Auswärts essen: öffentliche Kantinen

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Gestatten, Suermondt! Sammler, Kenner, Kunstmäzen

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SIGN Guitars

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Mit „Unseen“, Fotografien von Jessica Lange (18.02.-08.04.2018), startete das KuK fulminant ins Jahr. Bevor es mit dem Kulturfestival X der StädteRegion so richtig los- und dann Schlag auf Schlag weitergeht, steht ein Termin in Monschau an, den man sich ebenfalls rot im Kalender anstreichen sollte. Vom 15.04. an sind dort Fotografien von Sibylle Bergemann, Harald …

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Das Kulturfestival X geht mittlerweile in die dreizehnte Runde und wie in den Jahren zuvor bietet es auch 2018 einen vielschichtigen Mix aus Konzert und Lesung. Geographisch liegt der Schwerpunkt dieses Jahr in Alsdorf. Man rotiert eben so durch die Region, damit auf lange Sicht keine Gemeinde zu kurz kommt. Das Programm richtet sich in zweifacher Hinsicht an ein breites Publikum. Z

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Gemeinhin versteht man unter den Achtundsechzigern in Deutschland jene in großen Teilen von Studenten getragene politische Bewegung, die sich gegen den Muff und die Verdrängungsmentalität der postfaschistischen 1950er-Jahre wandte. Sie stieß damit den gesellschaftlichen Diskurs an, der letztlich zur Entstehung der Friedensbewegung, zur Gründung der Partei Die Grünen und zur Etablierung einer alternativen Kulturpraxis führte, die schon bald in alle erdenklichen Lebensbereiche sedimentierte.

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Christopher Ward, 1980 in London geboren, präsentiert sich im Pressegespräch charmant und strahlt viel Selbstbewusstsein und eine Mischung aus Distinguiertheit und jugendlicher Unbekümmertheit aus. Durchaus Dinge, die man sich von einem frischgebackenen Generalmusikdirektor erwartet, wenn einem der Sinn nach frischem Wind aus dem Orchestergraben steht.

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Ist der Winter hart und weiß, wird der Sommer schön und heiß …

… sagt zumindest der Volksmund. Ich lebe seit 30 Jahren in Aachen und kann mich kaum an einen Winter erinnern, in dem der Schnee hier mal länger liegen geblieben wäre. Ein echter Ausreißer soll der Winter 2010/2011 gewesen sein, den ich jedoch verdrängt habe. Es heißt, dass es damals ein regelrechtes Schneechaos gab. Dass es hier aber mal 75 Zentimeter Schnee hatte, ist ECHT lange her. Das war nämlich 1908, und die niedrigste Temperatur (–20,4 Grad Celsius) hat man im Winter anno fünfundvierzig gemessen.

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Bedauerlicherweise beginnt ein Bericht über öffentliche Kantinen in Aachen mit zwei Verlustmeldungen. Noch zu Beginn der 2000er Jahre hatte ich persönlich Gelegenheit, gemeinsam mit Kollegen in der Kantine des Polizeipräsidiums an der Hubert-Wienen-Straße zu speisen. Bei den ersten drei Besuchen musste man noch beim Pförtner vorsprechen und sich ausweisen, danach wurde man regelmäßig durchgewinkt. Ein Teil der Ausstattung stammte noch aus der Zeit der Grundsteinlegung, also aus den frühen 1980er Jahren. Als das neue Finanzamt an der Krefelder Straße im Dezember 2005 mitsamt schicker Kantine und allem Pipapo den Betrieb aufnahm, war absehbar, dass die Kantine des Polizeipräsidiums für die Öffentlichkeit nicht mehr lange zugänglich sein würde.

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So ärgerlich es ist, wenn der Kurierdienst einen Zettel hinterlässt, statt das Paket beim Empfänger abzuliefern: Manchmal hat es auch sein Gutes. Zum Beispiel, wenn sich der Paketshop, in dem die bereits heiß ersehnte Bestellung aus Großbritannien landet, in Burtscheid befindet und einem so die Gelegenheit geboten wird, diesen ehemaligen Vorort von Aachen (1897 eingemeindet) mal wieder aufzusuchen. Mein Plan: Paket einsammeln und dann gleich um die Ecke bei Fisch Zegel den Backfisch testen, den sie seit Kurzem im Angebot haben.

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2018 jährt sich der Geburtstag von Barthold Suermondt zum zweihundertsten Mal. Das Suermondt-Ludwig-Museum nimmt dies zum Anlass, den Sammler, dem es zumindest die Hälfte seines Namens verdankt, mit einer außergewöhnlichen Ausstellung zu ehren.

Suermondt, Sohn eines Niederländers und einer Engländerin und in Utrecht geboren, war ein gesellschaftlich Begünstigter. Bereits in jungen Jahren begann seine überaus erfolgreiche Karriere als Unternehmer beim belgischen Stahlwerk Cockerill, das er 1940 übernahm und aus einer schweren wirtschaftlichen Krise heraus zu neuer Blüte führte. Er besaß in der Folge Bergwerkkonzessionen, gründete eine Privatbank und gehörte zu den Gründern der Metallurgischen Gesellschaft zu Stolberg, der späteren Stolberger Zink. Ungeachtet seiner Bedeutung als Kunstmäzen gilt es wohl auch, Barthold Suermondt als Unternehmer und als Person des öffentlichen Lebens wiederzuentdecken.

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Die Werkstatt von Jochen Imhof ist ein Traum. Jeder oder jede, der/die eine Affinität zum Handwerk und zum Werkstoff Holz hat, geht beim Betreten der Räumlichkeiten in der Bergischen Gasse erst mal innerlich auf die Knie. Der Geruch von Sägemehl, die Ansammlung von Schablonen, Werkzeugen und Maschinen, die fertigen und halbfertigen Instrumente und das obligatorische, leise vor sich hindudelnde Werkstattradio: All das ist anbetungswürdig authentisch. Hier entstehen sie, die gut klingenden, wertigen und schönen Zupfinstrumente von SIGN Guitars – und das natürlich in Handarbeit.

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Das Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen, kurz KuK, startet dieses Jahr seinen Ausstellungskanon mit den Arbeiten einer außergewöhnlichen Künstlerin. Die Amerikanerin Jessica Lange, die heute auf eine vierzigjährige Karriere als Schauspielerin zurückblickt und sechsmal für den Oscar nominiert war, wird nun endlich auch hierzulande als Fotografin entdeckt. Die Ausstellung „Unseen“ zeigt 132 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die im Laufe von zwei Jahrzehnten in Europa, Mexiko und den USA entstanden.

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Der niederländische Titel der Ausstellung „Unvollendete. Nooit gebouwd Maastricht“, die bereits im Dezember letzten Jahres im Bureau Europa in Maastricht startete, lässt in deutschen Ohren Franz Schuberts Sinfonie in h-Moll, auch die Unvollendete genannt, anklingen. Aber das sind nur wir Teutonen. Die Show demonstriert anhand etlicher liebevoll zusammengetragener und fachkundig kommentierter Exponate, was in Maastricht einstmals geplant, aber letztlich nicht realisiert wurde. Manches davon gelangte nur bis zum Entwurf, anderes bis zum Modell. Für einiges wurde gerade einmal das Fundament gegossen, während weniges es immerhin fast bis zur Fertigstellung brachte.

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„Opa wurde 100jährig, stets trank er Degraa obergärig.“ Den alten Werbespruch kann in Aachen jeder herunterbeten. Er ist ja auch zu schön. Dennoch scheint angezeigt, die Geschichte dieser und anderer Allgemeinplätze zum Thema Biergenuss einmal historisch präzise zu verorten. Das dachte man sich auch im Neuen Stadtmuseum am Katschhof und schritt mutig zur Tat, denn lang und reich ist sie, die Aachener Geschichte vom Bier und vom Brauen, und das Unterfangen kein einfaches. Bei den hunderten von Ausstellungsstücken, vom Bierdeckel bis zum Zapfhahn und vom Flaschenetikett bis zum Barhocker, die für die Ausstellung „Bier & Wir“ zusammengetragen wurden, drängt sich zunächst die Frage auf, woher das alles stammt, was da im Oktober im Centre Charlemagne seinen Platz finden soll.
Wer noch nicht dort war, kann es noch schaffen: Die Ausstellung wurde bis zum 08. April 2018 verlängert.

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Drei der fünf großen Ausstellungen, die im KuK 2018 zu sehen sein werden, haben einen direkten Bezug zu Europa oder zu europäischen Themen. Hochkarätig sind sie alle. Den Auftakt macht eine Amerikanerin. Jessica Lange, mehrfache Gewinnerin aller wichtigen Film-Awards, ist folgerichtig eher als Schauspielerin denn als Fotografin bekannt. Das KuK schickt sich nun an, das in der StädteRegion zu ändern, und versammelt 132 ihrer Arbeiten unter dem Titel „Unseen“. Vernissage 18. Februar.

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Die 1990er Jahre, also die Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion, waren vielleicht die freiesten Jahre für die russische Kunst- und Kulturszene in der jüngeren Vergangenheit. Mitten hinein in eine katastrophale Wirtschaftskrise, auf die Inflation, Korruption, Arbeitslosigkeit und die Verarmung der Bevölkerung folgten, preschten die Vertreter des Moskauer Aktionismus mit neuen, schockierenden Ideen und ohne Angst vor Zensur und Bestrafung durch einen zunehmend handlungsunfähigen Staatsapparat. Ihnen folgt heute bereits die nächste Generation junger Künstler. Und die hat es ungleich schwerer, in Putins „gelenkter Demokratie“.

Im Ludwig Forum für Internationale Kunst, noch bis 18.02.2018.

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Bisher eher sporadisch Gast der Vernissagen bei Freitag 18.30, war mir entgangen, dass die Galerie über einen Roster an Künstlern verfügt, den sie jeweils zum Jahresende in einer Gemeinschaftsausstellung vorstellt. Die Show nennt sich PREVIEW und wird von einem Katalog begleitet. Repräsentiert sind die Stammkünstler, der Roster eben, mit dem Robert Mertens seit Jahren zusammenarbeitet, und so ist PREVIEW nicht nur eine Vorschau auf die kommenden Einzelausstellungen des Jahres 2018, sondern auch eine Verdichtung zurückliegender Zusammenarbeit.

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Es gibt nichts Entspannteres, als an einem Samstagnachmittag am Bushof in die Linie 65 einzusteigen und sich auf den Weg ins winterliche Kornelimünster zu machen, außer vielleicht, in die Linie 35 einzusteigen, die ein ähnlich kontemplatives Erlebnis bietet. So oder so kommt man am Napoleonsberg heraus, von wo aus man das ehemalige Kloster, in dem das Kunsthaus NRW residiert, bereits sehen kann. Momentan laufen dort parallel die Ausstellungen „reflecting – zeitbasierte Kunst aus NRW“ und „Sammlung mit losen Enden 03: 21. Jahrhundert“.

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Katortz haben inzwischen genügend Produktionen unter dem Gürtel, um ein Resultat abzuliefern, das spielend internationalen Standards genügt. Technisch ist auch das neue Album ausgewachsen, und die Band spielt die Indie/Alternative-Klaviatur rauf und runter, dass es eine wahre Freude ist. Wie gewohnt, möchte man sagen. Allerdings gibt man sich nicht mit den erworbenen Meriten zufrieden, sondern befragt mit „Zauberkabine“ die eigenen Bezüge, und das mit einem erstaunlichen Resultat.

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Es ist ein kalter und regnerischer Novembertag. Während die anderen Kinder zum Sankt-Martins-Zug gehen, bleiben wir drin und basteln uns eine Thüringer. In der Küchenschürze: Eckhard Heck, Waltraud Nießen, Birgit Franchy. Text: Eckhard Heck | Fotos: Birgit Franchy

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Auch die Traumdeutung, wie sollte es anders sein, hat sich mit der Wurst beschäftigt. Die phallischen Implikationen liegen auf der Hand. Aber Obacht: „Für den Träumenden ist es wichtig festzustellen, ob er die Wurst im Traum mit seinen eigenen Sexualorganen in Verbindung bringt oder ob es sich um das Genital eines anderen handelt.“ Das empfiehlt sich ja auch als ganz genereller Ratschlag. Der allgemeinen Deutung nach sind Menschen, die im Traum eine Wurst essen, oberflächliche Materialisten und leicht zufriedenzustellen.

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Jake La Botz kommt aus Chicago, und wer in Chicago geboren ist, kommt um den Blues wohl kaum herum. La Botz hat von den Besten gelernt und sich aus einer Mischung aus Traditionellem und zeitgenössischen Einflüssen seinen eigenen Indieblues gestrickt. Best known ist er für seine Tattoo Across America Tour, auf der er landesweit in Tattoo-Studios performte, außerdem kennt man ihn aus mehreren Filmen (u. a. „Rambo IV“). Weniger bekannt ist, dass er auch Theater spielt und meditiert.

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Das schottische Haggis und ähnliche Speisen, die bereits in der Antike bekannt waren, gelten gemeinhin als Vorläufer der Wurst, wie wir sie kennen. Um Fleisch und insbesondere Innereien länger haltbar zu machen, wurden diese zerkleinert, in Tierdärme gefüllt und anschließend gekocht. Später kamen das Räuchern und das Einkochen als Verfahren der Konservierung hinzu. Es war naheliegend, alles, was bei einer Schlachtung so anfiel, in den Darm zu hauen. Ursprünglich war das gar nichts Verwerfliches und heute liegt die Wurst damit wieder voll im Trend, denn der moderne Begriff „Nose to Tail“ (Verwertung möglichst aller Teile des Tieres) greift das auf, was die Menschen früher aus der Not heraus praktizierten, und propagiert es als zeitgemäße Verwertung. Wenn man schon ein Tier tötet, um es zu essen, dann sollte man sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur die Filetstücke herausschneiden.

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Ein Parforceritt von Eckhard Heck durch die aktuellen Expositionen: Noemi Weber / Nobuyuki Osaki: Forschungsprojekt „Die Erfindung der Neuen Wilden“ (Ludwig Forum), Digital Games – Kunst und Computerspiele (Ludwig Forum), Emma Talbot: Open Thoughts (Neuer Aachener Kunstverein), Alemannia 1933 bis 1945 – zwischen Sport und Politik (IZN)

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1967 war ein gutes Jahr für die Alemannia. Es ging rauf in die erste Liga! Überhaupt ging es hoch hinaus in Aachen. Auch in der Architektur. Am Preuswald entstand gerade eine Trabantenstadt, das heute nicht mehr existierende Landesbehördenhaus (Franzstraße) wurde bezogen und auch an der Peterstraße tat sich was: Man dachte über eine Lösung für das Trümmerfeld am Kurhausgarten nach (der dann der Kurhausstraße zum Opfer fiel) und initiierte einen Architekturwettbewerb. 1968 einigte man sich auf den Entwurf der Aachener Architekten Siegfried Reitz und Willy Frings, und nach fünfjähriger Bauzeit wurde der Bushof 1973 eingeweiht. Als damals Deutschlands größter überdachter Bushof.

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Wenn Bauwerke oder Denkmale am ursprünglichen Standort abgebaut und woanders wieder aufgebaut werden, nennt der Fachmann das translozieren. Es gibt in Aachen eine Reihe von Beispielen. Eines davon ist der Seepferdchenbrunnen. Seine Schale mit einem Durchmesser von mehr als drei Metern und einer kleinen Horde wasserspeiender Seepferdchen in der Mitte schmückte seit 1953 die Rotunde des nach schweren, kriegsbedingten Schäden wieder neu aufgebauten Elisenbrunnens. Leider erwies sich das Material der Brunnenschale als nicht besonders resistent gegen das mineralisierte Thermalwasser aus der 180 Meter entfernten Kaiserquelle. Deshalb wurde der Seepferdchenbrunnen 1971 gegen die zwei Becken aus afrikanischem Granit ausgetauscht, die man heute dort vorfindet. Die Seepferdchen speien seitdem in Burtscheid an der Kapellenstraße, wo sie leider vergleichsweise wenig zur Geltung kommen.

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Auf feinsinnige Weise feiert das Suermondt-Ludwig-Museum in diesen Tagen das fünfzigjährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Aachen und Reims. Die offiziellen Feierlichkeiten wurden bereits im Januar begangen, doch das Museum legt nun mit einer Ausstellung im Kaminraum nochmal nach. Sie widmet sich noch bis zum 30.12.2017 dem „Poeten der Landschaft“, Camille Corot.

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Alea iacta est. Der Satz geht auf Caesar zurück, der 49 v. Chr. mit seiner Armee am Rubikon stand und im Begriff war, diesen zu überqueren. Als er sich schließlich entschied, gen Rom zu marschieren, wollte er mit dem Ausspruch zum Ausdruck bringen, dass dieser Schritt unwiderruflich sei und unabsehbare Folgen haben werde. Das passte zum Altstadtquartier Büchel, wo die Würfel bezüglich der Umgestaltung bereits gefallen waren. Inzwischen stellt sich die Lage aber wieder ganz anders dar …

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Nach dem Eröffnungswochenende im September mit seinem ambitionierten Veranstaltungskanon spricht jetzt nur noch die (bildende) Kunst im Ludwig Forum. Die Reste einer Performance (vier Säcke Zement?) zieren noch als schöner Nachhall die Mulde, die ansonsten unbespielt bleibt. Sollte es sich bei dem Baustoff wider Erwarten doch um Kunst handeln, schreibe ich im nächsten Heft eine Richtigstellung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18.02.2018 zu sehen.

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Karl Otto Götz, am 22. Februar 1914 in Burtscheid geboren, starb am am 19. August 2017 im Alter von 103 Jahren. Er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Maler der Nachkriegszeit und als Pionier der gegenstandslosen Malerei.
Der Verein Burtscheider Heimatfreunde e. V. möchte den in Burtscheid geborenen Künstler mit einer Gedenktafel ehren. Bis zum 13. Oktober 2017 gibt es in der Sparkasse in Burtscheid Arbeiten aus Privatsammlungen zu besichtigen.

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Mit Schwung startet die von September 2017 bis Februar 2018 dauernde Ausstellung Kunst x Kuba – Zeitgenössische Positionen seit 1989 am zweiten Wochenende im September. Im Einklang mit dem Ausstellungskonzept wird das Programm am Samstag und am Sonntag wenig folkloristisch ausfallen, sondern stattdessen namhaften Vertretern der aktuellen Musik- und Tanzszene Kubas eine Bühne bieten. Künstlerinnen wie Susana Pilar Delahante Matienzo, der Tänzer und Choreograph Alexis Fernández oder das Projekt La Macana stehen für eine Generation, die sich längst dem internationalen Einfluss geöffnet hat und mittlerweile auch ganz selbstverständlich die Auseinandersetzung mit der eigenen kubanischen Identität auf die Bühnen der westlichen Welt trägt.

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Wie der Titel andeutet, der frei übersetzt die Stunde/Zeit der Ausgrabung bedeutet, kann man Hiroki Tsukudas Werk als Versuchsfeld verstehen, auf dem in einer wilden Achterbahnfahrt durch die Kulturgeschichte Versatzstücke aus Architektur, Kunst, Grafik, Popkultur und vielem anderen remixt werden. Als Resultat präsentiert Tsukuda grafisch-fotografische Tableaus von wissenschaftlicher Akkuratesse, die jedoch bei genauer Betrachtung selbst …

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