Gruseln im Großformat – „Bloody Friday & Bloody Saturday“


Wiederaufführungen von Filmklassikern sind in den letzten Jahren rar geworden, hauptsächlich trugen wohl die technischen Fortschritte im Heimkino-Segment dazu bei, dass die Kinos sich sorgten, für „alte Kamellen“ nicht genügend Zuschauerzuspruch zu finden. Nichtsdestotrotz wurden diese Filme für die große Leinwand gemacht und entfalten auch nur dort ihre vollständige Wirkung. Umso begrüßenswerter also, dass das Cineplex mit der Reihe „Bloody Friday / Bloody Saturday“ nun einige Horrorfilme wieder zurück ins Kino holt und damit sowohl den alten Fans als auch jüngeren Generationen noch einmal die Möglichkeit gibt, die Filme in ihrer vollen Pracht zu genießen.

Den Anfang macht dabei eine Perle, deren Wiederentdeckung sich lohnt: „Laurin“ (Robert Sigl, Deutschland/Ungarn 1989) ist eine Gothic Horror-Geschichte voller Atmosphäre und Poesie, einem Stil verpflichtet, der zu dieser Zeit im Genre überhaupt nicht mehr anzutreffen war – erst recht nicht in Deutschland. Zur Entstehungszeit kaum wahrgenommen, wurde der Film nun vom Kölner Label „Bildstörung“ mühevoll restauriert und kann nun in seiner ganzen nebligen Pracht sowohl auf der großen Leinwand als auch auf Blu-Ray neue Freunde finden. (30.03. Cineplex Alsdorf, 31.03. Cineplex Aachen)

„Hellraiser“ (Clive Barker, Großbritannien 1987) öffnet wiederum die Pforten zur Hölle und ließ Horrorfans seinerzeit reihenweise in Verzückung geraten. Mit den Zenobiten waren hier plötzlich ganz neue und originelle Gesandte des Grauens am Werk, viel böser und rabiater, als man das bislang gesehen hatte. Es verwundert kaum, dass das Publikum hiervon nicht genug bekommen konnte, so dass sie in mehreren Fortsetzungen immer wieder aus der Hölle zurückkamen. (Teil 1 im April, Teil 2 im Juli und Teil 3 im Oktober.)

Eine originelle Abwechslung zur bekannten Horrorkost lieferte auch „Phantasm“ (Don Coscarelli, USA 1979) – mit dem jüngst verstorbenen Angus Scrimm als charismatisch-bedrohlicher „Tall Man“ und seinen fliegenden Silberkugeln war eine weitere moderne Horrorikone geboren. Gekonnt mit Elementen des Teenagerdramas und Science Fiction-Films gemischt, konnte man hier nicht sicher sein, wohin die Reise geht. Die deutschen Behörden waren anscheinend auch irritiert und beschlagnahmten den Film 1993 komplett, letztes Jahr konnte er glücklicherweise wieder freigegeben werden, und das sogar ab 16. (Teil 1 Anfang Juni, Teil 2 Ende Juni, Teil 3 im September.)

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