35 Künster demonstrieren die Relevanz von Archäologie für die zeitgenössische Kunst in drei Locations in Maastricht: Van Eyck, Marres und Bureau Europe. Sie entdecken neue, unbekannte Welten, indem sie – wie Archäologen — unter der sichtbaren Oberfläche die zwischenmenschlichen, politischen und sozialen Realitäten freilegen und herausstellen. Ihre Entdeckungen, Geschichten und Installationen befeuern mögliche Interpretationen von …

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Die Spezialität von Cultura Nova in Heerlen ist es seit mittlerweile 27 Jahren, Straßentheater, Performance, Tanz, Akrobatik und Musik zu einem sinnlichen Amalgam zu verschmelzen. Für das „klare nationale und internationale Profil und die erfolgreiche Mischung aus künstlerischem Programm und der Einbeziehung der Gemeinschaft“ wurden die Veranstalter im Mai mit dem EDDE, einem europäischen Siegel für besondere Festivals ausgezeichnet. In diesem Jahr heißt es vom 18. bis 27. August wieder: Auf nach Heerlen!

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Zum dritten Mal lädt das familienfreundliche Festival in den Park des Ludwig Forums, und der Tisch ist musikalisch reichhaltigst gedeckt in diesem Jahr. Besondere stilistische Berührungsängste sind nicht Sache von Kimiko, und so ist auch bei dieser Ausgabe die Bandbreite sehr ordentlich.
Ludwig Forum Aachen, 25.-27.08.2017

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Öfter mal nach Eupen fahren, lautet die Devise. In knapp einer halben Stunde ist man dort (Buslinie 14 der TEC ab Hauptbahnhof), und wer sich bis zum 20. August nicht aufrafft, verpasst die laufende Ausstellung im IKOB, die nicht weniger als grandios ist. Das betrifft nicht nur die ausgestellten Arbeiten, sondern auch deren kluge Präsentation.

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Von einem regelrechten Kunstkrimi ist verschiedentlich die Rede, wenn es um den neusten Coup des Suermondt-Ludwig-Museums geht. Es ist tatsächlich nicht auszuschließen, dass eine gewisse kriminelle Energie hinter der Verschiebung des Werkes „Blumen in einer Wanli-Vase“ von Balthasar van der Ast steckte, das seit 75 Jahren als verschollen galt und nun der Aachener Öffentlichkeit als Rückkauf von sogenannter Beutekunst präsentiert werden kann.

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Raymond Pettibon (bürgerlich Raymond Ginn, * 16. Juni 1957 in Tucson, Arizona) dürfte einigen durch seine Plattencover für Bands wie Sonic Youth und Black Flag bekannt sein. Zugang zur kalifornischen Punkszene hatte er über seinen Bruder Greg Ginn und dessen 1978 gegründetes Label SST Records. Zahlreiche von Pettibons Zeichnungen landeten in der Folge auf Plattencovern, auf Flyern und auf Plakaten. Massenhaft kopiert (im tatsächlichen wie im übertragenen Sinne) wurde so manches seiner Motive zur identitätsstiftenden Stilikone US-amerikanischer Punkästhetik.

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Es ist durchaus legitim, wenn seitens der Freunde des Ludwig Forum und des Museumsdirektors Dr. Andreas Beitin mit Stolz darauf hingewiesen wird, dass Franz Erhard Walther (* 22. Juli 1939 in Fulda) der Aachener Kunstpreis bereits 2016 verliehen wurde, also bevor er den Goldenen Löwen bei der diesjährigen Biennale in Venedig erhielt. Das darf man dann auch ruhig zwei- oder dreimal betonen, beweist es doch, dass die Entscheidung der Jury im Nachhinein, sozusagen in höchster Instanz, noch einmal bestätigt wurde.
„Handlung denken“ ist noch bis zum 29.10.2017 im Ludwig Forum zu sehen.

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Pünktlich zum Grand Départ der Tour 2017, die in der Landeshauptstadt am 1. Juli startet, präsentiert das NRW-Forum eine Sammelausstellung mit Fotoarbeiten von Robert Capa, Laurent Cipriani, Andreas Gursky, Olaf Unverzart, Stephan Vanfleteren und anderen. Sie alle versuchen, sich dem zu nähern, was die Faszination des größten Radsportevents der Welt ausmacht. In zwei größeren Raumeinheiten des Erdgeschosses, mit weißen und gelben Bodenmarkierungen als visuellem Leitfaden ist sie ansprechend inszeniert, allerdings nicht allzu üppig dimensioniert.
Die Ausstellung läuft bis zum 30.07.2017

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Was ist ein Haus? Ein Ort, dafür geschaffen, Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Eine Behausung. Ein Ort zum Leben, im besten Fall ein Ort, wo man sich wohl- und zu Hause fühlt. Und eine Art Haus? Das ist ein Gebäude, das zwar gewisse Ähnlichkeiten mit einem Haus aufweist, bei dem aber einiges anders ist.

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Gewalt, Vergänglichkeit, Versagen. Männliche Rituale und Stereotype in den videografischen Arbeiten von Erik Levine
„As a Matter of Fact“ ist noch bis zum 24.09.2017 im Ludwig Forum Aachen zu sehen.

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Señor Schnu aus Aachen ist im Olymp der Street-Art-Künstler angekommen. Noch bis Ende Mai stellt er in „The Haus“ aus, einem temporären Kunsthappening in Berlin, bei dem 165 internationale Künstler ein altes Bankgebäude mit 10.000 Quadratmetern in ein Kunstwerk verwandeln dürfen. „The Haus“, das im Juni abgerissen wird, erregt weltweit Aufsehen. Trotzdem wird Schnu Ende Mai ausgerechnet ins beschauliche Aachen zurückkehren, um in der Raststätte sein Jubiläum unter dem Motto „10 Jahre Schnummunismus“ zu begehen.

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Neuer Aachener Kunstverein – bis 21.05.2017
Der NAK war immer schon gut darin, den Kunstbegriff weitmöglichst zu dehnen, um die provinzielle Enge des Postmodernismus eines Tages im Ausblick auf etwas Neues zu überwinden. Diesmal geht es der Kunst mit Hilfe von Vokuhila, Fußball und halbleeren Wänden an den Kragen.

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KuK Monschau, bis 02.07.2017: Ohne Zweifel und völlig zu Recht ist John Malkovich jedermanns Lieblingsschauspieler. Der Fotograf Sandro Miller dagegen muss an seinem Fame noch arbeiten. Zwar gilt er unter Artdirectoren als allererste Wahl, wenn es um anspruchsvolle Werbefotografie geht – seinen Vornamen, Sandro, hat er schon lange als internationales Markenzeichen fest etabliert.

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Bis 18.06.2017: Armin Linkes Weltarchiv überwältigt als grenzüberschreitendes Gesamtkunstwerk aus Bild, Ton, skulpturalen Stellflächen und Konzepten im Ludwig Forum.

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Erstmals sind in einer Ausstellung Originalvorskizzen des Aachener Wandmalers Klaus Paier zu sehen. Zudem zeigt das Ludwig Forum bis zum 01.10.2017 Fotos von 17 Arbeiten, die in den 80er und 90er Jahren entstanden, sowie ein Video aus der Zeit, als Paier noch unerkannt bleiben wollte.

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Kunsthaus NRW, bis 23.04.2017: Unsere vor gut einem Jahr hier niedergeschriebenen hymnischen Erwartungen an den neuen Chef des Kunsthauses NRW in Kornelimünster haben sich inzwischen eindringlich bestätigt. Die „zartbräunliche Angestaubtheit“ des ehrwürdigen Etablissements hat sich im Laufe eines Jahres tatsächlich zu einem „Kraftplatz ofenfrischer Kunst aus diesem unserem schönen Bundesland“ gewandelt. (Zitate: Moviebeta 12/15)

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Die Designmetropole Aachen, noch immer vom Nachglanz ihres grandiosen Hotel-Total-Projekts beschienen, eröffnet in Zusammenarbeit mit der FH und dem Ludwig Forum eine vorläufig auf ein Jahr angelegte Designabteilung in der zweiten Etage des Forums.

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Atelierhaus Aachen e. V. im DEPOT, bis 23.04.2017: Der neue, lichtdurchflutete Showroom von „aha“ (Atelierhaus Aachen) wirkt, mit reichlich Fensterflächen und Parkett ausgestattet, gut durchlüftet und vorzeigbar. Auch die Künstler haben die Mieterhöhungen nach dem Umzug in ihr neues Domizil offensichtlich erfolgreich weggesteckt und zeigen durch die Bank Sehenswertes.

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Suermondt-Ludwig-Museum, bis 11.06.2017: Der atmosphärisch aufgeladene Raum ist in mittelalterliche Düsternis getaucht: Von überall und nirgends schwebt Bach’sche Passionsmusik durch den Raum. In diesem Ambiente können die altmeisterlichen Andachtsbilder des Christus mit Dornenkrone und seiner Mater dolorosa ihre kathartische Wirkung bestmöglich entfalten.

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