Der Reservist – Arbeiten im 21. Jahrhundert

Knopfgeschichten

Kurzfilm: Cafe Babel

Glörfelds Filme aus der zweiten Reihe – Todesstille

„Orhan ist der Häuptling“

Die letzte Schirmherrin

Westworld

Frankenberger, Burtscheider, Brander und Südviertel kommen auf den Teller – als Bratwurst. Dabei ist jede der frischen Wurstsorten aus garantiert regionalem Fleisch und mit jeweils einer anderen Gewürzkomposition abgerundet.

So weit die Idee von Philipp Wolters, Doktor der Technikkommunikation. Das Ganze noch garniert mit den neuen Errungenschaften der Technik – vorbestellt werden soll die Wurst auf der Website mywürstchen.de, tags darauf soll sie beim Metzgermeister der Wahl abgeholt werden. Indes: Durchgesetzt hat sich die in der Aachener Gründerszene hochgelobte Idee bislang nicht. Woran liegt’s? Am Geschmack jedenfalls nicht, beteuert Wolters, der die Rezeptideen aus Kanada mitgebracht hat, wohin seine Eltern ausgewandert sind.

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Wenn Patricia Yasmine Graf etwas brutzelt, dann wird es etwas Großes. Im Frühjahr 2017 wurde die designmetropole aachen dann auch mit dem „CREATIVE.Spaces“-Award ausgezeichnet. Am Donnerstag laden die Netzwerker zum Finale der Roadshow, bei der sich die Gewinnernetzwerke gegenseitig besuchen. Interessierte können bei dem spannenden Programm und dem anschließenden „design„er“saufen“ dabei sein.

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Als hätte er es geahnt: Justement als wir beschlossen, die nächste MOVIE-Ausgabe der Wurst zu widmen, bombte ein Künstler eine Serie von Wurstbildern an die Wände der Stadt. Die Szene rätselte, wer sich hinter dem Symbol verbirgt. Über Umwege machten wir ihn ausfindig. HNRX, ein junger Künstler aus Österreich, hatte Aachen auf der Durchreise gestreift und sein Markenzeichen hinterlassen. Weil ihm – allen Unkenrufen zum Trotz – unsere Kleinstadt an der Grenze zu Holland und Belgien gefiel, kam er wieder, um zwei Fassaden mit seinen Werken zu veredeln. Wir haben ihm Asyl angeboten.

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

„Opa wurde 100jährig, stets trank er Degraa obergärig.“ Den alten Werbespruch kann in Aachen jeder herunterbeten. Er ist ja auch zu schön. Dennoch scheint angezeigt, die Geschichte dieser und anderer Allgemeinplätze zum Thema Biergenuss einmal historisch präzise zu verorten. Das dachte man sich auch im Neuen Stadtmuseum am Katschhof und schritt mutig zur Tat, denn lang und reich ist sie, die Aachener Geschichte vom Bier und vom Brauen, und das Unterfangen kein einfaches. Bei den hunderten von Ausstellungsstücken, vom Bierdeckel bis zum Zapfhahn und vom Flaschenetikett bis zum Barhocker, die für die Ausstellung „Bier & Wir“ zusammengetragen wurden, drängt sich zunächst die Frage auf, woher das alles stammt, was da im Oktober im Centre Charlemagne seinen Platz finden soll.
Wer noch nicht dort war, kann es noch schaffen: Die Ausstellung wurde bis zum 08. April 2018 verlängert.

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Der Filmkünstler Kahlil Joseph aus Los Angeles wird oft in einem Atemzug mit Stars wie Kendrick Lamar, Beyoncé und FKA twigs genannt. Bekannt wurde der 36-Jährige als Regisseur von Musikvideos. Seit einigen Jahren entdeckt er jedoch die Kunstszene für sich, wo er seine Ideen möglichst uneingeschränkt umsetzen kann. Nachdem seine Werke unter anderem im New Museum of Contemporary Art in New York und der Londoner Tate Modern zu sehen waren, findet nun seine erste Einzelausstellung in Europa im Bonnefantenmuseum statt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die schwarze Gemeinschaft und ihre Kultur.

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Drei der fünf großen Ausstellungen, die im KuK 2018 zu sehen sein werden, haben einen direkten Bezug zu Europa oder zu europäischen Themen. Hochkarätig sind sie alle. Den Auftakt macht eine Amerikanerin. Jessica Lange, mehrfache Gewinnerin aller wichtigen Film-Awards, ist folgerichtig eher als Schauspielerin denn als Fotografin bekannt. Das KuK schickt sich nun an, das in der StädteRegion zu ändern, und versammelt 132 ihrer Arbeiten unter dem Titel „Unseen“. Vernissage 18. Februar.

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Film

Liebe Leser,
8. Acht. Fast and the Furious 8. Lassen Sie das einen kurzen Moment sacken. Längst hat die Fast-and-the-Furious-Reihe alle Bewertungsmaßstäbe hinter sich gelassen. Dachten die ersten drei Teile noch, sie seien echte Kinofilme, ist inzwischen nicht mehr klar, ob und wann zwischen Meta-Proleten-Satire und Kunstinstallation oszilliert wird:

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Das „Festival des Deutschen Psychotronischen Films“ wurde 1999 in Bochum gegründet und findet dieses Jahr bereits zum 19. Mal statt (05.-09.04.2017). Ziel der Macher ist es, eine neue Perspektive auf die mancherorts immer noch übel beleumundete deutsche Kinogeschichte zu ermöglichen: Dazu werden aus allen denkbaren Dekaden sowohl außergewöhnliche, meist vergessene „Ausreißer“ des Filmbetriebs ausgegraben als auch exemplarische Beispiele des deutschen Genre-Kinos wiederaufgeführt.

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Chintis Lundgren, Estland 2015, Animation, 11:07 Minuten
Hermann H. Rott, Metal hörende und Schach spielende Punk-Ratte bekommt nach einer durchzechten Nacht Besuch von einer aristokratischen, Klavier spielenden Katze. Spontan zieht sie bei ihm ein und krempelt Lifestyle und Wohnung komplett auf links. Kann diese Liaison gutgehen?

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Douwe Dijkstra, NL 2012, Experimentell
Wie konsumieren Blinde einen Film? Was sehen Gehörlose? Wie nehmen wir Film generell war – unter unterschiedlichsten Voraussetzungen? Eine experimentelle und unterhaltsame Collage über Inszenierung und Rezeption von Film.

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USA/F 2016 | Regie: Raoul Peck | 93 Min. | ab 30.03.2017
James Baldwin war einer der wichtigsten Bürgerrechtler der afroamerikanischen Community und ein wichtiger Vordenker seiner Zeit. Der Schriftsteller kämpfte zeitlebens für die Rechte und Würde seiner Mitmenschen. In dem unvollendeten Buch „Remember This House“ reflektierte Baldwin Ende der Siebziger seinen eigenen Kampf entlang der Biographien dreier unterschiedlicher Mitstreiter: Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King.

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FIN/D 2017 | Regie: Aki Kaurismäki | Darsteller: Kati Outinen, Ville Virtanen, Tommi Korpela | 96 Min. | 30.03.2017
Mit „Die andere Seite der Hoffnung“ liefert der eigenwillige Filmemacher Aki Kaurismäki seine ganz eigene Stellungnahme zur Flüchtlingskrise. Er erzählt die Geschichte aus der Sicht des Syrers Khaled, der über Umwege nach Finnland gelangt, nachdem er seine Schwester an der ungarischen Grenze verlor.

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D 2017 | Regie: André Erkau | Darsteller: Wotan Wilke Möhring, Kostja Ullmann, Michael Wittenborn, Julia Koschitz, Victoria Trauttmansdorff, Anke Engelke | ab 27.04.2017
Oma sagt: Lachen ist die beste Medizin. Von daher erscheint die Idee von Regisseur André Erkau und Autor Gernot Gricksch, das Thema Burnout in eine Komödie zu verpacken, gar nicht verkehrt. Im Fall von „Happy Burnout“ verfehlt die Medizin aber ihre Wirkung, weil die Figuren kaum charakterisiert, sondern mit Klischees getriggert werden.

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USA 2016 | Regie: Jim Jarmusch, Mitwirkende: Iggy Pop, Mike Watt, Danny Fields, Ron & Scott Asheton, Ewan McGregor | ab 27.04.2017
Tom Waits und John Lurie in „Down by Law“, RZA in „Ghost Dog“, äthiopischer Jazz in „Broken Flowers“ – Musik spielt in der Filmographie von Jim Jarmusch seit eh und je eine Hauptrolle, unvergessen ist die Tanzeinlage des Slackers Chris Parker aus dem 1980er-Debütfilm „Permanent Vacation“. „Gimme Danger“ über die Punkrock-Wegbereiter The Stooges ist nun nach „Year of the Horse“ (1997) über Neil Young & Crazy Horse seine zweite Musikdoku.

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USA 2016 | Regie: John Lee Hancock | Darsteller: Michael Keaton, Laura Dern, Nick Offerman | 115 Min. | ab 20.04.2017
Ray Kroc (Michael Keaton) tingelte als Vertreter für Milkshake-Mixer durchs Land, als er auf die Brüder Dick und Mac McDonald (Nick Offerman, John Caroll Lynch) stieß. Sie betrieben ein auf Effektivität ausgerichtetes Hamburger-Restaurant, das Kroc vom Fleck weg faszinierte. Der Traum vom Burgerimperium war entbrannt und Kroc machte sich daran, das Konzept landesweit zu kopieren.

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GB, USA 2016 | Regie: Mick Jackson | Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott, Jack Lowden, Caren Pistorius, Alex Jennings | ab 13.04.2017
Noch perfider als eine Verharmlosung des Holocaust ist wohl die völlige Leugnung des Genozids. Der Brite David Irving ist so ein Geschichtsklitterer: „Ich bin kein Historiker des Holocaust, ich bin ein Historiker Hitlers“, lautet seine entlarvende Selbstdarstellung.

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