Kunst, Kommerz und Wirklichkeit. Ruben Östlund hat sich Großes vorgenommen für seinen neuen Spielfilm. Er konfrontiert die Kunstwelt mit dem wahren Leben. Dass das blutig endet, ist absehbar, dass es leicht ins Didaktische abdriften kann, ebenso. Auch wenn Östlund den Zirkus bisweilen etwas überdeutlich karikiert, weiß er doch über die ausladenden 140 Minuten Laufzeit immer wieder zu überraschen. Er wirft den Chef eines Kopenhagener Museums für moderne Kunst mitten hinein in eine absurde Farce, eine Parade der Eitelkeiten. Christian ist ein Vertreter im Nadelstreifenanzug. Seine Ware ist die Kunst, sein Ziel ist es, sie an ein zahlungskräftiges Publikum zu bringen. Nach Außen wirkt er aalglatt, aber eigentlich hat er keinen Plan. Das wird schnell klar als man ihm in einer ausgefeilten Inszenierung auf der Straße sein Handy und sein Portemonnaie klaut.

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Der Roman „Minority Report“ von Philip K. Dick – und dessen Verfilmung durch Steven Spielberg – zeichneten die Zukunftsvision eines perfekten Staates. In ihm gehört Kriminalität der Vergangenheit an, da die Menschheit einen Weg gefunden hat, zukünftige Taten bereits in der Gegenwart zu verhindern. Diese Vision ist längst nicht mehr reine Utopie. Schon heute arbeiten Einsatzkräfte etwa in Chicago, Paris und Berlin mit Früherkennungssystemen, die eine Vielzahl von Daten auswerten und auf diese Weise potenzielle Verbrechensherde ausmachen. Menschen werden kategorisiert und die Wahrscheinlichkeit einer Straftat ermittelt.

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1989: ein Schicksalsjahr – nicht nur für das Land, in dem Anne (Josefine Preuß) lebt, sondern auch für sie. Ihr Verhältnis zur DDR ist gespalten. Ihre Mutter wurde vor Jahren in den Westen abgeschoben, weil sie für Wolf Biermann auf die Straße ging. Ihr Vater ist ein Duckmäuser, der um seine Anstellung am Ost-Berliner Theater bangt. So bekommt er auch nicht mit, dass Anne schwanger ist. Er weiß noch nicht einmal, dass das Kind von Matti (Marc Benjamin) ist – ausgerechnet dem Sohn seines Erzfeinds Harry (Devid Striesow) am Theater. Matti reagiert nicht gerade euphorisch, als er es von Anne erfährt. Also steht ihr Entschluss fest: sie will rübermachen in den Westen zu ihrer Mutter, zur Not allein.

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Die Brüder Joel und Ethan Coen bereichern seit mehr als drei Jahrzehnten die Filmwelt mit ihren grotesken, tiefschwarzen Geschichten. Den Anfang nahm alles bereits 1984: der Mord, die Intrige, der schwarze Humor – in „Blood Simple“, ihrer kleinen, feinen Hommage an die Klassiker des Film Noir, ist alles bereits ausgelegt. Selbst Frances McDormand ist in der Hauptrolle zu sehen, zwölf Jahre bevor die Coen-Brüder sie zu Oscarehren führten, indem sie ihr die grandiose Hauptrolle in „Fargo“ schrieben. Mit ihrem Meilenstein in Schneeweiß und Blutrot teilt „Blood Simple“ die Stimmung und den Erzählstil. Wie „Fargo“ entführt ihr Frühwerk den Zuschauer in die Abgründe menschlichen Handelns.

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D 2017 | Regie: Nick Baker Monteys | Darsteller: Jürgen Prochnow, Petra Schmidt-Schaller, Suzanne von Borsody | 107 Min., Start: 21.09.
Der 92-jährige Eduard Leander (Jürgen Prochnow) bricht eines Tages einfach auf, sehr zum Schrecken seiner Tochter Uli (Suzanne von Borsody), zu der er sonst kaum Kontakt hat. Doch als sie von seiner plötzlichen Abreise erfährt, schickt sie ihm die Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller) mit auf den Weg. Widerwillig akzeptiert er seinen Anhang, will aber auch ihr nicht verraten, wohin die Reise geht. Es wird eine Reise in Eduards Vergangenheit, die in einem kleinen Ort in der Ukraine verborgen liegt.

1

USA 2017 | Regie: Steven Soderbergh, Darsteller: Channing Tatum, Adam Driver, Daniel Craig, Riley Keough, Katie Holmes, Seth MacFarlane | Start: 14.09.
Eigentlich wollte Steven Soderbergh keine Filme mehr drehen, doch vier Jahre nach seinem Kinoausstieg feiert er mit der Gaunerkomödie „Logan Lucky“ ein Comeback. Und das ist gut so! Soderberghs schrullige Variation auf seinen Blockbuster „Ocean’s 11“ überzeugt mit schrägen Figuren, die einem Skript der Gebrüder Coen entsprungen sein könnten. Die Handlung spielt im Arbeitermilieu von West Virginia, wo die Brüder Jimmy (Channing Tatum) und Clyde Logan (Adam Driver) einen Coup beim NASCAR-Rennen in North Carolina planen. Die Brüder wollen das Rohrpostsystem anzapfen, das Bargeld aus diversen Kassen in einen Safe transportiert. Dafür brauchen sie die Hilfe des Sprengstoffspezis Joe Bang (blondiert: Daniel Craig), der aber dummerweise im Knast sitzt …

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USA, AE 2016 | Regie: James Ponsoldt | Darsteller: Emma Watson, Tom Hanks, Patton Oswalt, Glenne Headly, Bill Paxton, John Boyega | Start: 14.09.
Die junge Mae (Emma Watson) freut sich über ihren neuen Job als Kundenbetreuerin beim angesagten IT-Konzern The Circle, einer Mischung aus Apple, Facebook und Google. Das neuste Gadget des CEOs Eamon Bailey (Tom Hanks) ist die portable, mit dem Internet verbundene Minikamera SeeChange, die eine weltumspannende Überwachung aller Menschen ermöglichen soll. In regelmäßigen Motivationsreden für die Belegschaft verkauft der Visionär seinen Plan als Wohltat an der Menschheit. Denn wer würde schon Schlechtes tun, wenn er beobachtet wird? Mae befürwortet Baileys Idee und stellt sich als Werbegesicht für das neue Firmenprodukt zur Verfügung. Fortan wird sie rund um die Uhr gefilmt und erfährt am eigenen Leib, dass die schöne neue Welt ihres Chefs Schattenseiten hat.

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J/HK/TW 2017 | Regie: Sabu | Darsteller: Chen Chang, Shô Aoyagi, Yi Ti Yao | 129 Min., Start: 14.09.
Sabu ist ein einzigartiger Paradiesvogel unter den Regisseuren Japans. Zur Jahrtausendwende schlug er mit seiner atemlosen Gangsterposse „Monday“ auch bei uns ein und definierte das junge japanische Kino mit. Zwei Dekaden und rund ein Dutzend höchst vielfältige Filme später schließt sich der Kreis nun mit einer ebenso aberwitzigen Genreperle. Mr. Long ist Auftragskiller und stammt eigentlich aus Taiwan. Doch als ein Auftrag in Tokio misslingt, landet er blutverschmiert im verlassenen Teil eines Vororts.

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D 2017 | Regie: Arne Feldhusen Darsteller: Charly Hübner, Annika Meier, Detlev Buck, Marc Hosemann, Bjarne Mädel | 111 Min., Start: 31.08.17 Karl Schmidt (Charly Hübner) hat sein Leben eigentlich wieder im Griff. Nach psychisch labilen Phasen, die ihn letztlich zuerst in die Psychiatrie und anschließend in eine (Anti-)Drogen-WG gebracht haben meistert er seinen Alltag …

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CHI/D/E/USA 2017 | Regie: Sebastián Lelio Darsteller: Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco | 104 Min., Start: 07.09.
Marina und Orlando sind ein tolles Paar. Offen, ehrlich, liebevoll. Der Altersunterschied zwischen ihnen ist kein Problem. Auch nicht Marinas Job als Sängerin in einem Nachtclub, der so völlig gegensätzlich ist zu der Welt, in der sich der erfolgreiche Unternehmer Orlando bewegt. Gemeinsam haben sie sich eine Wohnung eingerichtet und schmieden Urlaubspläne. Doch die Träume werden jäh zerstört, als Orlando plötzlich stirbt und Marina mehr verliert als ihren Partner. Denn seine Familie, die er vor Jahren verließ, schaltet sich ein. Sie behandeln Marina, die einst ein Mann war, wie eine Aussätzige, werfen sie aus der Wohnung und verwehren ihr die Trauer. Doch die junge Frau ist stolz und selbstbewusst. Sie wird nicht kampflos aufgeben.

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F, BEL, USA 2017 | Regie: Jacques Doillon Darsteller: Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele, Bernard Verley, Olivier Cadiot | Start: 31.08.
Das Biopic über den berühmten französischen Bildhauer beginnt in Rodins weitläufigem Atelier und verweilt dort die meiste Zeit. Statt die konventionelle Dramaturgie eines Künstlerfilms abzuhaken, arbeitet Regisseur und Autor Jacques Doillon mit Auslassungen. Als die Handlung im Jahr 1880 einsetzt, bekommt der 40-jährige Rodin (Vincent Lindon) seinen ersten staatlichen Auftrag: ein Hochrelief nach Dantes Göttlicher Komödie, an dem er die folgenden 37 Jahre werkelt. Zentral für den künstlerischen Herstellungsprozess ist Rodins Liaison mit seiner deutlich jüngeren Muse und Schülerin Camille Claudel (Izïa Higelin), die sein Schaffen maßgeblich mitprägt.

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D 2017 | Regie: Soleen Yusef | Darsteller: Mina Özlem Sagdic, Sasun Sayan, Murat Seven | 117 Min., Start: 31.08.2017
Die Geschwister Liya, Jan und Alan leben mit ihrer Mutter Gule in Deutschland. Vor langer Zeit kamen sie aus Kurdistan, nun erwartet die Mutter von ihren erwachsenen Kindern, dass sie sie zurück in die Heimat begleiten. Doch nur Jan kehrt mit seiner Mutter zurück in das Gebiet im Norden des Iraks. Kurz darauf sendet er seinen Geschwistern eine Nachricht: Gule ist gestorben. Sie will in einem kleinen Ort neben dem Vater beerdigt werden. Doch die Familie ist dagegen. Die Gründe dafür verheimlicht Jan seinen Geschwistern. Heimlich stehlen sie den Leichnam und eine Odyssee durch die gewaltige Landschaft beginnt, während weiter im Norden der Islamische Staat erste Städte besetzt.

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F/B 2017 / R: Lucas Belvaux / D: Émilie Dequenne, André Dussollier, Catherine Jacob, Guillaume Gouix / 117 min Die Grande Nation schläft noch, als sich Pauline Duhez auf den Weg zur Arbeit macht. Als Krankenschwester im ambulanten Pflegedienst ist sie immer auf Achse. Als allein erziehende Mutter bleibt ihr keine Zeit für sich. Aber …

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ROM/D/F 2017 | Regie: Călin Peter Netzer | Darsteller: Diana Cavallioti, Mircea Postelnicu, Carmen Tănase, Vasile Muraru, Adrian Titieni, Start: 24.08.
Für sein Melodram „Mutter und Sohn“ erhielt der Rumäne Călin Peter Netzer 2013 den Goldenen Bären der Berlinale. Dieses Jahr präsentierte er sein Liebesdrama „Ana, mon Amour“ ebenfalls im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele. Im Zentrum steht die Liebe zwischen Toma und Ana (Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti), die sich an der Uni kennenlernen. Die junge Beziehung wird bald von Anas heftigen Panikattacken überschattet. Toma umsorgt seine psychisch labile Freundin und den gemeinsamen Sohn Tudor, wobei die Grenzen zwischen Liebe, Obsession und Abhängigkeit verschwimmen …

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USA 2017 | Regie: Valeska Grisebach, Darsteller: Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Viara Borisova, Veneta Fragnova, Detlef Schaich, Start: 24.08.
Mit „Sehnsucht“ etablierte sich Valeska Grisebach als Teil der sogenannten Berliner Schule, deren Vertreter Alltagsbeobachtungen mit einer strengen formalen Gestaltung verbinden. In der Dekade seit der Premiere von „Sehnsucht“ hat sich die Stilrichtung zaghaft dem Genrekino angenähert, worauf schon der Titel des neuen Grisebach-Films verweist: „Western“. Grisebach nutzt Western-Archetypen für eine präzise Annäherung an Männlichkeit und Hierarchien, Sprachbarrieren und Nationalismus. Ein deutscher Arbeitertrupp, die Vorhut für den Bau eines Wasserkraftwerks, erreicht das bulgarische Hinterland.

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JO/NL/D 2016 | Regie: Mahmoud al Massad | Darsteller: Ahmad Thaher, Maher Khammash, Odai Hijazi, 83 Min., Start: 17.08.
Mahmoud al Massad inszenierte mit seiner schlitzohrigen Komödie „Gelobt sei der kleine Betrüger“ eine seltsame Liebeserklärung an seine Heimat und ihre Bewohner. Sein Jordanien ist eine von Korruption durchdrungene Gesellschaft, in der jeder irgendwie versucht durchzukommen. Die einen landen in hohen politischen Ämtern, obwohl sie eigentlich Elektriker werden wollten, die anderen im Knast.

5

F 2017 | Regie: Cédric Klapisch | Darsteller: Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil, 113 Min., Start: 10.08.
Jean ging vor zehn Jahren fort. Als junger Erwachsener hielt er es nicht mehr aus in der elterlichen Enge des familiären Weinguts. Sein Vater hatte seine Zukunft und die seiner zwei jüngeren Geschwister vorbestimmt. Sie sollten einmal die weitläufigen Ländereien erben und die Tradition der Weinlese weitertragen. Doch Jean hatte andere Pläne, wollte die Welt sehen. Nun, mit 30, kehrt er zurück. Sein Vater liegt im Sterben. Seine Geschwister sind hin- und hergerissen zwischen ehrlicher Freude und Wut darüber, dass er es damals nicht für nötig erachtete, zur Beerdigung ihrer Mutter zurückzukommen. Aufopferungsvoll kümmern sie sich um das Weingut.

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USA 2017 | Regie: Nikolaj Arcel | Darsteller: Idris Elba, Tom Taylor, Matthew McConaughey, Katheryn Winnick, Jackie Earle Haley, Abbey Lee, Start: 10.08.
Die Pressevorführungen zu „Der dunkle Turm“ finden Anfang August statt – daher können wir an dieser Stelle nur einen Ausblick liefern. Die Vorproduktion zur Kinoadaption der Stephen-King-Saga „Der dunkle Turm“ dauerte ziemlich lang. Nach einigen Cast-, Regie- und Studiowechseln verpflichtete Sony den Dänen Nikolaj Arcel als Regisseur und vergab die Hauptrolle an Idris Elba („Bastille Day“). King selbst bezeichnet den Romanzyklus als sein Hauptwerk. Die zwischen 1982 und 2011 veröffentlichten acht Bände erzählen die epische Reise des Revolvermanns Roland durch eine zwischen Italowestern und „Herr der Ringe“ aufgespannte Fantasy-Welt.

5

GB/IND 2017 | Regie: Gurinder Chadha, Darsteller: Gillian Anderson, Michael Gambon, Hugh Bonneville, 106 Min., Start: 10.08.
„Die Geschichte schreiben immer die Sieger“ – das Zitat, das Regisseurin Gurinder Chadha ihrer Nacherzählung der historischen Ereignisse um die Unabhängigkeit Indiens voranstellt, gibt stets nur einen Teil der Wahrheit wieder. Die Geschichte wird immer auch vom Volk geschrieben, und das gehört nur selten zu den Gewinnern. Als der Vizekönig Lord Mountbatten und seine Frau 1947 nach Indien kommen, fällt ihnen die unrühmliche Aufgabe zu, das Land nicht nur in die Unabhängigkeit, sondern schließlich auch in die Teilung zu führen.

6

GB 2016 | Regie: Adam Smith | Darsteller: Michael Fassbender, Brendan Gleeson, Lyndsey Marshal, Start: 03.08.
Einmal ein Cutler, immer ein Cutler: Chad (Michael Fassbender) hat keine Wahl, wenn um seine Zukunft geht. Als Teil des Cutler-Clans, einer Sippe von kriminellen Asozialen, lebt er mit seiner Frau Kelly (Lyndsey Marshal) und ihrem siebenjährigen Sohn Tyson in einer Wohnwagensiedlung in der Provinz. Er hat sich mit seinem Leben unter den Fittichen seines Vaters Colby (Brendan Gleeson) abgefunden, aber Kelly nährt in ihm den Traum von einem Leben fernab seines Einflusses. Sie ist die nächtlichen Spritztouren satt, bei denen Chad als Fahrer für die Raubzüge der Gang herhalten muss. Schließlich wird Colby immer unberechenbarer und hetzt die Cops auf ihre Fersen.

11

USA 2017 | Regie: Matt Reeves | Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Judy Greer, Terry Notary, Steve Zahn, Ty Olsson, Start: 03.08.
Kinofans sahen dem 2011 gestarteten Reboot „Planet der Affen: Prevolution“ skeptisch entgegen, denn kein Geringerer als Tim Burton hatte die Kultreihe zehn Jahre zuvor mit seinem misslungenen Remake in Verruf gebracht. Letztlich entpuppte sich Rupert Wyatts Neuanfang jedoch als formidabler Blockbuster, weil er modernste digitale Kinoeffekte gekonnt mit dem Schicksal der Figuren verband. Das Sequel von Matt Reeves („Revolution“) überzeugte ebenfalls als Abenteuer, das seine Spannung aus der Figurenkonstellation bezieht – und nicht wie aktuelle Effektorgien allein aus Schauwerten.

5

GB 2017 | Regie: Sally Potter | Darsteller: Kristin Scott Thomas, Timothy Spall, Patricia Clarkson | 71 Min. | ab 27.07.2017
Janet hat es geschafft: Sie wurde zur Gesundheitsministerin im Schattenkabinett des britischen Unterhauses gewählt. Eigentlich ein Grund zur Freude und Anlass für eine Party. Doch irgendwas stimmt nicht mit ihrem Mann Bill. Er sitzt apathisch auf seinem Sessel, die Jazzplatten auf Anschlag, und leert allein eine Flasche Wein, während Janet das Essen vorbereitet.

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D 2017 | Regie: Tristan Ferland Milewski | voraussichtlich ab 13.07.2017
In seiner Doku „Dream Boat“ zeigt Tristan Ferland Milewski einen ganz besonderen Mikrokosmos. Das titelgebende Traumschiff „Monarch“ bricht jeden Sommer zu einer einwöchigen Kreuzfahrt durchs Mittelmeer auf. So weit, so langweilig. Das Besondere hier ist, dass ausschließlich schwule Männer an Bord gehen, und zwar 3.000 Stück davon. Der Plan: Party!

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POR/F/BRA 2016 | Regie: João Pedro Rodrigues | Darsteller: Paul Hamy, Xelo Cagiao, João Pedro Rodrigues | 117 Min. | ab 13.07.2017
Ein Mann allein inmitten der majestätischen Landschaft im Norden von Portugal. Durch sein Fernglas beobachtet er die artenreiche Vogelwelt der Region, fernab von Zivilisation und Handyempfang. Das wird ihm zum Verhängnis, als sein Boot in Stromschnellen gerät und ihn zwei chinesische Pilgerinnen auflesen, die ihn für den heiligen Antonius halten.

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USA/HUN 2016 | Regie: Scott Hicks. Darsteller: Hermione Corfield, Addison Timlin, Jeremy Irvine, Lola Kirke, Joely Richardson, ab 13.07.2017
Heuer geht dem Jugend-Fantasy-Hype die Puste aus. Nach dem Aus von „Harry Potter“, „Twilight“ und „Panem“ füllt kein neues Franchise die Lücke, ambitionierte Reihen wie „Divergent“ wurden sogar verfrüht abgesetzt. Dieses Schicksal dürfte auch den schon 2014 abgedrehten „Fallen“ ereilen, die Verfilmung des Bestsellers von Lauren Kate.

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USA/J 2016 | Regie: Eleanor Coppola. Darsteller: Diane Lane, Alec Baldwin, Arnaud Viard, 93 Min., ab 13.07.2017
„Paris kann warten“ dürfte wohl als das späteste Spielfilmdebüt in die Filmgeschichte eingehen: Mit 81 Jahren drehte Eleanor Coppola ihren ersten Kinofilm. Bislang war die Frau von Regie-Legende Francis Ford Coppola vor allem als Dokumentarfilmerin tätig, oftmals drehte sie die Hintergrunddokumentationen zu den Filmen ihres Mannes. Am bekanntesten ist wohl ihre Aufzeichnung der entbehrungsreichen Dreharbeiten zu „Apocalypse Now“, treffend betitelt „Hearts of Darkness: A Filmmakerʼs Apocalypse“, die mit zwei Emmys ausgezeichnet wurde.

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USA/F 2016 | Regie: John Madden | Darsteller: Jessica Chastain, Mark Strong, Gugu Mbatha-Raw | 132 Min. | ab 06.07.2017
Für die meisten ihrer männlichen Kollegen ist Miss Sloane ein Enigma. Als Lobbyistin wickelt sie ihre Gegner um den Finger und ist der Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Als Privatperson lässt sie sich jedoch ebenso wenig in die Karten schauen wie in ihrem Job. Umso mehr überrascht es die Kollegen ihrer Kanzlei, als sie einen lukrativen Auftrag der Waffenlobby ablehnt.

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An zehn Tagen verwandelt sich dieses Jahr die Freilichtbühne in ein großes Open-Air-Kino, das ist Rekord. Durch die im letzten Jahr neu eingeführte digitale Kinotechnik ist die Burg zusammen mit dem Partner Apollo-Kino in der Lage, auch aktuelle Filmstarts kurzfristig ins Programm zu nehmen. Im Juli werden zwei Werke gezeigt, die bei den diesjährigen Academy …

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USA 2017 | Regie: Sofia Coppola | Darsteller: Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning, Colin Farrell, Angourie Rice | ab 29.06.2017
Virginia 1864, mitten im Sezessionskrieg: Beim Pilzesammeln entdeckt die zwölfjährige Amy (Oona Laurence) den verwundeten Nordstaaten-Korporal John McBurney (Colin Farrell). Das Mädchen führt ihn in ein Internat, wo neben der Leiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman) und der Lehrerin Edwina (Kirsten Dunst) fünf Schülerinnen leben. Aus Nächstenliebe heraus soll der Soldat gesund gepflegt werden, doch schon die bloße Anwesenheit des Kerls wirbelt das Beziehungsgeflecht auf.

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F/B/LIB 2017 | Regie: Philippe Van Leeuw | Darsteller: Hiam Abbass, Diamand Bou Abbou d, Juliette Navis | 85 Min. | ab 22.06.2017
Die Kamera fährt durch die engen Gänge der verwinkelten Wohnung. Hier, auf wenigen Quadratmetern, wohnen zehn Menschen. Hier sitzen sie fest, denn draußen herrscht Krieg. Die Mutter Oum Yazan harrt mit ihrem Schwiegervater, ihren drei Kindern Yara, Aliya und Yazan und der philippinischen Haushaltshilfe Delhani in ihrer Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses aus. Sie gewähren dem jungen Paar aus der zerstörten Nachbarswohnung, Samir und Halima, und ihrem Baby Zuflucht. Ebenso Yaras Freund Karim, der bei einem Besuch von schweren Gefechten überrascht wurde. Die Isolation zehrt an den Nerven der Bewohner. Regeln sind essentiell, sonst gerät das Leben aller in Gefahr.

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