Kunst des 21. Jahrhunderts aus NRW

Es gibt nichts Entspannteres, als an einem Samstagnachmittag am Bushof in die Linie 65 einzusteigen und sich auf den Weg ins winterliche Kornelimünster zu machen, außer vielleicht, in die Linie 35 einzusteigen, die ein ähnlich kontemplatives Erlebnis bietet. So oder so kommt man am Napoleonsberg heraus, von wo aus man das ehemalige Kloster, in dem das Kunsthaus NRW residiert, bereits sehen kann. Momentan laufen dort parallel die Ausstellungen „reflecting – zeitbasierte Kunst aus NRW“ und „Sammlung mit losen Enden 03: 21. Jahrhundert“. Medienkunst, was „reflecting“ angeht, für die die hier und dort kleinteiligen Strukturen und die Durchgangszimmer der ehemaligen Abtsresidenz wunderbar präpariert wurden. Um angemessen zu würdigen, was das Haus auf zwei Stockwerken zeigt, sollte man etwas Zeit mitbringen. Beiträge von Catherina Cramer oder Marianna Christofides und anderen erfordern längeres Verweilen vor einer Projektion. Mein persönliches Highlight sind die Arbeiten von Fabian Heitzhausen, der sich in seinen Videos einer Second-Life-Ästhetik bedient und dessen Humor man ganz gut an den Beiträgen auf seiner Instagram-Seite ablesen kann (instagram.com/fabianheitzhausen/). „Sammlung mit losen Enden 03: 21“ streut Ankäufe des Kunsthauses aus den letzten zehn Jahren dazwischen. Wortwörtlich. Ab dem 10.02.2018 beginnt die zweite Runde des letztgenannten Formats. Bis dahin sollte man sich also unbedingt den ersten Akt angesehen haben. Der Eintritt ist frei.

reflecting – Kunsthaus NRW
noch bis 28.01.2018
Sammlung mit losen Enden 03: 21. Jahrhundert, Akt 1, noch bis 10.02.2018
Sammlung mit losen Enden 03: 21. Jahrhundert, Akt 2, 10.02.2018 bis 25.03.2018

Foto: Lars Breuer | Opportunismus Eklektizismus 2009-2017 | Wandmalerei-Entwurf-KG 3825

zurück Album-Release: Katortz – Zauberkabine
weiter Die Flügel der Menschen