Die Landeshauptstadt erhält ein neues Fotofestival, das größte in NRW. Ab Februar 2018 gibt es jährlich Ausstellungen zu historischer und zeitgenössischer Fotografie – und das zeitlich komprimiert über einen Zeitraum von zehn Tagen. Vom 16. bis 25. Februar widmet sich Düsseldorf Photo mit Museums- und Galerieausstellungen, kuratierten Satellitenprojekten, Aktionen im öffentlichen Raum, Symposien, einer Fotobuchmesse, Filmprogrammen und Portfolio-Reviews der Geschichte, der Zukunft, den Akteuren und aktuellen Diskursen der Fotografie.
Außer für die klassischen bildenden Künstler, die in Düsseldorf arbeiten, leb(t)en und als Dozenten tätig sind oder waren – als Beispiele seien hier Markus Lüpertz, Konrad Klapheck oder Markus Oehlen – ist die Stadt auch immer ein Hotspot für die zeitgenössische Fotografie gewesen. Neben Hilla und Bernd Becher ist es vor allem die darauffolgende Generation mit Leuten wie Andreas Gursky, Axel Hütte, Thomas Struth, Thomas Ruff oder Candida Höfer, die nicht nur den Diskurs rund um die Fotografie als Kunst mitbestimmen, sondern auch wie Gursky auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise für ihre Werke erzielen.
Austragungsorte sind neben dem NRW-Forum Düsseldorf, dem Museum Kunstpalast oder der Kunstsammlung 21 insgesamt rund 30 Museen und Galerien. Arbeiten von über 100 Fotografen werden zu sehen sein, darunter etwa Thomas Ruff, Barbara Kasten, Herlinde Koelbl, Charles Paul Wilp, Akram Zaatari, Hartmut Neumann, die Klasse Christopher Williams oder Wilhelm Schürmann.
Veranstalter ist das NRW-Forum, das in jüngster Zeit bereits mit sehr überzeugend kuratierten Fotoausstellungen einen deutlichen Akzent in seiner musealen Präsentation dieses Segments gesetzt hat.

Kick-off und ein Highlight des Festivals ist das sogenannte Düsseldorf Photo Weekend, das am Eröffnungswochenende vom 16. bis 18. Februar stattfindet und laut Pressetext nationalen und internationalen jungen talentierten Fotografen ein Forum bieten möchte. Die Eröffnung feiert das Düsseldorf Photo Weekend traditionell im NRW-Forum Düsseldorf.
Am Freitag starten Düsseldorf Photo und Photo Weekend mit der Eröffnung aller Ausstellungen, Galerien und Sonderprojekte, am Samstag ist dann die Lange Nacht der Fotografie mit umfangreichem Sonderprogramm und Führungen, Performances, Konzerten und Party – geöffnet bis zwei Uhr nachts. An allen drei Tagen gibt es auch eine Fotobuchmesse in der Hochschule Düsseldorf. Das genaue Programm des Photo Weekends wird fortlaufend aktualisiert, auf duesseldorfphotoweekend.de finden sich jedoch schon reichlich Appetizer zu dem reichhaltigen Angebot.
duesseldorfphoto.de

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