Falafel trifft auf Kartoffel. Keine Verschmelzung der Aromen, kein harmonisches Miteinander; Karambolage wäre treffender, denn es mangelt nicht an Scherben.
Die geflüchteten Jugendlichen Youssef Abojobbah, Abdullah Alhamad, Mustafa Alzuabidi, Mohammed Baker, Ahmad Ghorbani, Zanyar Hannan, und die Schauspieler Katharina Waldau, Ramon Linde und Karl Walter Sprungala bestechen durch ihr differenziertes und natürliches Spiel, man fühlt sich wie ein Voyeur, durch den schmalen Spalt der nicht ganz zugezogenen Vorhänge in ein fremdes Wohnzimmer lugend.
Zu sehen ist das Stück am 04. und 19.11. im Mörgens Theater.

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20.000 Kostüme schlummern im Fundus des Theater Aachen in Räumen einer alten Fabrik auf dem Gelände des mörgens und warten darauf, wieder zum Einsatz zu kommen. Weiße Blusen und klassische Anzüge haben es da leichter, als ein Kleid, das der Königin der Nacht für eine Produktion auf den Leib geschneidert wurde. Und weil jede Produktion …

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Fortuna und Virtu können herzlich wenig gegen die Macht Amors unternehmen; mag diese noch so grausam und unmoralisch erscheinen, noch so körperlich und oberflächlich, der Sieg ist ihr sicher. Der lustvoll gewissenlose Nero begehrt die schönste Frau Roms, die holde Poppea, die ihrem grausamen Liebhaber in nichts nachsteht. Natürlich, sie begehrt ihn, genauso wie er …

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Vincent ertrinkt. Nicht in seinem geliebten Meer, er ertrinkt in der grausamen Gleichgültigkeit seines Vaters, in dem Strudel der Medikamente gegen sein Tourette-Syndrom, er ertrinkt in der Trauer um seine tote Mutter. Aber vor allem ertrinkt er in seiner inneren Einsamkeit. Einer Einsamkeit, die er mit Marie und Alex teilt, zwei Patienten der psychiatrischen Klinik, in die ihn sein Vater, ein aufstrebender Politiker, gewissenlos abschiebt.
Zu sehen bis zum 15. Oktober 2017 im DAS DA Theater.

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Stadtarchiv Aachen präsentiert Archivalie des Monats Oktober

Als 1970 im Theater Aachen die Uraufführung „Aussatz“ von Bölls gezeigt wird, berichten 50 Theaterkritiker über die Generalprobe und Aufführung in Aachen. Hauptperson des Stücks ist der katholische Priester Bonifatius Christ, der sich selbst tötet, weil er von kirchlichen Instanzen zu Unrecht verdächtigt wird, ein Verhältnis zu einer jungen Frau zu haben.

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„There’s nothing I can do in my life to compensate for the fact that the world would be better without me in it,” sagte Autor Duncan Macmillan in einem Interview mit dem Guardian. Eine düstere Ansicht – betrachtet man jedoch die Menschheitsgeschichte – voll poetischer Schlichtheit. Macmillan ist aber kein Dystopie-Prediger, kein Schwarzmaler, vielmehr ein feiner Beobachter und fanatischer Rechercheur. Seine Aussagen basieren auf klimawissenschaftlichen Erkenntnissen, auf fundierter Nachforschung und Sondierung.
Im Mörgens ist im Herbst 2017 seine Komödie „Atmen“ zu sehen.

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Nach dem ich eine gefühlte Ewigkeit das weiße Blatt auf meinem virtuellen Schreibtisch gedankenverloren angestarrt und die Spiegelung der Außenwelt sowie das Blinken des Eingabezeigers eingehend analysiert habe, sollte ich doch langsam mit der Rezension beginnen. Die Schwierigkeit ist, dieser Text darf, kann keine ordentliche Rezension werden, denn was sollten die Zuschauer erfahren, sei es auch nur einen kleinen Hinweis oder eine Warnung, wenn nicht einmal der vortragende Schauspieler weiß, was auf ihn zukommt. Wiederaufnahme: ab 01. Oktober 2017

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Zur kommenden Spielzeit werden vier Neuzugänge das Ensemble des Theater Aachen bereichern. Wir durften vor den Theaterferien mit Alexander Wanat (25) einen hochmotivierten und nicht minder talentierten Nachwuchsschauspieler vorab kennenlernen. Zum Auftakt wird er ab dem 29. September als der junge Werther in der Kammer zu sehen sein.

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Die Spezialität von Cultura Nova in Heerlen ist es seit mittlerweile 27 Jahren, Straßentheater, Performance, Tanz, Akrobatik und Musik zu einem sinnlichen Amalgam zu verschmelzen. Für das „klare nationale und internationale Profil und die erfolgreiche Mischung aus künstlerischem Programm und der Einbeziehung der Gemeinschaft“ wurden die Veranstalter im Mai mit dem EDDE, einem europäischen Siegel für besondere Festivals ausgezeichnet. In diesem Jahr heißt es vom 18. bis 27. August wieder: Auf nach Heerlen!

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Das traditionelle Sommer-Event, organisiert von Chudoscnik Sunergia bekommt ein Add-on durch ein kleines Weltmusikfest am Freitag, dem 18. August. Ab 18:00 Uhr stehen acht Darbietungen auf drei Bühnen an, darunter das Brüsseler Samba-Jazz-Trio Tupynagroove (BE, BRA), das zwölfköpfige Perkussionsensemble Sysmo (BE) und als Highlight das Bandprojekt Refugees For Refugees, das zehn Künstler aus Syrien, Irak, Pakistan, Afghanistan und Tibet vereint und dessen Album „Amerli“ das Album des Jahres 2016 der Transglobal World Music Charts wurde.

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Michel Houellebecq, einer der umstrittensten Autoren der Gegenwart, ist bühnentauglich geworden. Mehr noch, der provocateur par excellence – er sieht sich selbst als Bettler der Liebe – wird von Bühne zu Bühne gereicht, verstört und wühlt auf, als wäre er der Laplace’sche Dämon, ein kleiner unruhiger Geist, der in Kenntnis unserer Vergangenheit in der Lage ist, die Zukunft zu determinieren. Eine unschöne, von radikal islamischen Werten geprägte Zukunft, in der die Freiheit des Geistes nur noch als vage Erinnerung in den Köpfen der Angepassten lebt.
Wiederaufnahme im September für die Spielzeit 2017/18 im Theater Aachen

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Michael Shermer, amerikanischer Wissenschaftshistoriker und Gründer der Skeptics Society, glaubt an die Selbsttäuschung als eine fest im Gehirn verwurzelte Überlebensfertigkeit. Die Wahrheit klingt aber auch oft wie ein schlechter Scherz. So ist es allzu menschlich, geradezu evolutionär bestimmt, eine Gewissheit, die man schwerlich akzeptieren kann, als Schabernack abzuspeichern, sich zu beruhigen und gleichzeitig eine ordentliche Dosis Dopamin freizusetzen. Tschakka!
Wiederaufnahme im September 2017!

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Rückblende: Wir schreiben das Jahr 1938. New York erzittert unter der Angst vor einer außerirdischen Invasion. Natürlich hat die Presse wieder mal übertrieben, es gab weder Selbstmorde noch Massenpanik, der einzige bleibende Effekt der Erstausstrahlung von „Der Krieg der Welten“ war, dass Orson Welles weltberühmt wurde.
Heute sind wir abgebrüht, abgestumpft, haben zu viel gesehen und gehört, um noch an irdisches Leben zu glauben, geschweige denn an außerirdisches. Doch plötzlich mehren sich die Gerüchte um bizarre Tollwutfälle, hinter vorgehaltener Hand munkelt man von Zombies, das Klinikum Aachen verweigert jede Auskunft. Nur bei Radio Paranoia spricht man offen über die beunruhigenden Ereignisse im schönen Dreiländereck.

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Eine Frage ist ein Wortgefüge mit einer Leerstelle, die darauf wartet, mit einer Antwort ausgefüllt zu werden. Wie weit eine Frage brisant, peinlich, intim oder belanglos ist, bestimmen die Wörter, die diese leere Stelle mit Leben und Bedeutung füllen.
Quizoola! ist im Juni und Juli 2017 in der Kammer des Theaters Aachen zu sehen.

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„Ute, Lappen, DÜSSELDORF!“ Eigentlich ist ja jeder selbst schuld, der sich freiwillig eine Show der drei Hamburger Profi-Torfnasen Schamoni, Strunk und Palminger antut, man kann also kaum Mitleid erwarten – und Unwissenheit schützt auch hier definitiv vor geistiger Verkümmerung nicht. Also Schluss mit dem Gejammer und von vorn: Wer oder was ist Studio Braun? Gute …

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30 Jahre Das Da Theater

„Entweder kommen die Menschen, weil sie uns mögen, oder sie kommen nicht, weil sie uns nicht mögen. Das ist völlig in Ordnung“, sagt Tom Hirtz, Gründer, Regisseur, Intendant und Geschäftsführer des Das Da Theaters.

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Ein furioser Abschied des Generalmusikdirektors Kazem Abdullah! Sinnlich bis schillernd und mit viel Lässigkeit manövriert er das Orchester über die hohen Wogen dieser Straussʼschen Chimäre. In „Ariadne auf Naxos“ lässt Richard Strauss zwei Rivalen aufeinanderprallen, um sie in höchster Vollendung zu vereinen – die erhabene Opera seria und die komische, oft vulgäre buffa. Kazem Abdullah …

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Der 1903 geschriebene „Kirschgarten“ ist das letzte der großen Dramen von Anton Tschechow, deren eminente Bedeutung für die Theatergeschichte mit den Dramen Shakespeares vergleichbar ist. Wie immer bei Tschechow sind die Protagonisten wie gelähmt vom damals en voguen Ennui – der melancholisch gefärbten Langeweile der Reichen und Schönen.

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Sie wollen Holly Golightly kennenlernen? Dann gehen Sie nicht in den Film mit Audrey Hepburn. Truman Capote hat ihn gehasst und vor allem wollte er als Leading Lady nicht die Hepburn, sondern die Monroe. Diese Maßnahme hätte nicht nur den vom Autor gewünschten Hormoncocktail aus Champagner, Amphetamin und einem Hauch naturbeschwipster Nymphomanie ins Spiel gebracht, sondern auch die Tragik seiner Figur, „die kurz in der Zeitung stehen wird, wenn sie am Grunde eines Röhrchens Veronal ihr Ende gefunden hat“.

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Aus dieser Schublade kommt er nicht mehr raus: Thomas Adès mag den Olymp der zeitgenössischen Musik schon zigfach erklommen haben (hat er), er mag Wunderkind gewesen sein, wie er will (ist er; die Oper, um die es hier geht, hat er mit gerade mal 24 geschrieben), sein Leben lang wird es aber Thomas Adès’ Markenzeichen bleiben, den ersten Blowjob der Operngeschichte vertont zu haben.

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Das Erstaunliche an Anne Franks Tagebüchern ist, dass sie trotz aller Schrecknisse unglaublich leichtfüßig, humorig und einfühlsam geschrieben sind.
Ähnlich verhält es sich auch mit den Kakophonien zeitgenössischer Musik. Die vermeintliche Zumutung, aus den Wohlfühlzonen vertrauter Harmoniewelten vertrieben zu werden, wird durch einen beträchtlichen Zugewinn an Freiheit, Abenteuer und musikalischen Erlebnisräumen mehr als ausgeglichen – oder wie es Arnold Schönberg sagte: „Ich fühle Luft von anderen Planeten.“

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Viele Geschichten ranken sich um das Aachener Wasser, heitere und düstere, von Geheimnissen gewürzte kleine Anekdoten, die das unterirdische Kleinod der Kaiserstadt in mitunter mystische Tiefen reißen.
Die Künstler rund um das Theater K, das die Heimatlosigkeit in neue künstlerische Höhen erhob, reihen sich in die lange Liste der Barden, die das feuchte Element – nicht nur das Aachener, wohlgemerkt – seit vielen Jahrhunderten so bewundernswert beseelt lobpreise.

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Erst sind die Lücken winzig klein, im Kopf, mit dem Auge kaum wahrnehmbar, bis sie sich schwarze Löcher gleich ausdehnen und alles Leben um einen herum verschlingen.
Wir blicken mit Entsetzen und Mitleid auf dieses langsame, aber stetige Abgleiten ins Dunkle, aus dem es kein Entkommen gibt, auf diese Krankheit, die nach Alois Alzheimer benannt wurde.

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