
Deutschland: 87,9
Schweiz: 74,7
Russische Föderation: 66,9
Südkorea: 62,2
China: 57,7
Türkei: 33,4
Kenia: 16,0
Indonesien: 12,9
Indien: 4,1

Wurstrekorde

Schon Homer soll eine Art Wurst erwähnt haben, so um 700 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das ist allerdings nicht ausreichend belegt. Wie bereits erwähnt, wusste man schon in der Antike, was alles reinkommt, nur war die Technik eben noch nicht so ausgefeilt. Als die Wurst dann irgendwann kulinarisch und lebensmitteltechnisch mehr oder weniger ausdefiniert war, suchten sich die Franken, die im Allgemeinen nicht zum Gigantismus neigen, eine neue Herausforderung und setzten sich zum Ziel, die längste Bratwurst der Welt herzustellen, was ihnen Ende des sechzehnten Jahrhunderts auch gelang. 50 Ellen sind ungefähr 39 Meter. So lang war eine in Nürnberg im Jahre 1591 hergestellte Bratwurst.

Die Süddeutschen dominierten die Disziplin dann ein paar Jahrhunderte lang. Erst nach der Wende kam die große Zeit der Thüringer, die 1993 eine Rekordwurst von sage und schreibe 2.780 Metern Länge brieten, die mit 15.000 Brötchen und 100 kg Senf verzehrt wurde. Schauplatz des Geschehens war der Erfurter Domplatz. Nachdem sich die Thüringer ein bisschen untereinander behakelt hatten, ging der Wurstpokal 1999 an die Isar, genauer gesagt nach Landshut, wo 30 Schweine in einer eigens dafür umgebauten Scheune in übereinandergezogene Schafdärme gestopft wurden. Das Resultat war eine Bratwurst von 5.888 Metern Länge!

Die teuerste

Wurst der Welt (?)
Ein Metzger im englischen Aldershot hat nach eigenen Angaben die teuerste Wurst der Welt kreiert. Sie enthält Mangalitsa-Schweinefleisch, Stilton-Käse, Portwein Jahrgang 1947, Trüffel und Steinpilze und wird für £ 37 verkauft und ist damit 100 mal teurer als die durchschnittliche britische Wurst.

zurück Wurst macht nicht dünner und Käse auch nicht
weiter Caesar und die Wurst