All about Wurst

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Kneipen & Musik

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Die Kneipen–Enzyklopädie

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Wir wissen nicht, ob diese sympathische Dogge, die hier gerade ein Auge auf eine Fleischspezialität geworfen hat und vorne auf dem Cover stoisch eine Kette von Würsten auf der Schnauze balanciert, der Hund des Malers ist. Fest stehen jedenfalls die Titel der Werke, das linke ist „Caesar am Rubikon“ und das Titelmotiv hört auf den Namen „Ave Caesar, morituri te salutant“ („Heil dir, Cäsar, die Todgeweihten grüßen dich“).

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Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurden 2014 7,16 Millionen Tonnen Fleisch in deutschen Haushalten konsumiert. Das ergibt einen Durchschnittsverzehr von 60,3 Kilogramm Fleisch pro Kopf.
Erzeugt wurden 2014 insgesamt 8,95 Millionen Tonnen Fleisch, das sind 140.000 Tonnen mehr als 2013. Seit 2000 sind diese Werte relativ konstant geblieben. Die Schweineschlachtungen hingegen steigen seit 15 Jahren: 2000 lagen sie noch bei 43,2 Millionen Schweinen und erreichten 2011 mit 59,7 Millionen einen Höhepunkt. Der Wert für 2014 liegt bei 58,93 Millionen geschlachteten Schweinen.

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Nachdem die Veranstaltungsgruppen NoName und Meakusma eine erfolgreiche Festivalsaison verbuchen konnten, bündeln sie auch in diesem Winter wieder ihre Kräfte für eine gemeinsame Veranstaltung im alten Schlachthof in Eupen. Diesjähriger Topact ist Dr. Rubinstein, die momentan durch die renommiertesten Clubs dieser Welt tingelt. Den Rahmen für die Veranstaltung bilden die Locals Caspro und Daniel/i/, die schon mehrmals bewiesen, dass sie den internationalen Gästen in nichts nachstehen. Was die beiden verbindet ist ihre Liebe zur Musik. Dennoch beweisen die unterschiedlichen DJs, dass Auflegen nicht gleich Auflegen ist. Raffaela Schaus sprach mit den Beiden.

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Es begann alles in einem Supermarkt. Ein Wurstgesicht. Nein, nicht die Kindermortadella an der Fleischtheke, sondern „Der Schrei“ von Munch. Ein paar paisleyförmige Scheiben Schinken zusammen mit Ei, Gurke und Karotte in der Verpackung ergaben das berühmte (und meistgestohlene) Gemälde des Norwegers.

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Die Weihnachtsleberwurst wird in Aachen nachweislich bereits seit dem neunzehnten Jahrhundert hergestellt. Wir waren 2017 beim Anschnitt und bei der Qualitätsprüfung dabei.

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Die Redewendung „Das ist doch Schnee von gestern“ steht für Dinge oder Ereignisse, die aus einem bestimmten Grund – meist aufgrund zeitlichen Fortschritts – überholt oder uninteressant geworden sind. Die Empfindung, dass etwas Schnee von gestern ist, kann durch eine Weiterentwicklung oder den vollständigen Ersatz durch etwas Neues entstehen. Interessanterweise scheint sich die Zeitspanne, innerhalb deren etwas veraltet, immer mehr zu verkürzen. Technische Neuerungen bewirken seit jeher einschneidende Veränderungen, die sich auch im Alltag wiederfinden. Die mobile und digitale Kommunikation verstärkt dieses Gefühl noch einmal besonders augenfällig, auch durch immer kürzere Innovationszyklen.

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Eine klassische Liaison, ein Paar, das so unzertrennbar miteinander verbunden ist wie Hopfen und Malz. Wir haben Aachener Musiker, DJs, Kneipiers und Musik-Affiniciados gefragt, welches Lied ihnen jeweils zu einer bestimmten Kneipe einfällt – und was sie damit verbinden.

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Wo war früher Aachens Kneipenmeile Nr. 1 in Aachen? Was hat es mit dem Kettenfett auf sich? War war Lennet Kann eigentlich? Und was stand auf dem Schild, das an der Theke im Hauptquartier hing? Antworten hier in der inoffiziellen Aachener Kneipedia, der semi-nostalgischen Wissensdatenbank rund um Pils, Peppie und Popstadl.

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Stadtarchiv Aachen präsentiert Archivalie des Monats Oktober

Als 1970 im Theater Aachen die Uraufführung „Aussatz“ von Bölls gezeigt wird, berichten 50 Theaterkritiker über die Generalprobe und Aufführung in Aachen. Hauptperson des Stücks ist der katholische Priester Bonifatius Christ, der sich selbst tötet, weil er von kirchlichen Instanzen zu Unrecht verdächtigt wird, ein Verhältnis zu einer jungen Frau zu haben.

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F, BEL, USA 2017 | Regie: Jacques Doillon Darsteller: Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele, Bernard Verley, Olivier Cadiot | Start: 31.08.
Das Biopic über den berühmten französischen Bildhauer beginnt in Rodins weitläufigem Atelier und verweilt dort die meiste Zeit. Statt die konventionelle Dramaturgie eines Künstlerfilms abzuhaken, arbeitet Regisseur und Autor Jacques Doillon mit Auslassungen. Als die Handlung im Jahr 1880 einsetzt, bekommt der 40-jährige Rodin (Vincent Lindon) seinen ersten staatlichen Auftrag: ein Hochrelief nach Dantes Göttlicher Komödie, an dem er die folgenden 37 Jahre werkelt. Zentral für den künstlerischen Herstellungsprozess ist Rodins Liaison mit seiner deutlich jüngeren Muse und Schülerin Camille Claudel (Izïa Higelin), die sein Schaffen maßgeblich mitprägt.

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Immer noch kommen zahlreiche junge, unbegleitete Flüchtlinge in Aachen an – auf der Suche nach einem sicheren Leben ohne Krieg und Verfolgung. Um die Integration in unsere Gesellschaft zu vereinfachen und den jungen Menschen Halt und Orientierung bei ihren ersten Schritten zu geben, sind Pflegefamilien eine unentbehrliche Stütze. Daher vermittelt das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann den Kontakt zwischen Geflüchteten und Aachener Familien. Im Moment werden noch Familien oder Lebensgemeinschaften gesucht, welche die spannende Aufgabe annehmen möchten, einen jungen Geflüchteten in ihre Familie zu integrieren und auf ein eigenständiges Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

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Eine der interessantesten und unterbewertetsten Bands der 80er kehrt nach langer Abstinenz auf die Bühne zurück: Im September spielen Shriekback mit achtköpfiger Besetzung live in Maastricht. Aus diesem Anlass ein kurzes, skizzenhaftes Porträt der Band und ein exklusives Interview mit Gründungsmitglied Carl Mash.

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Historisch lässt sich die Entstehung der Gartenanlage Eupener Straße 1947 leicht einordnen, denn es existierten bereits Vorbilder in Aachen. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte es eine wahre Kleingartenschwemme gegeben, mindestens 17 der zwischen 1919 und 1931 entstandenen Anlagen gibt es heute noch auf dem Stadtgebiet. Damals wurden die Brachgelände bewusst an Familien und Frauen der im Krieg dienenden Männer vergeben, denn man wollte ein Aushungern des Volkes verhindern. Die preußische Eisenbahnverwaltung stellte ab 1914 7.000 Morgen bisher landwirtschaftlich und gärtnerisch nicht genutzte Eisenbahnländereien zur Gewinnung von Lebensmitteln zur Verfügung, dies erklärt auch die zahlreichen Gartenanlagen, die man durch das Zugfenster in ganz Deutschland sehen kann.

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Er ist noch da. Zumindest die Erdaufschüttung, die einmal die legendäre Tribüne des Würselener Walls befestigte, und eine einsame Treppe nach oben. Und er ist zwischen die Fronten geraten, denn mindestens drei Gruppen wollen ihn für sich beanspruchen. Für die Anwohner des hochpreisigen Wohngebietes „Alter Tivoli“ bietet er einen Lärmschutz zu Stadion und Autobahn, für die Stadt soll er weiteren lukrativen Baugrund hergeben und die Gruppe „Kulturgut Tivoli erhalten“, die von Aktivisten der Karlsbande Ultras gegründet wurde, setzt sich für den Erhalt von Wall und Treppe ein und möchte diese unter Denkmalschutz stellen lassen. Was ist da los?

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Das Maß ist voll. Der Migrationswelle muss Einhalt geboten werden, der Schwall unverkrampfter Komödien zu diesem Thema gefährdet die schweighöferische Naturlockendominanz deutscher Lichtspielhäuser. In seelenlosen Abzock-Erzeugnissen hat man Blond zu tragen! Wir lachen über Otto & Til, nicht über Key & Peele! Zugegeben, anfangs waren wir noch optimistisch: Oma hatte in einer französischen Komödie lernen können, dass Schwarze nicht nur klauen und Weiße im Rollstuhl schieben. Aber hätten wir diese Komödie damals bloß nie in unser Land gelassen! So aber nahmen wir unzählige unkontrollierte Produktionen auf, alle mit schlimmen Absichten. Elyas M’Barek rief mit Fack Ju Göthe „kanackendeutsch“ zum Gipfel deutschen Humors aus, ehe in „Willkommen bei den Hartmanns“ versucht wurde, derlei Vorurteile ironisch zu brechen.

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Ein paar Eindrücke vom gestrigen Ausflug zum wunderbaren Kimiko Festival 2017. Hof und Park vom Ludwig-Forum sind eine äußerst passende Location, vor den beiden fetten Bühnen ist viel Platz, das ganze ist urgemütlich, das Publikum ist bunt gemischt (hier stimmt das ausnahmsweise mal) und über mangelnde Auswahl an Getränken aller Art kann sich wirklich niemand beschweren. Besonders zauberhaft: Die aufwändig und mit viel Liebe zum Detail selbstgebaute Theke vom Dein Hotel Europa mit bunten Lampions, Lichteffekten in den Bäumen und cooler Deko. Wie überhaupt das gesamte Festival überaus professionell organisiert ist, vom gelungen Design von Plakaten, Karten und Programmübersicht über die informative Website bis hin zur fetten Soundanlage und den beiden Stages, die durchaus auch ein größeres Festival schmücken würden.

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Als ich so über ein Thema für diese Ausgabe sinnierte, hätte ich beinah verpeilt, dass es diese kleine Kolumne diesen Monat tatsächlich schon seit 10 Jahren gibt! Angefangen hat es mit einem Bericht über das Fantasy Filmfest 2007, seitdem wurden sowohl die Filmwelt einiger meist unterschlagener Länder von Peru bis Malaysia unter die Lupe genommen …

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Das Kaleidoskop Filmforum in Aachen präsentiert seit 12 Jahren am Tag des offenen Denkmals, einem Sonntag im September, die Lange Nacht der kurzen Filme. Seit sieben Jahren gesellt sich am Vortag beim Film-/RadParcours ein Kurzfilm-Programm mit Fokus auf das Fahrrad und alternative Mobilität dazu. In diesem Jahr werden beide Veranstaltungen nun unter dem Label „Pocketfestival for Shorts“ zusammengefasst. Termin ist am 9. und 10. September 2017.

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ROM/D/F 2017 | Regie: Călin Peter Netzer | Darsteller: Diana Cavallioti, Mircea Postelnicu, Carmen Tănase, Vasile Muraru, Adrian Titieni, Start: 24.08.
Für sein Melodram „Mutter und Sohn“ erhielt der Rumäne Călin Peter Netzer 2013 den Goldenen Bären der Berlinale. Dieses Jahr präsentierte er sein Liebesdrama „Ana, mon Amour“ ebenfalls im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele. Im Zentrum steht die Liebe zwischen Toma und Ana (Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti), die sich an der Uni kennenlernen. Die junge Beziehung wird bald von Anas heftigen Panikattacken überschattet. Toma umsorgt seine psychisch labile Freundin und den gemeinsamen Sohn Tudor, wobei die Grenzen zwischen Liebe, Obsession und Abhängigkeit verschwimmen …

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Jugendbildungcamp nach langem Tauziehen als Versammlung zugelassen

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Noch lange bevor Hollywood den chinesischen Markt entdeckte, um Blockbuster-Flops in die schwarzen Zahlen zu retten, beriefen sich faule Filmschaffende auf eine andere Zielgruppe, die Cineasten ebenfalls numerisch weit übersteigen: Kinder. Diese sind uns seit jeher nämlich nicht nur körperlich weit unterlegen (ich behaupte, mindestens acht von ihnen ohne nennenswerte Blessuren gleichzeitig ausschalten zu können), sondern auch geistig. Kinder sind anspruchslos. Ähnlich der Katze vor einem Laserpointer geben sich Kinder allein mit grellen Effekten zufrieden.

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Für das Daytripper-Spezial „Endstationen im AVV“ habe ich mir eine hübsche Endhaltestelle östlich von Aachen ausgesucht. Sie trägt den etwas morbide klingenden Namen Schevenhütte Helenasruh, und die Linie 1, die an Wochentagen stündlich und an Wochenenden zweistündlich zwischen Lintert und Schevenhütte verkehrt, bringt mich für schlanke 3,60 Euro hin. Vom Bushof aus dauert die Fahrt nominell eine Stunde und zehn Minuten, also besser vorher nochmal Pipi machen.

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USA/F 2016 | Regie: John Madden | Darsteller: Jessica Chastain, Mark Strong, Gugu Mbatha-Raw | 132 Min. | ab 06.07.2017
Für die meisten ihrer männlichen Kollegen ist Miss Sloane ein Enigma. Als Lobbyistin wickelt sie ihre Gegner um den Finger und ist der Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Als Privatperson lässt sie sich jedoch ebenso wenig in die Karten schauen wie in ihrem Job. Umso mehr überrascht es die Kollegen ihrer Kanzlei, als sie einen lukrativen Auftrag der Waffenlobby ablehnt.

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D 2017 | Regie: Sönke Wortmann | Darsteller: Lucas Gregorowicz, Anna Bederke, Nicholas Bodeux | 92 Min. | ab 29.06.2017
Nicht einmal abgeschminkt hat sich Stefan (Lucas Gregorowicz), als er in den Zug nach Bochum steigt. Der Schauspieler am Münchener Theater sitzt im Fellkostüm mit Bart und Perücke im Abteil und versucht, die Nachricht zu verarbeiten, die ihn kurz zuvor am Telefon ereilte: Sein Vater ist gestorben, plötzlich und ohne Schmerzen, wie ihm der Bestatter versichert. Stefan will seinen Vater am liebsten schnell unter die Erde bringen. Am Dienstag ist ein Vorsprechen für eine Vorabendsoap und überhaupt hält ihn nichts in Bochum, das er einst verließ, um seinen Traum zu verwirklichen. Doch die alte Heimat und die alten Freunde lassen ihn so schnell nicht gehen. Und dann ist da noch Charlie (Anna Bederke), seine Jugendliebe, die er vor zehn Jahren dort sitzen ließ.

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Neuer Aachener Kunstverein – bis 21.05.2017
Der NAK war immer schon gut darin, den Kunstbegriff weitmöglichst zu dehnen, um die provinzielle Enge des Postmodernismus eines Tages im Ausblick auf etwas Neues zu überwinden. Diesmal geht es der Kunst mit Hilfe von Vokuhila, Fußball und halbleeren Wänden an den Kragen.

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Kunsthaus NRW, bis 23.04.2017: Unsere vor gut einem Jahr hier niedergeschriebenen hymnischen Erwartungen an den neuen Chef des Kunsthauses NRW in Kornelimünster haben sich inzwischen eindringlich bestätigt. Die „zartbräunliche Angestaubtheit“ des ehrwürdigen Etablissements hat sich im Laufe eines Jahres tatsächlich zu einem „Kraftplatz ofenfrischer Kunst aus diesem unserem schönen Bundesland“ gewandelt. (Zitate: Moviebeta 12/15)

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Die Designmetropole Aachen, noch immer vom Nachglanz ihres grandiosen Hotel-Total-Projekts beschienen, eröffnet in Zusammenarbeit mit der FH und dem Ludwig Forum eine vorläufig auf ein Jahr angelegte Designabteilung in der zweiten Etage des Forums.

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