Ein Riese in der Krise – Schmuckstück Bushof

King Kong soll es richten

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Kneipen & Musik

Die Kneipen–Enzyklopädie

L’incoronazione di Poppea

Wie der Titel andeutet, der frei übersetzt die Stunde/Zeit der Ausgrabung bedeutet, kann man Hiroki Tsukudas Werk als Versuchsfeld verstehen, auf dem in einer wilden Achterbahnfahrt durch die Kulturgeschichte Versatzstücke aus Architektur, Kunst, Grafik, Popkultur und vielem anderen remixt werden. Als Resultat präsentiert Tsukuda grafisch-fotografische Tableaus von wissenschaftlicher Akkuratesse, die jedoch bei genauer Betrachtung selbst …

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Waltraud Nießen, die für einen Großteil der Programmauswahl und alles Organisatorische in der Raststätte zuständig ist, legt diese Verantwortung in Kürze in die Hände eines Teams. Zusammen mit ungezählten Sympathisanten hat sie in den vergangenen elf Jahren dafür gesorgt, dass die Raststätte für tausende von Besuchern und zahllose Künstler zu einer zweiten Heimat wurde. Ein Grund, einmal zurück, aber auch nach vorne zu blicken.

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Immer noch kommen zahlreiche junge, unbegleitete Flüchtlinge in Aachen an – auf der Suche nach einem sicheren Leben ohne Krieg und Verfolgung. Um die Integration in unsere Gesellschaft zu vereinfachen und den jungen Menschen Halt und Orientierung bei ihren ersten Schritten zu geben, sind Pflegefamilien eine unentbehrliche Stütze. Daher vermittelt das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann den Kontakt zwischen Geflüchteten und Aachener Familien. Im Moment werden noch Familien oder Lebensgemeinschaften gesucht, welche die spannende Aufgabe annehmen möchten, einen jungen Geflüchteten in ihre Familie zu integrieren und auf ein eigenständiges Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

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Am 9. Juni hatte die Initiative „Aachen containert“ allen Grund zur Freude: Der Prozess gegen zwei Containerer aus Aachen wurde eingestellt, nachdem sich über 126.000 Menschen aus ganz Deutschland an der Unterschriftenaktion „Containern ist kein Verbrechen“ beteiligt hatten. Keine zwei Wochen später wurde Niklas E. beim Retten von Lebensmitteln verhaftet. Jetzt läuft eine Anzeige wegen besonders schweren Diebstahls gegen den jungen Idealisten.

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Das Thema „letzter Bus / letzte Haltestelle“ hat ja etwas vom metaphysischen Übergang in eine andere Welt, wiewohl es auch eine nur allzu reelle Panik vor dem Verpassen spiegelt, was mir schon des Öfteren passiert ist, vor allem auch bei Zügen. Auf Film bezogen, fielen mir dazu konkret erst einmal zwei Szenen ein und nicht direkt komplette Filme.

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Stephen Murphy, GB 2014, Spielfilm, 28 Min Vor genau 100 Jahren, am 31. Juni 1917, begann während des Ersten Weltkrieges die Schlacht im belgischen Ypern. Murphy fokussiert sich in seinem auf 35 Millimeter gedrehten Film exemplarisch auf das Schicksal zweier irischer Cousins und arbeitet in meisterhaft komponierten Tableaus vor allem die psychologische Komponente des Krieges …

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Eins mal vorweg: Ich wollte nicht nach Mariaweiler. Aber ich war dort. Wohin ich wollte, das war Morschenich. Dort bin ich allerdings nicht gewesen. Und das kam so.
Oder sollte ich erst einmal erzählen, warum ich nach Morschenich wollte? Ich hatte mir gedacht, ich könnte meinen Ausflug zu einer Endstation des AVV nutzen, um in diesem kleinen Ort vorbeizuschauen, der dem Tagebau Hambach zum Opfer fallen soll. Ich wollte mir ein Bild davon machen, ob bereits alle Menschen umgesiedelt wurden und vielleicht auch noch einmal beim Hambacher Forst vorbeigehen. Ich hatte jedoch nicht geahnt, dass diese Endstation so weit am Ende liegt, dass sie dank meiner Planungsinkompetenz, was Reisen anbelangt (ja, 38 Kilometer sind eine „Reise“), für mich an diesem Samstag unerreichbar bleiben sollte.
Und das kam so.

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Die Marmeladenfabrik rund um Nic Knatterton war wieder produktiv – und heraus kam die EP „Konfitüre“, die kürzlich auf 3st&dreckig erschien. Wie gewohnt im Reggae-Gewand kommen die fünf Stücke daher, die auf Basis der durch die breite Instrumentierung erzeugten Klangvielfalt gewohnt gesellschaftskritische Themen transportieren. Hierbei entsteht unter Verwendung von diversen Drums, Bass, Gitarre, Piano- bzw. Orgelelementen und Saxophonpassagen sowie durch den jazzig anmutenden Begleitgesang ein funkiger, sommerlicher Sound – durchaus nicht weit entfernt von Mono & Nikitamans frühen Werken.

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Öfter mal nach Eupen fahren, lautet die Devise. In knapp einer halben Stunde ist man dort (Buslinie 14 der TEC ab Hauptbahnhof), und wer sich bis zum 20. August nicht aufrafft, verpasst die laufende Ausstellung im IKOB, die nicht weniger als grandios ist. Das betrifft nicht nur die ausgestellten Arbeiten, sondern auch deren kluge Präsentation.

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Klotz, Schmalohr, Imhof, Berretz – Gesang, Drums, Bass, Gitarre. So viel zum Wesentlichen. Die Protagonisten der folgenden Plattenkritik sind in Aachen keinesfalls Unbekannte – umso spannender ist es, nun endlich das Debütalbum der vier in der Hand zu halten, das dieser Tage auf dem Aachener Label Rockstar Records erschien. Das gute Stück bietet, abgesehen vom …

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Für das Daytripper-Spezial „Endstationen im AVV“ habe ich mir eine hübsche Endhaltestelle östlich von Aachen ausgesucht. Sie trägt den etwas morbide klingenden Namen Schevenhütte Helenasruh, und die Linie 1, die an Wochentagen stündlich und an Wochenenden zweistündlich zwischen Lintert und Schevenhütte verkehrt, bringt mich für schlanke 3,60 Euro hin. Vom Bushof aus dauert die Fahrt nominell eine Stunde und zehn Minuten, also besser vorher nochmal Pipi machen.

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Von einem regelrechten Kunstkrimi ist verschiedentlich die Rede, wenn es um den neusten Coup des Suermondt-Ludwig-Museums geht. Es ist tatsächlich nicht auszuschließen, dass eine gewisse kriminelle Energie hinter der Verschiebung des Werkes „Blumen in einer Wanli-Vase“ von Balthasar van der Ast steckte, das seit 75 Jahren als verschollen galt und nun der Aachener Öffentlichkeit als Rückkauf von sogenannter Beutekunst präsentiert werden kann.

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Unter Schweine-Bingo konnte ich mir bis dato nichts vorstellen, also habe ich mir das mal im Biergarten der WG angeschaut. Die Bingoregeln sind so weit bekannt, aber wo kommt das Schwein ins Spiel? An diesem Abend nirgends, wie sich herausstellte, denn ich geriet just in eine vom AVV gesponserte Sonderveranstaltung und das Schweinekostüm, das üblicherweise zum Einsatz kommt, wurde durch eine Stewardessenuniform ersetzt. Das ist genau so sinnfrei wie alles andere an diesem Event.

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Etienne Vercouter aus Brüssel sammelt Postkarten mit Architekturaufnahmen von Ferieneinrichtungen, Kinderheimen, Krankenhäusern, Sanatorien, Hotels und Schwimmbädern. Viele der Gebäude existieren heute nicht mehr. Über 1.000 Motive von rund 40 Locations haben mittlerweile den Weg auf seine Website „Back in Time“ gefunden, die er seit 2008 betreibt. Eine beeindruckende Bildersammlung von Bauten, die größtenteils in den 1930er bis 1950er Jahren entstanden sind. Wir haben mit Etienne über seine Motivation, Architekturstile und die Rückseiten der Karten gesprochen.

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