Ideenwettbewerb für Kultur- und Kreativschaffende

FUTURE IMPACT MAKER_? Was ist das?
FUTURE IMPACT MAKER_ (eigene Schreibweise) ist ein bereits gestartetes Projekt des Kulturbetriebs der Stadt Aachen. Es ist Teil des euregionalen Großprojekts „IMPACT [International Meeting in Performing Arts and Creative Technologies]“. Das Ziel ist die Steigerung der Wertschätzung kultureller Leistungen in der jeweiligen Region. Mit FUTURE IMPACT MAKER_ hat die Stadt zu diesem Zweck eine Auszeichnung ausgelobt. Über den Erhalt der Auszeichnung hinaus, die quasi rein symbolischen Wert besitzt, qualifizieren sich die 15 Besten unter allen Bewerbern für die Teilnahme an einem Förderprogramm und dürfen sich fortan FUTURE IMPACT MAKER_ nennen.

Die Eckdaten für die Teilnahme
FUTURE IMPACT MAKER_ kann man als Einzelperson oder als Team werden. Wer sich bewerben will, muss sich jedoch beeilen, denn die Frist endet bereits am 21.05.2018! Glücklicherweise gibt es aber so gut wie keine formalen Hürden. Es reicht, wenn man in der Lage ist, seine Motivation und ein laufendes oder geplantes Projekt verständlich und bestenfalls überzeugend zu formulieren.

Wer soll und kann teilnehmen und was soll eingereicht werden?
Laut Ausschreibung sollen sich Impuls-geber*innen, Innovationsstifter*innen und Andersdenker*innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und der freien Kulturszene in Aachen und der gesamten Euregio Maas-Rhein angesprochen fühlen. Eine Voraussetzung ist also, dass man in der Region lebt oder sich zumindest mit seinem Projekt auf den hiesigen Standort bezieht. Was die Projekte angeht, spielt es keine Rolle, ob sich eine Idee bereits als tragfähig erwiesen hat oder nicht. Aus der Bewerbung sollte allerdings hervorgehen, welche Impulse man sich von seinem Engagement für Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Technik oder andere Bereiche verspricht. Zu beachten ist daher, dass man vorher für sich selbst definiert, worin der eigene Einfluss eigentlich besteht oder bestehen soll.

Was beinhaltet das oben erwähnte Förderprogramm?
Das Förderprogramm läuft mindestens ein Jahr lang und umfasst Workshops, Impulsreisen und andere Maßnahmen, die im Schnitt einmal im Monat stattfinden. Man kann das Programm also als eine Art Coaching betrachten. Bei sogenannten FUTURE IMPACT STAGES_ stellt man sich selbst und sein Projekt im öffentlichen Rahmen vor. Verpflichtend ist allerdings weder die Teilnahme am Förderprogramm noch an den Stages. Mehr dazu weiter unten.

Wem das alles zu schwammig klingt, dem geht es, wie es mir ging. Deshalb habe ich mich mit Kai Hennes unterhalten, der FUTURE IMPACT MAKER_ für das von der Stadt beauftragte Berliner Unternehmen u-institut betreut. Projekte, Ideen, Kreativschaffende, Innovationsstifter*innen und Andersdenker*innen – darunter kann man viel verstehen. Da stimmt Hennes zu und will sich auch gar nicht weiter festlegen, denn es gehe ja erst einmal darum, so wenig Einschränkungen wie möglich zu machen. Begründet ist das Vorgehen in der Tatsache, dass Ziele und Motivation der potentiellen Teilnehmer stark divergieren. Es handelt sich mutmaßlich um eine Gruppe, die aus lauter Querdenkern besteht, was sie vergleichsweise „unberechenbar“ macht. Genau das, was man haben will.
Im Verlauf des Gesprächs beginne ich zu verstehen: Es geht darum, alle Erfinder, Künstler, Galeristen, Visionäre, Agenturen, Weltverbesserer, Stadtteilprojektmanager und von mir aus auch alle zukünftigen Mark Zuckerbergs da draußen zu ermutigen, ihre Ideen für eine Welt im Wandel zunächst einmal uneingeschränkt ins Rennen zu schicken. 15 von ihnen bekommen dann letztlich die Möglichkeit, als ausgezeichnete FUTURE IMPACT MAKER_ zu reüssieren und Projekte ideeller oder wirtschaftlicher Natur fortzuführen oder auf die Beine zu stellen, die sich positiv auf die Region auswirken. Helfen soll ihnen dabei das erwähnte Förderprogramm, das sie in ein Netzwerk, bestehend aus Experten (aus Kultur und Wirtschaft), aber auch anderen Impact Makern, einbindet. Auch für diesen Prozess gibt es keine konkreten Festlegungen. Die Inhalte des Programms werden sich an den Bedürfnissen der Teilnehmer orientieren. Wem eine Maßnahme oder das gesamte Programm nichts bringt, der kann einfach aussteigen. Mit der Auszeichnung FUTURE IMPACT MAKER_ sind keinerlei Verpflichtungen verbunden.

Zugegeben, das klingt alles reichlich ungewöhnlich, denn so viel Ergebnisoffenheit war selten. Aber genau darin liegt vielleicht der Reiz der Angelegenheit. Jeder und jede, der/die bereits an den genannten Schnittstellen agiert oder sich dazu berufen fühlt, dieser Welt demnächst etwas zu schenken, auf das sie in Zukunft nicht verzichten kann, sollte sich jetzt sofort, spätestens aber bis zum 21. Mai bewerben.
Eckhard Heck

future-impact-maker.eu
Mail: hello@future-impact-maker.eu
0241 95452358

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