Die kommenden Ausstellungen im Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen. Eine Vorschau

Drei der fünf großen Ausstellungen, die im KuK 2018 zu sehen sein werden, haben einen direkten Bezug zu Europa oder zu europäischen Themen. Hochkarätig sind sie alle. Den Auftakt macht eine Amerikanerin. Jessica Lange, mehrfache Gewinnerin aller wichtigen Film-Awards, ist folgerichtig eher als Schauspielerin denn als Fotografin bekannt. Das KuK schickt sich nun an, das in der StädteRegion zu ändern, und versammelt 132 ihrer Arbeiten unter dem Titel „Unseen“. Vernissage 18. Februar.

Waiting in Trafalgar Square for the coronation parade of King George VI, London, England, 12 May 1937 © Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos

Die Auswirkungen des Mauerfalls auf Politik und Gesellschaft Europas sind evident. Die Ausstellung „Bilder aus einem vergangenen Land – Ostdeutsche Fotografie“ dokumentiert in Ausschnitten den Alltag in der DDR von 1960 bis 1988. Vertreten sind vier Fotografinnen und Fotografen, die 1990 zu den Gründungsmitgliedern der Agentur Ostkreuz gehörten, sowie der Berliner Fotograf Bernd Heyden. Vernissage 15. April.

Als Franzose qua Geburt ein Europäer, fühlte sich Henri Cartier-Bresson, der Mitbegründer der Foto-Agentur Magnum, auch als Fotograf dem europäischen Gedanken verpflichtet. Die Ausstellung „Henri Cartier-Bresson – Europäer“ zeigt sowohl Werke, die 1955 im Bildband „Les Européens“ erschienen, als auch spätere Aufnahmen, die während Cartier-Bressons rastloser Reisen durch Europa entstanden. Vernissage 17. Juni.

Mit „Pulsschlag Europa“ wird das Thema Europa explizit aufgerufen. Bei diesem foto-ethnografischen Ausstellungsprojekt werden zunächst die Hoffnungen, Wünsche und Sorgen junger Europäer, der sogenannten Generation Erasmus, dokumentiert. Danach dienen sie jungen Fotografen der Magnum-Schule als Exposé für die fotografische Indiziensuche. Vernissage 23. September.

Der Titel „Max Scheler: Von Konrad A. bis Jackie O. Fotografien aus Deutschland, China und den USA“ sagt an sich alles. Der Bildjournalist Max Scheler arbeitete für namhafte Magazine auf der ganzen Welt und war 1975 Mitbegründer des Magazins GEO. Vernissage 28. Oktober.

Wir werden uns in den kommenden Ausgaben allen genannten Ausstellungen sowie dem parallel laufenden SHIFT-Projekt ausführlich widmen.

kuk-monschau.de, shift-photo.com

Foto oben: ©Jessica Lange / Courtesy diChroma photography

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