Maschafilm mit Filmen zu Folgen des Kohleabbaus


La buena vida – Das gute Leben: Ein Film über Kohleabbau in Kolumbien? Was hat das mit uns zu tun? Mehr, als uns lieb ist.
Kolumbien war 2011 erstmals Deutschlands größter Steinkohlelieferant. Kohle aus dem größten Steinkohletagebau des Landes wird in den Kraftwerken von RWE, E.ON und Co. verstromt. Schanze erzählt in dem Film die Umsiedlungs- bzw. Vertreibungsgeschichte einer indigenen Dorfgemeinschaft, die sich 15 Jahre lang gegen den großen Konzern gewehrt hat und als Gemeinschaft zusammenhielt.
Hier mussten Menschen, die ohne Stromversorgung glücklich lebten, ihr traditionelles Leben in der Natur aufgeben, damit in den Industrieländern das Licht nicht ausgeht. Sie leben jetzt in einer kargen Umgebung ohne Bäume, ohne Fluss, ohne Lebensraum für ihre Tiere und müssen für eine angemessene Trinkwasserversorgung kämpfen. In den neuen Steinhäusern fühlen sie sich nicht wohl und haben wieder Lehmhütten zum Schlafen gebaut.
Der Film wirft ganz grundsätzliche Fragen auf: Brauchen wir Wachstum? Verbessert technischer Fortschritt unser Leben? Was braucht der Mensch, um ein „gutes Leben“ zu führen?
Jens Schanze, gebürtig aus Bonn, hatte sich bereits Jahre vorher mit dem Thema Umsiedlung beschäftigt. Seine beiden Filme „Otzenrather Sprung“ (2001) und „Otzenrath 3 Grad kälter“ (2007) zeigen bedrückende Bilder der Umsiedlung eines Dorfes im Gebiet des Braunkohletagebaus Garzweiler II. Schanze gewann für die Dokumentation den Adolf-Grimme-Preis.
Für „La buena vida – Das gute Leben“ wurde er unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

La buena vida – Das gute Leben (2015)
Otzenrath 3 Grad kälter (2007)
Otzenrather Sprung (2001)
Alle Infos und DVDs erhältlich über:
www.maschafilm.de

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