Der Mensch als Fleisch(fr)esser – exzessiv, gierig und maßlos. Ein bitterböser und äußerst amüsanter, collagenhaft animierter phantasmagorischer Albtraum. Und auch die Veganer bekommen ihr Fett (!) weg.

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Die Geschichte Deutschlands – erzählt und virtuos animiert anhand eines seiner größten Exportschlager: der Wurst. Eine sarkastische und intelligente Parabel, die einen Bogen über mehrere Jahrhunderte spannt.

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Der Wurstverkäufer und die Bäckerin, die ihre Waren an einem kleinen Stand feilbieten, bekommen unerwartet Konkurrenz, als eines Tages ein Großproduzent für seine industriell gefertigten Fleisch- und Backwaren einen glitzernden Laden aufmacht. Temporeiche und mit vielen Gags und Anspielungen gefütterte Animation.

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In der Stadt mit Ausgangssperre stellt bereits die Zubereitung einer einfachen Mahlzeit, in diesem Fall einer Mehlsuppe, eine logistische Herausforderung dar. Da gilt es, einen klaren Plan zu haben – und eine genaue Liste der Zutaten. Absurd-vergnügliche Animation mit knochentrockenem britischem Humor der Off-Stimme Will Self.

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Ein windiger Herbsttag an der niederländischen Küste. Drei kleine Kinder ziehen mit Martinslaternen durch die Straße, um Süßigkeiten zu erbetteln. Und dann ist da noch die Frittenbude am Strand …

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Buenos Aires 1960. Zwei Männer treffen sich in einem Café zum Kaffee. Man erfährt zunächst nichts über den Grund ihres konspirativen Treffens, denn anscheinend leben beide inkognito. Ganz am Ende wird das Rätsel über ihre wahre Identität gelüftet. Raffiniertes psychologisches Kammerspiel nach einer wahren Begebenheit.

11

In der oscargekrönten Dokumentation werden Impressionen aus einer Glasbläserwerkstatt den Aufnahmen industrieller Glas-
produktion gegenübergestellt. Der Kontrast von Handwerk und Maschinenwelt wird auch musikalisch durch den Cool Jazz der 50er versus rhythmische, präkraftwerkeske Sounds unterstützt. Faszinierend unterhaltsam.

14

Ein Tag im Londoner Pub „The Camden Eye“. Das filmische Originalmaterial wurde in Schwarz-Weiß konvertiert und mit bizarren Animationen verfremdet, während der Originalton unverändert zu hören ist.

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Die ältere, alleinlebende Dame hat kein Glück im Lotto. Immer werden die falschen Zahlen gezogen. Dabei ist sie doch finanziell nicht gerade üppig versorgt, hat aber eine illustre Schar an Nachkommen – Kinder, Enkel und Urenkel, die sich sicher über einen kleinen Geldschein per Grußkarte freuen würden. Zeit für den Plan B.

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Der Straßentrompeter Floyd, eigentlich ein sonniges Gemüt, gerät in eine schwere Lebenskrise, als seine Angebetete ihn wegen eines anderen verlässt. Virtuoses und temporeiches Animationskino mit vielen Gags und skurrilen Wendungen.

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D.A.D.D.Y., IR 2010, Spielfilm
Als Foley Artists werden im englischen Sprachraum Leute bezeichnet, die Geräusche in Filmen nachvertonen – Schritte, Straßenlärm, das Klirren eines Glases. Erzählt wird die Geschichte eines Patienten in einem Krankenhaus, dessen Tagesablauf eines Morgens von einer Schar Soundtechniker und Musiker nachvertont wird. Eine geballte Ladung absurden Humors.

47

Emma De Swaef/Marc James Roels, NL 2012, Stop Motion
Der alleinstehende Mittfünfziger Willy muss zur Beerdigung seiner Mutter in ein Nudistencamp, wo sie bis zu ihrem Tod gelebt hat. Das wäre schon vielversprechendes Setting genug, dann sind auch noch alle animierten Figuren komplett aus Wolle gefertigt. Und dann gibt es noch – ohne Übertreibung – eine der bizarrsten Liebesgeschichten, die das Kino jemals gesehen hat.

28

Juan Pablo Zaramella, AR 2011, Pixilation. 6 Min. Die gute alte Glühbirne ist inzwischen auf der Liste der bedrohten Arten gelandet. Aber wie wurde sie früher überhaupt hergestellt? Nun, vermutlich nicht 100 Prozent exakt so, wie in diesem zauberhaften Pixilationsfilm mit Happy End aus Argentinien, der nicht zu Unrecht über 300 Preise eingeheimst hat.

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Es ist eines der letzten und größten ungelösten Rätseln der Menschheit: Warum verhalten sich Katzen so, wie sie sich verhalten? Niemand auf der Welt – und vor allem niemand, der eine Katze länger als 10 Sekunden beobachtet hat, hatte bislang eine befriedigende Antwort parat. Umso bahnbrechender ist daher dieses schonungslose Enthüllungsvideo des renommierten TED-Ed(ucation) Instituts.

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CanCanClub, AR 2010, Stop Motion, 12 Min Eine Stadt an der Küste, erschaffen aus Elektro-„Schrott“ – alten Computertastaturen, Mäusen, Disketten. Die Kulisse für eine kleine, anrührende Geschichte über Liebe und Verlust, liebevoll und aufwändig mit Stop-Motion-Technik animiert.

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Stephen Murphy, GB 2014, Spielfilm, 28 Min Vor genau 100 Jahren, am 31. Juni 1917, begann während des Ersten Weltkrieges die Schlacht im belgischen Ypern. Murphy fokussiert sich in seinem auf 35 Millimeter gedrehten Film exemplarisch auf das Schicksal zweier irischer Cousins und arbeitet in meisterhaft komponierten Tableaus vor allem die psychologische Komponente des Krieges …

28

Rino Stefano Tagliafierro, IT 2014, Animation
Gänzlich aus Gemälden des 19. Jahrhunderts erschaffen und animiert ist „Beauty“ eine magische Reise in Schönheit und Verfall, Jugend und Alter, Liebe, Lust, Hoffnung und Verzweiflung. Die ganz großen Momente und Gefühle des Lebens, verdichtet in zehn Minuten atemberaubender, wunderbarster Animation. Kurz: ein Meisterwerk.

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Wytse Koetse | NL 2015 | Dokumentation | 12:45 Minuten
Auf jeden Einwohner von Amsterdam kommt im Schnitt ein Fahrrad. Frans van der Meer führt in der niederländischen Metropole ein kleines Fahrradreparaturgeschäft mit 90-jähriger Tradition. Sein Laden ist nicht nur eine Institution im Viertel, sondern auch Anlaufstelle für Nachbarn, die mal auf einen Kaffee hereinschauen.

39

Jörn Threlfall, GB 2014, Spielfilm
Eine umgekehrt chronologische Schilderung eines Unfalls?/Verbrechens? in einem Londoner Vorort. In nüchtern dokumentarischen Sequenzen, die jeweils zu einer bestimmten Tageszeit spielen, sieht man Polizeibeamte den Tatort absperren, Nachbarn entlangspazieren und Reinigungsfahrzeuge vorfahren. Erst ganz zum Schluss wird das Rätsel gelöst.

66

Réka Bucsi | HU 2014 | Animation | 9:42 Minuten
Ein episodenartiger, smypahisch durchgeknallter Animationsfilm der Ungarin Réka Busci. Es treten unter anderem auf: Ein Tannen kotzender Fuchs, ein Pinguin in der Oper, angelnde Bären, ein UFO, Tennis spielendene Pferdemenschen und die Affen aus Kubricks 2001, an Laptops sitzend.

7

Joey Bania, NZ 2015, Dokumentarfilm
DIY für Fortgeschrittene: In der Lost Gypsy Gallery, beheimatet in einer abgelegenen Ecke von Neuseeland hat Erfinder, Tüftler und Künstler Blair Somerville eine Sammlung von ungewöhnlichen, skurilen und vor allem selbstgebauten kinetischen Objekten in jahrelanger Arbeit zusammengetragen. Eine bizarre und wunderbare kleine Welt.

40

Réka Bucsi, HU 2014, Animation, 9:42 Minuten
Ein episodenartiger, smypahisch durchgeknallter Animationsfilm der Ungarin Réka Busci. Es treten unter anderem auf: Ein Tannen kotzender Fuchs, ein Pinguin in der Oper, angelnde Bären, ein UFO, Tennis spielendene Pferdemenschen und die Affen aus Kubricks 2001, an Laptops sitzend.

17

Dave Gree, USA 2011, StopMotion
Filme, die fast ausschließlich im Inneren eines Kühlschranks spielen, sind eher rar gesät. Dave Green nimmt in seinem amüsantem „Fridge-Fiction” mit zahlreichen Referenzen die halbe Kinogeschichte aufs Korn und baut noch eine Liebesgeschichte mit ein. Do it, Spaghetti!

33

Victoria Fiore, GB 2015, Dokumentation
Norilsk, nördlichste Großstadt der Welt, in Zentralsibirien gelegen. Die Nickel-Produktion verurscht endlose Schadstoffwolken, Kamine prägen die Skyline. Eisfrei ist es nur kurz im Jahr und im Winter fällt das Thermometer auch schon mal auf minus 50 °C. Trotz dieser lebensfeindlichen Umstände haben viele Einwohnener eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Stadt.

32

Camiel Schouwenaar, NL 2014, Spielfilm, 13:39 Minuten
Als Jeanette eines Morgens erwachte, sah sie sich zu einem riesigen Hasen verwandelt – frei nach Kafka das Setting dieser surreal liebenswürdigen Komödie über falsche Ohren, Psychologen und warum man immer drangehen sollte, wenn die Mutti mal anruft.

53

Anna Mantzaris/Grønmo Bjørnsen, DK 2013, Stop Motion, 10:38 Minuten
Ein Mann mit extremer Scheu vor sozialen Kontakten bekommt Besuch von einem haarigen, tollpatschigen Wesen, das fortan nicht mehr von seiner Seite weicht. Liebevoll animierter und erzählter Stop Motion über Ängste, zarte Annäherungsversuche – und Milch.

104

Alexandru Aurelian Ispas, RO 2013, Spielfilm
Juli 1969: In einem kleinen rumänischen Dorf fiebert man einem Großereignis entgegen, das im Fernsehen übertragen werden soll – der Mondlandung. Ein angenehm lakonisch erzähltes Panoptikum menschlicher und technischer Unzulänglichkeiten.

19

Chintis Lundgren, Estland 2015, Animation, 11:07 Minuten
Hermann H. Rott, Metal hörende und Schach spielende Punk-Ratte bekommt nach einer durchzechten Nacht Besuch von einer aristokratischen, Klavier spielenden Katze. Spontan zieht sie bei ihm ein und krempelt Lifestyle und Wohnung komplett auf links. Kann diese Liaison gutgehen?

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Douwe Dijkstra, NL 2012, Experimentell
Wie konsumieren Blinde einen Film? Was sehen Gehörlose? Wie nehmen wir Film generell war – unter unterschiedlichsten Voraussetzungen? Eine experimentelle und unterhaltsame Collage über Inszenierung und Rezeption von Film.

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