Und jetzt: Das Wetter

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Hunderte Herzen für den Hambacher Wald: Kohleausstieg gefordert

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Gravieranstalt – neue Kulturlocation in Aachen

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Paul Sous aka Käpten Nobbi ist in Aachen seit längerem kein Unbekannter. Seine liebvollen Recycling-Collagen und Artefakte aus allem, was zu schade für die Wertstofftonne wäre, waren schon bei diversen Sammel-und Einzelausstellungen zu sehen, unter anderem mehrmals in der Raststätte. Frei nach dem Motto „Kann das weg oder wird das Kunst?“ erbeutet Nobbi seine Materialien auf Werkstoffhöfen, aus Baustellencontainern oder vom Sperrmüll. Holzplatten, Außenspiegel, Kronkorken, selbst Milchkartons bekommen so in seinem Atelier neues Leben eingehaucht.

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Jessica Behrends (Jahrgang 1991) hat auf dem Dachboden ihrer Mutter Notizbücher ihres Großvaters Hermann Vogt gefunden. Von 1989 bis 2015 erfasste dieser mehrmals täglich Wetterdaten wie Niederschlag, Luftdruck (mb) und Temperaturen in Kerpen, Köln, Aachen und am Kahlen Asten, außerdem den Rheinpegel sowie das tatsächliche Wetter in Kerpen zu unterschiedlichen Uhrzeiten.

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Alle reden gerne übers Wetter, und wir machen da natürlich keine Ausnahme. Denn jeder ist davon irgendwie betroffen, manche mehr (draußen), manche weniger (drinnen). Und es könnte es sein, dass es sowohl schlechtes Wetter als auch schlechte Kleidung gibt. Aber um Mode geht es diesmal nicht, sondern um Wind, Wolken und weiße Winter.

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Weit über sechshundert rot gekleidete Menschen versammelten sich am Sonntag trotz Eiseskälte am Tagebau Hambach, um erstmals das Ende einer Rodungssaison zu feiern, in der RWE nur zwei Tage im Hambacher Wald roden durfte. Mit aufgemalten roten Herzen und mit den Händen geformten Herzen drückten die Demonstrierenden ihre Freude über den vorläufigen Erhalt des Waldes …

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Start: 22.03.
Über sieben Jahrzehnte schildert der Film das Leben einer bayerischen Familie in einer opulenten Familiensaga.
Der in diesem Jahr 70 Jahre alt werdende Josef Bierbichler ist ein bayerisches Multitalent und eine Naturgewalt. Wenn der massige Schauspieler mit der tief röhrenden Stimme auf der Leinwand erscheint, degradiert er schnell mal alle seine Mitspieler zu simplen Stichwortgebern.

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Tito Tequilas fulminante Rock-Oper über den Übach-Palenberger Live-Club Outbaix feiert Premiere.

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Derzeit sorgen sich viele Menschen um die Obdachlosen, die draußen ihr Lager aufgeschlagen haben. Die Stadt Aachen hat deshalb heute diese Presseinfo herausgegeben und erläutert, dass in Aachen niemand auf der Straße schlafen muss.

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Raum für Kunst und Musik – so die Subline der Gravieranstalt in der Ottostraße 85, einer vielversprechenden neuen Veranstaltungslocation im Aachener Ostviertel. Die Räume sind unterschiedlich groß und verschieden geschnitten, die Wände größtenteils klassisch weiß getüncht mit einem in dunkles Anthrazit getauchten Barbereich. Dazu der Charme eines alten Handwerksbetriebs, der in vielen kleinen Details noch …

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Das Memory aus unserer Wurstausgabe als PDF zum Download: 2 x ausdrucken, ausschneiden und los! Es geht um die Wurst! Wer findet mehr Pärchen?

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Wie kann Integration funktionieren? Das ist nicht nur auf politischer Ebene ein immer wieder heiß diskutiertes Thema. Im Stadtteil Richterich gehtʼs jeden zweiten Donnerstag ebenfalls heiß her, denn hier begegnen sich die verschiedenen Kulturen zwischen Töpfen, Tellern und Pfannen. Beim Projekt „Richterich kocht“ treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene ganz unverbindlich und ohne den Anspruch, …

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Wer die aktuelle Ausstellung im IKOB betritt und kein Butzer-Kenner ist, wird zunächst denken, es handelte sich um zwei extrem verschiedene Künstler, die hier ausstellen.
Für seine erste Einzelausstellung in Belgien hat der deutsche Künstler zwölf seiner Werke ausgesucht: eine Retrospektive seiner Malerei, welche die Bedeutung von Chronologie hinterfragt. Zum einen besteht die Ausstellung aus bunten, dennoch düsteren Malereien, die Butzer 1999 und 2000 fertigstellte. Im Gegensatz dazu stehen seine Gemälde ab dem Jahr 2011, in denen Schwarz die Hauptrolle spielt. Zwischen den bunten und schwarzen Sequenzen befindet sich eine elf Jahre währende Zeitspanne, die der Künstler bewusst ausspart.

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Der Filmkünstler Kahlil Joseph aus Los Angeles wird oft in einem Atemzug mit Stars wie Kendrick Lamar, Beyoncé und FKA twigs genannt. Bekannt wurde der 36-Jährige als Regisseur von Musikvideos. Seit einigen Jahren entdeckt er jedoch die Kunstszene für sich, wo er seine Ideen möglichst uneingeschränkt umsetzen kann. Nachdem seine Werke unter anderem im New Museum of Contemporary Art in New York und der Londoner Tate Modern zu sehen waren, findet nun seine erste Einzelausstellung in Europa im Bonnefantenmuseum statt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die schwarze Gemeinschaft und ihre Kultur.

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Das zeitgenössische Tanzfestival geht in die 23. Runde und hat sich, seit es Mitte der 90er von Rick Takvorian ins Leben gerufen wurde, längst zu einer festen Größe auf der Landkarte des internationalen Tanzes etabliert. Renommierte Kompagnien aus allen Kontinenten fanden bereits den Weg nach Aachen (und später in die Nachbarstädte). Anfänglich im Ludwig Forum …

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Ein buntes Programmpotpourri hat der Kulturbetrieb der Stadt Aachen für das erste Halbjahr im Alten Kurhaus vorbereitet. Seit 18 Jahren betreibt er die Location, die sich von Anfang an einer großen Beliebtheit unter den Aachenern erfreuen konnte, was nicht zuletzt am prunkvollen Ballsaal liegt. Die Klangbrücke bietet eine Tür weiter mit klassischer Konzertbühne und Tribüne mit gepolsterten Holzstühlen einen bodenständigen Kontrast. Diverse Veranstalter haben hier die Möglichkeit, ihr Programm vor ein Publikum zu bringen, und nutzen dies auch rege.
Im Januar wird hier der 1.000.055th Art’s Birthday gefeiert.

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Wir wissen nicht, ob diese sympathische Dogge, die hier gerade ein Auge auf eine Fleischspezialität geworfen hat und vorne auf dem Cover stoisch eine Kette von Würsten auf der Schnauze balanciert, der Hund des Malers ist. Fest stehen jedenfalls die Titel der Werke, das linke ist „Caesar am Rubikon“ und das Titelmotiv hört auf den Namen „Ave Caesar, morituri te salutant“ („Heil dir, Cäsar, die Todgeweihten grüßen dich“).

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Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurden 2014 7,16 Millionen Tonnen Fleisch in deutschen Haushalten konsumiert. Das ergibt einen Durchschnittsverzehr von 60,3 Kilogramm Fleisch pro Kopf.
Erzeugt wurden 2014 insgesamt 8,95 Millionen Tonnen Fleisch, das sind 140.000 Tonnen mehr als 2013. Seit 2000 sind diese Werte relativ konstant geblieben. Die Schweineschlachtungen hingegen steigen seit 15 Jahren: 2000 lagen sie noch bei 43,2 Millionen Schweinen und erreichten 2011 mit 59,7 Millionen einen Höhepunkt. Der Wert für 2014 liegt bei 58,93 Millionen geschlachteten Schweinen.

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Nachdem die Veranstaltungsgruppen NoName und Meakusma eine erfolgreiche Festivalsaison verbuchen konnten, bündeln sie auch in diesem Winter wieder ihre Kräfte für eine gemeinsame Veranstaltung im alten Schlachthof in Eupen. Diesjähriger Topact ist Dr. Rubinstein, die momentan durch die renommiertesten Clubs dieser Welt tingelt. Den Rahmen für die Veranstaltung bilden die Locals Caspro und Daniel/i/, die schon mehrmals bewiesen, dass sie den internationalen Gästen in nichts nachstehen. Was die beiden verbindet ist ihre Liebe zur Musik. Dennoch beweisen die unterschiedlichen DJs, dass Auflegen nicht gleich Auflegen ist. Raffaela Schaus sprach mit den Beiden.

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Es begann alles in einem Supermarkt. Ein Wurstgesicht. Nein, nicht die Kindermortadella an der Fleischtheke, sondern „Der Schrei“ von Munch. Ein paar paisleyförmige Scheiben Schinken zusammen mit Ei, Gurke und Karotte in der Verpackung ergaben das berühmte (und meistgestohlene) Gemälde des Norwegers.

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Die Weihnachtsleberwurst wird in Aachen nachweislich bereits seit dem neunzehnten Jahrhundert hergestellt. Wir waren 2017 beim Anschnitt und bei der Qualitätsprüfung dabei.

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Die Redewendung „Das ist doch Schnee von gestern“ steht für Dinge oder Ereignisse, die aus einem bestimmten Grund – meist aufgrund zeitlichen Fortschritts – überholt oder uninteressant geworden sind. Die Empfindung, dass etwas Schnee von gestern ist, kann durch eine Weiterentwicklung oder den vollständigen Ersatz durch etwas Neues entstehen. Interessanterweise scheint sich die Zeitspanne, innerhalb deren etwas veraltet, immer mehr zu verkürzen. Technische Neuerungen bewirken seit jeher einschneidende Veränderungen, die sich auch im Alltag wiederfinden. Die mobile und digitale Kommunikation verstärkt dieses Gefühl noch einmal besonders augenfällig, auch durch immer kürzere Innovationszyklen.

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Eine klassische Liaison, ein Paar, das so unzertrennbar miteinander verbunden ist wie Hopfen und Malz. Wir haben Aachener Musiker, DJs, Kneipiers und Musik-Affiniciados gefragt, welches Lied ihnen jeweils zu einer bestimmten Kneipe einfällt – und was sie damit verbinden.

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Wo war früher Aachens Kneipenmeile Nr. 1 in Aachen? Was hat es mit dem Kettenfett auf sich? War war Lennet Kann eigentlich? Und was stand auf dem Schild, das an der Theke im Hauptquartier hing? Antworten hier in der inoffiziellen Aachener Kneipedia, der semi-nostalgischen Wissensdatenbank rund um Pils, Peppie und Popstadl.

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Stadtarchiv Aachen präsentiert Archivalie des Monats Oktober

Als 1970 im Theater Aachen die Uraufführung „Aussatz“ von Bölls gezeigt wird, berichten 50 Theaterkritiker über die Generalprobe und Aufführung in Aachen. Hauptperson des Stücks ist der katholische Priester Bonifatius Christ, der sich selbst tötet, weil er von kirchlichen Instanzen zu Unrecht verdächtigt wird, ein Verhältnis zu einer jungen Frau zu haben.

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F, BEL, USA 2017 | Regie: Jacques Doillon Darsteller: Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele, Bernard Verley, Olivier Cadiot | Start: 31.08.
Das Biopic über den berühmten französischen Bildhauer beginnt in Rodins weitläufigem Atelier und verweilt dort die meiste Zeit. Statt die konventionelle Dramaturgie eines Künstlerfilms abzuhaken, arbeitet Regisseur und Autor Jacques Doillon mit Auslassungen. Als die Handlung im Jahr 1880 einsetzt, bekommt der 40-jährige Rodin (Vincent Lindon) seinen ersten staatlichen Auftrag: ein Hochrelief nach Dantes Göttlicher Komödie, an dem er die folgenden 37 Jahre werkelt. Zentral für den künstlerischen Herstellungsprozess ist Rodins Liaison mit seiner deutlich jüngeren Muse und Schülerin Camille Claudel (Izïa Higelin), die sein Schaffen maßgeblich mitprägt.

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Immer noch kommen zahlreiche junge, unbegleitete Flüchtlinge in Aachen an – auf der Suche nach einem sicheren Leben ohne Krieg und Verfolgung. Um die Integration in unsere Gesellschaft zu vereinfachen und den jungen Menschen Halt und Orientierung bei ihren ersten Schritten zu geben, sind Pflegefamilien eine unentbehrliche Stütze. Daher vermittelt das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann den Kontakt zwischen Geflüchteten und Aachener Familien. Im Moment werden noch Familien oder Lebensgemeinschaften gesucht, welche die spannende Aufgabe annehmen möchten, einen jungen Geflüchteten in ihre Familie zu integrieren und auf ein eigenständiges Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

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Eine der interessantesten und unterbewertetsten Bands der 80er kehrt nach langer Abstinenz auf die Bühne zurück: Im September spielen Shriekback mit achtköpfiger Besetzung live in Maastricht. Aus diesem Anlass ein kurzes, skizzenhaftes Porträt der Band und ein exklusives Interview mit Gründungsmitglied Carl Mash.

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Historisch lässt sich die Entstehung der Gartenanlage Eupener Straße 1947 leicht einordnen, denn es existierten bereits Vorbilder in Aachen. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte es eine wahre Kleingartenschwemme gegeben, mindestens 17 der zwischen 1919 und 1931 entstandenen Anlagen gibt es heute noch auf dem Stadtgebiet. Damals wurden die Brachgelände bewusst an Familien und Frauen der im Krieg dienenden Männer vergeben, denn man wollte ein Aushungern des Volkes verhindern. Die preußische Eisenbahnverwaltung stellte ab 1914 7.000 Morgen bisher landwirtschaftlich und gärtnerisch nicht genutzte Eisenbahnländereien zur Gewinnung von Lebensmitteln zur Verfügung, dies erklärt auch die zahlreichen Gartenanlagen, die man durch das Zugfenster in ganz Deutschland sehen kann.

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Er ist noch da. Zumindest die Erdaufschüttung, die einmal die legendäre Tribüne des Würselener Walls befestigte, und eine einsame Treppe nach oben. Und er ist zwischen die Fronten geraten, denn mindestens drei Gruppen wollen ihn für sich beanspruchen. Für die Anwohner des hochpreisigen Wohngebietes „Alter Tivoli“ bietet er einen Lärmschutz zu Stadion und Autobahn, für die Stadt soll er weiteren lukrativen Baugrund hergeben und die Gruppe „Kulturgut Tivoli erhalten“, die von Aktivisten der Karlsbande Ultras gegründet wurde, setzt sich für den Erhalt von Wall und Treppe ein und möchte diese unter Denkmalschutz stellen lassen. Was ist da los?

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Das Maß ist voll. Der Migrationswelle muss Einhalt geboten werden, der Schwall unverkrampfter Komödien zu diesem Thema gefährdet die schweighöferische Naturlockendominanz deutscher Lichtspielhäuser. In seelenlosen Abzock-Erzeugnissen hat man Blond zu tragen! Wir lachen über Otto & Til, nicht über Key & Peele! Zugegeben, anfangs waren wir noch optimistisch: Oma hatte in einer französischen Komödie lernen können, dass Schwarze nicht nur klauen und Weiße im Rollstuhl schieben. Aber hätten wir diese Komödie damals bloß nie in unser Land gelassen! So aber nahmen wir unzählige unkontrollierte Produktionen auf, alle mit schlimmen Absichten. Elyas M’Barek rief mit Fack Ju Göthe „kanackendeutsch“ zum Gipfel deutschen Humors aus, ehe in „Willkommen bei den Hartmanns“ versucht wurde, derlei Vorurteile ironisch zu brechen.

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Ein paar Eindrücke vom gestrigen Ausflug zum wunderbaren Kimiko Festival 2017. Hof und Park vom Ludwig-Forum sind eine äußerst passende Location, vor den beiden fetten Bühnen ist viel Platz, das ganze ist urgemütlich, das Publikum ist bunt gemischt (hier stimmt das ausnahmsweise mal) und über mangelnde Auswahl an Getränken aller Art kann sich wirklich niemand beschweren. Besonders zauberhaft: Die aufwändig und mit viel Liebe zum Detail selbstgebaute Theke vom Dein Hotel Europa mit bunten Lampions, Lichteffekten in den Bäumen und cooler Deko. Wie überhaupt das gesamte Festival überaus professionell organisiert ist, vom gelungen Design von Plakaten, Karten und Programmübersicht über die informative Website bis hin zur fetten Soundanlage und den beiden Stages, die durchaus auch ein größeres Festival schmücken würden.

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