GB 2017 | Regie: Alice Agneskirchner, 97 Min., Start: 10.05.
Am Anfang beschwören mythische Bilder eines Wolfsrudels das besondere Verhältnis der Deutschen zum Wald. Wie der Wolf geht der Mensch bereits seit frühester Zeit auf die Pirsch. Heute werden 90 Prozent des deutschen Waldgebiets bewirtschaftet und die Bürokratie regelt die Koexistenz von Mensch und Natur. So müssen die rund 1.000 deutschen Berufsjäger/-innen zum Beispiel jedes Jahr Abschusszahlen erfüllen, die die Forstverwaltung festlegt. In ihrer informativen Dokumentation „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ stellt Alice Agneskirchner diverse Ansichten zur Jagd wertfrei nebeneinander. Zu Wort kommen Vertreter/-innen aus den Bereichen Jagd, Forstwirtschaft, Biologie oder Umweltschutz. Weit von einem simplen Bashing der Jagd entfernt bleibt die Bestandsaufnahme jederzeit unvoreingenommen. Weil Agneskirchner die Interviews vor Ort in der Situation führte, kommt ihr Film ohne Talking Heads aus, und auch der Off-Sprecher steuert nur sporadisch Zusatzinfos bei. Die sachliche Erörterung verdeutlicht, dass Jagd, Naturschutz und Tierliebe sich nicht zwangsläufig widersprechen müssen. Zugleich stimmt der Film mit Bildern von Wölfen in Brandenburg oder Gämsen in den Alpen eine Hommage an den deutschen Wald an.

AUF DER JAGD – WEM GEHÖRT DIE NATUR? | Trailer deutsch german [HD]

zurück Isle of Dogs – Ataris Reise
weiter „Ich hoffe, wir bedauern nicht, was wir heute in die Wege leiten.“