Powder Her Face

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Das Tagebuch der Anne Frank

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KuK Monschau, bis 02.07.2017: Ohne Zweifel und völlig zu Recht ist John Malkovich jedermanns Lieblingsschauspieler. Der Fotograf Sandro Miller dagegen muss an seinem Fame noch arbeiten. Zwar gilt er unter Artdirectoren als allererste Wahl, wenn es um anspruchsvolle Werbefotografie geht – seinen Vornamen, Sandro, hat er schon lange als internationales Markenzeichen fest etabliert.

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Bis 18.06.2017: Armin Linkes Weltarchiv überwältigt als grenzüberschreitendes Gesamtkunstwerk aus Bild, Ton, skulpturalen Stellflächen und Konzepten im Ludwig Forum.

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Sie wollen Holly Golightly kennenlernen? Dann gehen Sie nicht in den Film mit Audrey Hepburn. Truman Capote hat ihn gehasst und vor allem wollte er als Leading Lady nicht die Hepburn, sondern die Monroe. Diese Maßnahme hätte nicht nur den vom Autor gewünschten Hormoncocktail aus Champagner, Amphetamin und einem Hauch naturbeschwipster Nymphomanie ins Spiel gebracht, sondern auch die Tragik seiner Figur, „die kurz in der Zeitung stehen wird, wenn sie am Grunde eines Röhrchens Veronal ihr Ende gefunden hat“.

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Atelierhaus Aachen e. V. im DEPOT, bis 23.04.2017: Der neue, lichtdurchflutete Showroom von „aha“ (Atelierhaus Aachen) wirkt, mit reichlich Fensterflächen und Parkett ausgestattet, gut durchlüftet und vorzeigbar. Auch die Künstler haben die Mieterhöhungen nach dem Umzug in ihr neues Domizil offensichtlich erfolgreich weggesteckt und zeigen durch die Bank Sehenswertes.

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Suermondt-Ludwig-Museum, bis 11.06.2017: Der atmosphärisch aufgeladene Raum ist in mittelalterliche Düsternis getaucht: Von überall und nirgends schwebt Bach’sche Passionsmusik durch den Raum. In diesem Ambiente können die altmeisterlichen Andachtsbilder des Christus mit Dornenkrone und seiner Mater dolorosa ihre kathartische Wirkung bestmöglich entfalten.

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Aus dieser Schublade kommt er nicht mehr raus: Thomas Adès mag den Olymp der zeitgenössischen Musik schon zigfach erklommen haben (hat er), er mag Wunderkind gewesen sein, wie er will (ist er; die Oper, um die es hier geht, hat er mit gerade mal 24 geschrieben), sein Leben lang wird es aber Thomas Adès’ Markenzeichen bleiben, den ersten Blowjob der Operngeschichte vertont zu haben.

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Das Erstaunliche an Anne Franks Tagebüchern ist, dass sie trotz aller Schrecknisse unglaublich leichtfüßig, humorig und einfühlsam geschrieben sind.
Ähnlich verhält es sich auch mit den Kakophonien zeitgenössischer Musik. Die vermeintliche Zumutung, aus den Wohlfühlzonen vertrauter Harmoniewelten vertrieben zu werden, wird durch einen beträchtlichen Zugewinn an Freiheit, Abenteuer und musikalischen Erlebnisräumen mehr als ausgeglichen – oder wie es Arnold Schönberg sagte: „Ich fühle Luft von anderen Planeten.“

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