D 2017 | Regie: Tristan Ferland Milewski | voraussichtlich ab 13.07.2017
In seiner Doku „Dream Boat“ zeigt Tristan Ferland Milewski einen ganz besonderen Mikrokosmos. Das titelgebende Traumschiff „Monarch“ bricht jeden Sommer zu einer einwöchigen Kreuzfahrt durchs Mittelmeer auf. So weit, so langweilig. Das Besondere hier ist, dass ausschließlich schwule Männer an Bord gehen, und zwar 3.000 Stück davon. Der Plan: Party!

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USA 2017 | Regie: Sofia Coppola | Darsteller: Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning, Colin Farrell, Angourie Rice | ab 29.06.2017
Virginia 1864, mitten im Sezessionskrieg: Beim Pilzesammeln entdeckt die zwölfjährige Amy (Oona Laurence) den verwundeten Nordstaaten-Korporal John McBurney (Colin Farrell). Das Mädchen führt ihn in ein Internat, wo neben der Leiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman) und der Lehrerin Edwina (Kirsten Dunst) fünf Schülerinnen leben. Aus Nächstenliebe heraus soll der Soldat gesund gepflegt werden, doch schon die bloße Anwesenheit des Kerls wirbelt das Beziehungsgeflecht auf.

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USA 2017 | Regie: Ry Russo-Young, Darsteller: Zoey Deutch, Halston Sage, Cynthy Wu, Logan Miller, Kian Lawley, Elena Kampouris | ab 01.06.2017
Die 17-jährige Sam (Zoey Deutch) und ihre Mädels sind die Stars der Schule und ernten tagtäglich bewundernde Blicke. Am „Cupid Day“, dem Tag der Verliebten, besuchen die Freundinnen eine Party, auf der Sam ihr erstes Mal erleben will. Doch ihr Lover säuft sich allzu schnell unter den Tisch. Im Frust mobben Sam & Co eine Außenseiterin, rasen wütend im Auto von dannen und bauen einen Unfall, bei dem Sam stirbt.

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USA 2017 | Regie: Seth Gordon | Darsteller: Dwayne Johnson, Zac Efron, Alexandra Daddario, Priyanka Chopra, Kelly Rohrbach | ab 01.06.2017
Pünktlich zu den ersten Ausläufern meiner Pubertät lief die Kultserie „Baywatch“ im TV, in der nicht nur David Hasselhoff in Zeitlupe durch Malibu hechtete, sondern auch Strandschönheiten wie Pamela Anderson im roten, tief ausgeschnittenen Badeanzug: Wer hatte da noch Augen für die obligatorische Rettungsboje?

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D 2017 | Regie: Andres Veiel | Mitwirkende: Joseph Beuys, Caroline Tisdall, Rhea Thönges-Stringaris, Franz von der Grinten, Johannes Stüttgen, Klaus Staeck | ab 18.05.2017
„Alles ist Kunst, jeder ist Künstler“ – diese so bekannte wie griffige Prämisse des 1986 verstorbenen Aktionskünstlers Joseph Beuys beschreibt sein Wirken wohl besser als jedes andere Zitat. Beuys war ein Rebell der Kunst, ein Phantast, auch ein Aufrührer und Neudenker. Regisseur Andres Veiel („Black Box BRD“) lässt Beuys in seinem Doku-Porträt ausführlich selbst zu Wort kommen.

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D 2016 | Regie: Alexander Kleider | Mitwirkende: Hanil Altunergil, Alex Bäke, Lena Christof, Florian Geissler, Mimy Girnstein, Marvin Metag, Klaus Trappmann, Beate Ulreich | ab 11.05.2017
Probleme mit Autoritäten an staatlichen Schulen hatten sie alle: Alex, Anfang zwanzig, ist schon von zehn Schulen geflogen, Lena schmiss die Schule für einen Wegzug aus ihrem Heimatkaff und der in Aachen aufgewachsene Hanil war zu dauerbekifft, um das Abitur zu schaffen. Die drei Jugendlichen und einige andere wollen das Abi nun nachholen und besuchen dafür die „Schule für Erwachsenenbildung“ (SFE) in Berlin-Kreuzberg.

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D 2017 | Regie: Romuald Karmakar, Mitwirkende: Ata, Roman Flügel, Sonja Moonear, David Moufang, Ricardo Villalobos | ab 05.05.2017
Der Filmemacher Romuald Karmakar, Regisseur von „Der Totmacher“ und „Die Nacht singt ihre Lieder“, nimmt die deutsche elektronische Tanzmusik der Gegenwart ernst. Drei Dokus über Techno hat Karmakar schon gedreht, die auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführte „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ ist nun der vorläufige Höhepunkt dieser Reihe.

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D 2017 | Regie: André Erkau | Darsteller: Wotan Wilke Möhring, Kostja Ullmann, Michael Wittenborn, Julia Koschitz, Victoria Trauttmansdorff, Anke Engelke | ab 27.04.2017
Oma sagt: Lachen ist die beste Medizin. Von daher erscheint die Idee von Regisseur André Erkau und Autor Gernot Gricksch, das Thema Burnout in eine Komödie zu verpacken, gar nicht verkehrt. Im Fall von „Happy Burnout“ verfehlt die Medizin aber ihre Wirkung, weil die Figuren kaum charakterisiert, sondern mit Klischees getriggert werden.

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USA 2016 | Regie: Jim Jarmusch, Mitwirkende: Iggy Pop, Mike Watt, Danny Fields, Ron & Scott Asheton, Ewan McGregor | ab 27.04.2017
Tom Waits und John Lurie in „Down by Law“, RZA in „Ghost Dog“, äthiopischer Jazz in „Broken Flowers“ – Musik spielt in der Filmographie von Jim Jarmusch seit eh und je eine Hauptrolle, unvergessen ist die Tanzeinlage des Slackers Chris Parker aus dem 1980er-Debütfilm „Permanent Vacation“. „Gimme Danger“ über die Punkrock-Wegbereiter The Stooges ist nun nach „Year of the Horse“ (1997) über Neil Young & Crazy Horse seine zweite Musikdoku.

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GB, USA 2016 | Regie: Mick Jackson | Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott, Jack Lowden, Caren Pistorius, Alex Jennings | ab 13.04.2017
Noch perfider als eine Verharmlosung des Holocaust ist wohl die völlige Leugnung des Genozids. Der Brite David Irving ist so ein Geschichtsklitterer: „Ich bin kein Historiker des Holocaust, ich bin ein Historiker Hitlers“, lautet seine entlarvende Selbstdarstellung.

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USA 2016 | Regie: Stephen Gaghan | Darsteller: Matthew McConaughey, Edgar Ramirez, Bryce Dallas Howard, Toby Kebbell, Rachael Taylor, Bruce Greenwood | ab 13.04.2017
Der versoffene Fantast Kenny Wells (Matthew McConaughey) träumt als Prospektor vom fetten Geld, ist aber fast bankrott. Ohne seine liebende Frau Kay (Bryce Dallas Howard) würde wohl gar nichts mehr gehen. Doch im Jahr 1988 gelingt Wells ein echter Coup, als er mit dem Geologen und Abenteurer Michael Acosta (Édgar Ramirez) eine Goldader im indonesischen Regenwald entdeckt.

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D 2017 | Regie: Jakob Lass | Darsteller: Ella Rumpf, Maria-Victoria Dragus, Enno Trebs, Orce Feldschau, Benjamin Lutzke, Franz Rogowski, Lana Cooper | ab 06.04.2017
Schon die reißerische Kung-Fu-Titelschrift macht klar, dass „Tiger Girl“ kein alltäglicher Film ist. Am Werk ist Regisseur Jakob Lass, dessen Indie-Erfolg mit „Love Steaks“ knapp drei Jahre zurückliegt. Inzwischen kommt das Taschengeld fürs Drehen von offizieller Seite, nämlich von der ehrwürdigen Constantin Film. Glattgebügelt ist der Berlinale-Liebling trotzdem nicht.

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