Endspiel um den Würselener Wall

Raststätte: The Next Generation

Shriekback – In an Ocean of the Senses

Vom Hölzchen aufs Stöckchen

Wie die Gärten nach Aachen kamen

Impressionen vom Kimiko-Festival 2017

Parallel zur Vernissage des Fotografen Richard Kalvar beginnt im Monschauer KuK eine neue Ausstellungsreihe mit fotografischen Arbeiten der Gruppe SHIFT, ambitionierter Fotografen der Region. Den Anfang macht Marco Rose vom 17.09. bis 08.10.2017. Gabor Baksay hat ein Interview mit ihm geführt.

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Mit „Earthlings“ präsentiert das KUK der StädteRegion bereits die vierte hochkarätige Ausstellung in diesem Jahr, die der künstlerischen Fotografie gewidmet ist. Der 1944 in New York geborene Fotograf Richard Kalvar ging 1966 nach Literaturstudium und Fotoassistenz mit einer Pentax-Kamera auf Europareise. Dies markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere, die 1977 mit einer Vollmitgliedschaft bei Magnum Photos gekrönt wurde. Ähnlich wie die Arbeiten seines Landsmannes und Magnum-Kollegen Elliot Erwitt ist auch die Street Photography von Kalvar, der ähnlich wie Erwitt fast ausschließlich in Schwarz-Weiß arbeitet, voll von subtilem Humor und erzählerischer Finesse.

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D.A.D.D.Y., IR 2010, Spielfilm
Als Foley Artists werden im englischen Sprachraum Leute bezeichnet, die Geräusche in Filmen nachvertonen – Schritte, Straßenlärm, das Klirren eines Glases. Erzählt wird die Geschichte eines Patienten in einem Krankenhaus, dessen Tagesablauf eines Morgens von einer Schar Soundtechniker und Musiker nachvertont wird. Eine geballte Ladung absurden Humors.

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Die wunderbare Fantasiewelt von Kai Savelsberg und Mavi Garcia noch einmal feinst zusammengepackt und arrangiert in einer Holzkiste in DIE ZELLE. Nach 15 monatiger Spielzeit in einem kleinen Schauraum in der Lothringerstraße heißt es heute um 22 Uhr leider „Deckel drauf“. Dann ziehen die beiden weiter.

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Beim Konzert einer Band, die seit 1989 bzw. 1991 von sich reden macht, muss es niemanden wundern, wenn sich dann 2017 im Kurpark Aachen in erster Linie Menschen um die 40 im Publikum tummeln. Ob das nur mit dem Fanta-Gründungsjahr oder auch mit den Sponsoren der Veranstaltung (WDR2, Porsche, …) zusammenhängt, sei dahingestellt – in …

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Unser Putzfrauehepaar nahm uns in den 80ern mit in die Kleingartenkolonie, meinen Bruder und mich, da war ich 12 und schwer be1druckt von der Ordnung der Pflanzen und dem kleinen Holzhäuschen auf dem Grundstück. Es war wie 1 Heim – gemütlich und mit Öfchen, Tischen und Bänken; hier in meinem Viertel heute: Nebenan 1 Kleingartenkolonie, wo wir nur hören: Saufgelage, Partys, Schreie und Blaskapellen, drin war ich noch nie.

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Emma De Swaef/Marc James Roels, NL 2012, Stop Motion
Der alleinstehende Mittfünfziger Willy muss zur Beerdigung seiner Mutter in ein Nudistencamp, wo sie bis zu ihrem Tod gelebt hat. Das wäre schon vielversprechendes Setting genug, dann sind auch noch alle animierten Figuren komplett aus Wolle gefertigt. Und dann gibt es noch – ohne Übertreibung – eine der bizarrsten Liebesgeschichten, die das Kino jemals gesehen hat.

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Mit Schwung startet die von September 2017 bis Februar 2018 dauernde Ausstellung Kunst x Kuba – Zeitgenössische Positionen seit 1989 am zweiten Wochenende im September. Im Einklang mit dem Ausstellungskonzept wird das Programm am Samstag und am Sonntag wenig folkloristisch ausfallen, sondern stattdessen namhaften Vertretern der aktuellen Musik- und Tanzszene Kubas eine Bühne bieten. Künstlerinnen wie Susana Pilar Delahante Matienzo, der Tänzer und Choreograph Alexis Fernández oder das Projekt La Macana stehen für eine Generation, die sich längst dem internationalen Einfluss geöffnet hat und mittlerweile auch ganz selbstverständlich die Auseinandersetzung mit der eigenen kubanischen Identität auf die Bühnen der westlichen Welt trägt.

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Wie der Titel andeutet, der frei übersetzt die Stunde/Zeit der Ausgrabung bedeutet, kann man Hiroki Tsukudas Werk als Versuchsfeld verstehen, auf dem in einer wilden Achterbahnfahrt durch die Kulturgeschichte Versatzstücke aus Architektur, Kunst, Grafik, Popkultur und vielem anderen remixt werden. Als Resultat präsentiert Tsukuda grafisch-fotografische Tableaus von wissenschaftlicher Akkuratesse, die jedoch bei genauer Betrachtung selbst …

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F, BEL, USA 2017 | Regie: Jacques Doillon Darsteller: Vincent Lindon, Izïa Higelin, Séverine Caneele, Bernard Verley, Olivier Cadiot | Start: 31.08.
Das Biopic über den berühmten französischen Bildhauer beginnt in Rodins weitläufigem Atelier und verweilt dort die meiste Zeit. Statt die konventionelle Dramaturgie eines Künstlerfilms abzuhaken, arbeitet Regisseur und Autor Jacques Doillon mit Auslassungen. Als die Handlung im Jahr 1880 einsetzt, bekommt der 40-jährige Rodin (Vincent Lindon) seinen ersten staatlichen Auftrag: ein Hochrelief nach Dantes Göttlicher Komödie, an dem er die folgenden 37 Jahre werkelt. Zentral für den künstlerischen Herstellungsprozess ist Rodins Liaison mit seiner deutlich jüngeren Muse und Schülerin Camille Claudel (Izïa Higelin), die sein Schaffen maßgeblich mitprägt.

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D 2017 | Regie: Soleen Yusef | Darsteller: Mina Özlem Sagdic, Sasun Sayan, Murat Seven | 117 Min., Start: 31.08.2017
Die Geschwister Liya, Jan und Alan leben mit ihrer Mutter Gule in Deutschland. Vor langer Zeit kamen sie aus Kurdistan, nun erwartet die Mutter von ihren erwachsenen Kindern, dass sie sie zurück in die Heimat begleiten. Doch nur Jan kehrt mit seiner Mutter zurück in das Gebiet im Norden des Iraks. Kurz darauf sendet er seinen Geschwistern eine Nachricht: Gule ist gestorben. Sie will in einem kleinen Ort neben dem Vater beerdigt werden. Doch die Familie ist dagegen. Die Gründe dafür verheimlicht Jan seinen Geschwistern. Heimlich stehlen sie den Leichnam und eine Odyssee durch die gewaltige Landschaft beginnt, während weiter im Norden der Islamische Staat erste Städte besetzt.

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Immer noch kommen zahlreiche junge, unbegleitete Flüchtlinge in Aachen an – auf der Suche nach einem sicheren Leben ohne Krieg und Verfolgung. Um die Integration in unsere Gesellschaft zu vereinfachen und den jungen Menschen Halt und Orientierung bei ihren ersten Schritten zu geben, sind Pflegefamilien eine unentbehrliche Stütze. Daher vermittelt das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann den Kontakt zwischen Geflüchteten und Aachener Familien. Im Moment werden noch Familien oder Lebensgemeinschaften gesucht, welche die spannende Aufgabe annehmen möchten, einen jungen Geflüchteten in ihre Familie zu integrieren und auf ein eigenständiges Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

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Am 9. Juni hatte die Initiative „Aachen containert“ allen Grund zur Freude: Der Prozess gegen zwei Containerer aus Aachen wurde eingestellt, nachdem sich über 126.000 Menschen aus ganz Deutschland an der Unterschriftenaktion „Containern ist kein Verbrechen“ beteiligt hatten. Keine zwei Wochen später wurde Niklas E. beim Retten von Lebensmitteln verhaftet. Jetzt läuft eine Anzeige wegen besonders schweren Diebstahls gegen den jungen Idealisten.

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One of the most interesting and undervalued bands of the 1980s returns to the stage after a long wait: In September, Shriekback will play in Maastricht with an eight-headed live band. We use this opportunity for a short, sketchy portrait of the band—and an exclusive interview with founding member Carl Marsh.

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