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Wurst malen, nicht essen

Die Wurstchroniken

Ein Riese in der Krise – Schmuckstück Bushof

King Kong soll es richten

Stadtarchiv Aachen präsentiert Archivalie des Monats Oktober

Als 1970 im Theater Aachen die Uraufführung „Aussatz“ von Bölls gezeigt wird, berichten 50 Theaterkritiker über die Generalprobe und Aufführung in Aachen. Hauptperson des Stücks ist der katholische Priester Bonifatius Christ, der sich selbst tötet, weil er von kirchlichen Instanzen zu Unrecht verdächtigt wird, ein Verhältnis zu einer jungen Frau zu haben.

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Nach dem Eröffnungswochenende im September mit seinem ambitionierten Veranstaltungskanon spricht jetzt nur noch die (bildende) Kunst im Ludwig Forum. Die Reste einer Performance (vier Säcke Zement?) zieren noch als schöner Nachhall die Mulde, die ansonsten unbespielt bleibt. Sollte es sich bei dem Baustoff wider Erwarten doch um Kunst handeln, schreibe ich im nächsten Heft eine Richtigstellung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18.02.2018 zu sehen.

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Karl Otto Götz, am 22. Februar 1914 in Burtscheid geboren, starb am am 19. August 2017 im Alter von 103 Jahren. Er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Maler der Nachkriegszeit und als Pionier der gegenstandslosen Malerei.
Der Verein Burtscheider Heimatfreunde e. V. möchte den in Burtscheid geborenen Künstler mit einer Gedenktafel ehren. Bis zum 13. Oktober 2017 gibt es in der Sparkasse in Burtscheid Arbeiten aus Privatsammlungen zu besichtigen.

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„There’s nothing I can do in my life to compensate for the fact that the world would be better without me in it,” sagte Autor Duncan Macmillan in einem Interview mit dem Guardian. Eine düstere Ansicht – betrachtet man jedoch die Menschheitsgeschichte – voll poetischer Schlichtheit. Macmillan ist aber kein Dystopie-Prediger, kein Schwarzmaler, vielmehr ein feiner Beobachter und fanatischer Rechercheur. Seine Aussagen basieren auf klimawissenschaftlichen Erkenntnissen, auf fundierter Nachforschung und Sondierung.
Im Mörgens ist im Herbst 2017 seine Komödie „Atmen“ zu sehen.

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Michael Shermer, amerikanischer Wissenschaftshistoriker und Gründer der Skeptics Society, glaubt an die Selbsttäuschung als eine fest im Gehirn verwurzelte Überlebensfertigkeit. Die Wahrheit klingt aber auch oft wie ein schlechter Scherz. So ist es allzu menschlich, geradezu evolutionär bestimmt, eine Gewissheit, die man schwerlich akzeptieren kann, als Schabernack abzuspeichern, sich zu beruhigen und gleichzeitig eine ordentliche Dosis Dopamin freizusetzen. Tschakka!
Wiederaufnahme im September 2017!

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Das seit 35 Jahren existierende Festival hat sich über die Jahre zum bedeutendsten Kulturfestival der Niederlande entwickelt. Musik verschiedener Epochen ist der Fokus – in diesem Jahr mit Werken unter anderem von Joseph Haydn, Jean Sibelius, Gustav Mahler, Henryk Górecki, Johannes Brahms und Georg Philipp Telemann. Eingerahmt werden die Konzerte durch Veranstaltungen aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Tanz und Film (im Lumière). Vom 14.-17.09.2017 in Maastricht.

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Das Thema „letzter Bus / letzte Haltestelle“ hat ja etwas vom metaphysischen Übergang in eine andere Welt, wiewohl es auch eine nur allzu reelle Panik vor dem Verpassen spiegelt, was mir schon des Öfteren passiert ist, vor allem auch bei Zügen. Auf Film bezogen, fielen mir dazu konkret erst einmal zwei Szenen ein und nicht direkt komplette Filme.

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Stephen Murphy, GB 2014, Spielfilm, 28 Min Vor genau 100 Jahren, am 31. Juni 1917, begann während des Ersten Weltkrieges die Schlacht im belgischen Ypern. Murphy fokussiert sich in seinem auf 35 Millimeter gedrehten Film exemplarisch auf das Schicksal zweier irischer Cousins und arbeitet in meisterhaft komponierten Tableaus vor allem die psychologische Komponente des Krieges …

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Eins mal vorweg: Ich wollte nicht nach Mariaweiler. Aber ich war dort. Wohin ich wollte, das war Morschenich. Dort bin ich allerdings nicht gewesen. Und das kam so.
Oder sollte ich erst einmal erzählen, warum ich nach Morschenich wollte? Ich hatte mir gedacht, ich könnte meinen Ausflug zu einer Endstation des AVV nutzen, um in diesem kleinen Ort vorbeizuschauen, der dem Tagebau Hambach zum Opfer fallen soll. Ich wollte mir ein Bild davon machen, ob bereits alle Menschen umgesiedelt wurden und vielleicht auch noch einmal beim Hambacher Forst vorbeigehen. Ich hatte jedoch nicht geahnt, dass diese Endstation so weit am Ende liegt, dass sie dank meiner Planungsinkompetenz, was Reisen anbelangt (ja, 38 Kilometer sind eine „Reise“), für mich an diesem Samstag unerreichbar bleiben sollte.
Und das kam so.

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Die Marmeladenfabrik rund um Nic Knatterton war wieder produktiv – und heraus kam die EP „Konfitüre“, die kürzlich auf 3st&dreckig erschien. Wie gewohnt im Reggae-Gewand kommen die fünf Stücke daher, die auf Basis der durch die breite Instrumentierung erzeugten Klangvielfalt gewohnt gesellschaftskritische Themen transportieren. Hierbei entsteht unter Verwendung von diversen Drums, Bass, Gitarre, Piano- bzw. Orgelelementen und Saxophonpassagen sowie durch den jazzig anmutenden Begleitgesang ein funkiger, sommerlicher Sound – durchaus nicht weit entfernt von Mono & Nikitamans frühen Werken.

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Öfter mal nach Eupen fahren, lautet die Devise. In knapp einer halben Stunde ist man dort (Buslinie 14 der TEC ab Hauptbahnhof), und wer sich bis zum 20. August nicht aufrafft, verpasst die laufende Ausstellung im IKOB, die nicht weniger als grandios ist. Das betrifft nicht nur die ausgestellten Arbeiten, sondern auch deren kluge Präsentation.

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Klotz, Schmalohr, Imhof, Berretz – Gesang, Drums, Bass, Gitarre. So viel zum Wesentlichen. Die Protagonisten der folgenden Plattenkritik sind in Aachen keinesfalls Unbekannte – umso spannender ist es, nun endlich das Debütalbum der vier in der Hand zu halten, das dieser Tage auf dem Aachener Label Rockstar Records erschien. Das gute Stück bietet, abgesehen vom …

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Für das Daytripper-Spezial „Endstationen im AVV“ habe ich mir eine hübsche Endhaltestelle östlich von Aachen ausgesucht. Sie trägt den etwas morbide klingenden Namen Schevenhütte Helenasruh, und die Linie 1, die an Wochentagen stündlich und an Wochenenden zweistündlich zwischen Lintert und Schevenhütte verkehrt, bringt mich für schlanke 3,60 Euro hin. Vom Bushof aus dauert die Fahrt nominell eine Stunde und zehn Minuten, also besser vorher nochmal Pipi machen.

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Von einem regelrechten Kunstkrimi ist verschiedentlich die Rede, wenn es um den neusten Coup des Suermondt-Ludwig-Museums geht. Es ist tatsächlich nicht auszuschließen, dass eine gewisse kriminelle Energie hinter der Verschiebung des Werkes „Blumen in einer Wanli-Vase“ von Balthasar van der Ast steckte, das seit 75 Jahren als verschollen galt und nun der Aachener Öffentlichkeit als Rückkauf von sogenannter Beutekunst präsentiert werden kann.

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