Roadkill – Aufzeichnungen eines Untrainierten

Eine Art Haus

Hinter den Toren

Waterloo – Finally facing my Waterloo

Eine fotografische Reise durch die Sperrzone Tschernobyl

„Und plötzlich ist deine Küche in 60 Ländern zu sehen“

Was für ein Auftakt! Unter schäfchenwolkenverziertem, strahlend blauem Himmel präsentiert sich uns der Musik Marathon 2017 in Eupen am ersten Festivaltag ausgesprochen gut: Entspannte Besucher, kuschelige Atmosphäre in der aufgeräumten Eupener Innenstadt und gewohnt abwechslungsreiches Musikprogramm. Die persönlichen MOVIE-Highlights lauten wie folgt: Den Nachmittag eröffnen gekonnt die Shakin‘ Aces aus Aachen mit feinem Surf Rock …

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„Beer Brothers“, das sind René und Helmut Schwichtenberg, Söhne des letzten Degraa-Braumeisters, aufgewachsen über und im kleinen Stehgraa und ihres Zeichens selber Braumeister mit Leib und Seele. Weil es Braumeister heutzutage in Deutschland schwer haben, hat es beide zunächst nach China verschlagen, denn die Chinesen erfreuen sich an deutscher Bierkultur und entfliehen in Bayrischer Brauhausathmosphäre in eine andere Welt, wo man sich mit Stäbchen an Leberkäs mit Spiegelei versucht und dazu eine Maß Bier kippt, während auf der Bühne die Bayrische Blaskapelle Volksmusik zum Besten gibt.

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Señor Schnu aus Aachen ist im Olymp der Street-Art-Künstler angekommen. Noch bis Ende Mai stellt er in „The Haus“ aus, einem temporären Kunsthappening in Berlin, bei dem 165 internationale Künstler ein altes Bankgebäude mit 10.000 Quadratmetern in ein Kunstwerk verwandeln dürfen. „The Haus“, das im Juni abgerissen wird, erregt weltweit Aufsehen. Trotzdem wird Schnu Ende Mai ausgerechnet ins beschauliche Aachen zurückkehren, um in der Raststätte sein Jubiläum unter dem Motto „10 Jahre Schnummunismus“ zu begehen.

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Victoria Fiore, GB 2015, Dokumentation
Norilsk, nördlichste Großstadt der Welt, in Zentralsibirien gelegen. Die Nickel-Produktion verurscht endlose Schadstoffwolken, Kamine prägen die Skyline. Eisfrei ist es nur kurz im Jahr und im Winter fällt das Thermometer auch schon mal auf minus 50 °C. Trotz dieser lebensfeindlichen Umstände haben viele Einwohnener eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Stadt.

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USA/F 2016 | Regie: Raoul Peck | 93 Min. | ab 30.03.2017
James Baldwin war einer der wichtigsten Bürgerrechtler der afroamerikanischen Community und ein wichtiger Vordenker seiner Zeit. Der Schriftsteller kämpfte zeitlebens für die Rechte und Würde seiner Mitmenschen. In dem unvollendeten Buch „Remember This House“ reflektierte Baldwin Ende der Siebziger seinen eigenen Kampf entlang der Biographien dreier unterschiedlicher Mitstreiter: Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King.

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FIN/D 2017 | Regie: Aki Kaurismäki | Darsteller: Kati Outinen, Ville Virtanen, Tommi Korpela | 96 Min. | 30.03.2017
Mit „Die andere Seite der Hoffnung“ liefert der eigenwillige Filmemacher Aki Kaurismäki seine ganz eigene Stellungnahme zur Flüchtlingskrise. Er erzählt die Geschichte aus der Sicht des Syrers Khaled, der über Umwege nach Finnland gelangt, nachdem er seine Schwester an der ungarischen Grenze verlor.

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D 2017 | Regie: André Erkau | Darsteller: Wotan Wilke Möhring, Kostja Ullmann, Michael Wittenborn, Julia Koschitz, Victoria Trauttmansdorff, Anke Engelke | ab 27.04.2017
Oma sagt: Lachen ist die beste Medizin. Von daher erscheint die Idee von Regisseur André Erkau und Autor Gernot Gricksch, das Thema Burnout in eine Komödie zu verpacken, gar nicht verkehrt. Im Fall von „Happy Burnout“ verfehlt die Medizin aber ihre Wirkung, weil die Figuren kaum charakterisiert, sondern mit Klischees getriggert werden.

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USA 2016 | Regie: Jim Jarmusch, Mitwirkende: Iggy Pop, Mike Watt, Danny Fields, Ron & Scott Asheton, Ewan McGregor | ab 27.04.2017
Tom Waits und John Lurie in „Down by Law“, RZA in „Ghost Dog“, äthiopischer Jazz in „Broken Flowers“ – Musik spielt in der Filmographie von Jim Jarmusch seit eh und je eine Hauptrolle, unvergessen ist die Tanzeinlage des Slackers Chris Parker aus dem 1980er-Debütfilm „Permanent Vacation“. „Gimme Danger“ über die Punkrock-Wegbereiter The Stooges ist nun nach „Year of the Horse“ (1997) über Neil Young & Crazy Horse seine zweite Musikdoku.

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USA 2016 | Regie: John Lee Hancock | Darsteller: Michael Keaton, Laura Dern, Nick Offerman | 115 Min. | ab 20.04.2017
Ray Kroc (Michael Keaton) tingelte als Vertreter für Milkshake-Mixer durchs Land, als er auf die Brüder Dick und Mac McDonald (Nick Offerman, John Caroll Lynch) stieß. Sie betrieben ein auf Effektivität ausgerichtetes Hamburger-Restaurant, das Kroc vom Fleck weg faszinierte. Der Traum vom Burgerimperium war entbrannt und Kroc machte sich daran, das Konzept landesweit zu kopieren.

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GB, USA 2016 | Regie: Mick Jackson | Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott, Jack Lowden, Caren Pistorius, Alex Jennings | ab 13.04.2017
Noch perfider als eine Verharmlosung des Holocaust ist wohl die völlige Leugnung des Genozids. Der Brite David Irving ist so ein Geschichtsklitterer: „Ich bin kein Historiker des Holocaust, ich bin ein Historiker Hitlers“, lautet seine entlarvende Selbstdarstellung.

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USA 2016 | Regie: Stephen Gaghan | Darsteller: Matthew McConaughey, Edgar Ramirez, Bryce Dallas Howard, Toby Kebbell, Rachael Taylor, Bruce Greenwood | ab 13.04.2017
Der versoffene Fantast Kenny Wells (Matthew McConaughey) träumt als Prospektor vom fetten Geld, ist aber fast bankrott. Ohne seine liebende Frau Kay (Bryce Dallas Howard) würde wohl gar nichts mehr gehen. Doch im Jahr 1988 gelingt Wells ein echter Coup, als er mit dem Geologen und Abenteurer Michael Acosta (Édgar Ramirez) eine Goldader im indonesischen Regenwald entdeckt.

10

D 2017 | Regie: Jakob Lass | Darsteller: Ella Rumpf, Maria-Victoria Dragus, Enno Trebs, Orce Feldschau, Benjamin Lutzke, Franz Rogowski, Lana Cooper | ab 06.04.2017
Schon die reißerische Kung-Fu-Titelschrift macht klar, dass „Tiger Girl“ kein alltäglicher Film ist. Am Werk ist Regisseur Jakob Lass, dessen Indie-Erfolg mit „Love Steaks“ knapp drei Jahre zurückliegt. Inzwischen kommt das Taschengeld fürs Drehen von offizieller Seite, nämlich von der ehrwürdigen Constantin Film. Glattgebügelt ist der Berlinale-Liebling trotzdem nicht.

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F/GB 2016 | Regie: Ben Wheatley | Darsteller: Sam Riley, Michael Smiley, Armie Hammer | 90 Min. | ab 06.04.2017
Ben Wheatley, der irrwitzige König des abseitigen Britfilms. Der letzte Schatten einer einstmals so vielversprechenden Kinolandschaft, der sich mit Mut zur Sperrigkeit Schubladen widersetzt, seine Filme angenehm hinrotzt, dabei Kinogeschichte inhaliert und auf Konventionen pfeift.

10

USA 2017 | Regie: Mark Pellington | Darsteller: Shirley MacLaine, Amanda Seyfried, Philip Baker Hall | 108 Min. | ab 13.04.2017
Oh, Shirley. Nicht wenige haben sich in dich verliebt. Billy Wilder etwa, der dich immer wieder besetzte, als „Mädchen Irma la Douce“ oder in dem Meisterwerk „Das Appartement“ an der Seite von Jack Lemmon, der dir deinen Oscar einbrachte – im Komödienfach eine Rarität.

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