Europa, Europa

Kurzfilm: The Gunfighter

Porträt: Gretel Völlings

Der MOVIE-Guide zu den besten Glückskeks-Sprüchen

Domkeller: 40 Jahre Familie Salagoudis

Um den Forst alleine geht es schon lange nicht mehr

Westworld

Liebe Veganer: In dieser Ausgabe müsst ihr so abgebrüht sein wie eine frisch aus dem heißen Wasser gefischte Bockwurst. Es geht nämlich (fast ausschließlich) um fleischliche Gelüste und um genau zu sein: Es geht um die Wurst. Wie immer an dieser Stelle leiten wir das Heft mit investigativem Exklusivmaterial ein.
Und da fangen wir mit der Namensgebung an. Frankfurter, Wiener oder Krakauer sind jedem geläufig, aber was ist mit den exotischeren, weniger bekannten Wurstspezialitäten? Wir stellen einige vor.

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Nach vorläufigen Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurden 2014 7,16 Millionen Tonnen Fleisch in deutschen Haushalten konsumiert. Das ergibt einen Durchschnittsverzehr von 60,3 Kilogramm Fleisch pro Kopf.
Erzeugt wurden 2014 insgesamt 8,95 Millionen Tonnen Fleisch, das sind 140.000 Tonnen mehr als 2013. Seit 2000 sind diese Werte relativ konstant geblieben. Die Schweineschlachtungen hingegen steigen seit 15 Jahren: 2000 lagen sie noch bei 43,2 Millionen Schweinen und erreichten 2011 mit 59,7 Millionen einen Höhepunkt. Der Wert für 2014 liegt bei 58,93 Millionen geschlachteten Schweinen.

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Es ist ein kalter und regnerischer Novembertag. Während die anderen Kinder zum Sankt-Martins-Zug gehen, bleiben wir drin und basteln uns eine Thüringer. In der Küchenschürze: Eckhard Heck, Waltraud Nießen, Birgit Franchy. Text: Eckhard Heck | Fotos: Birgit Franchy

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

Bisher eher sporadisch Gast der Vernissagen bei Freitag 18.30, war mir entgangen, dass die Galerie über einen Roster an Künstlern verfügt, den sie jeweils zum Jahresende in einer Gemeinschaftsausstellung vorstellt. Die Show nennt sich PREVIEW und wird von einem Katalog begleitet. Repräsentiert sind die Stammkünstler, der Roster eben, mit dem Robert Mertens seit Jahren zusammenarbeitet, und so ist PREVIEW nicht nur eine Vorschau auf die kommenden Einzelausstellungen des Jahres 2018, sondern auch eine Verdichtung zurückliegender Zusammenarbeit.

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HI. Wir waren in Paris von SA 7 Uhr bis SO 5 Uhr mit vielen Kindern, alles mit Soldaten voll, weil Johnny Halliday (6.12.17 +) Begräbnis und Ehrenzug um den Arc de Triomphe, Macron da und alle Ampeln mit Trauerüberzügen in Schwarz, wo nur 1 + rot draus leuchtete (wer wusste schon bei Buchung, dass er, der frz. Elvis, wg. Lungenkrebs mit 74 sterben würde?) …, … später fiel 1 Mädel 2 mal in Ohnmacht wg. Blutarmut und Pubertät (neben uns) -> Krankenhaus. Ich wollte Père Lachaise; doch wg. Metrosperrung teilweise hab ich nur den Montparnasse +hof besucht. Sah Grab Sartre, de Beauvoir, Baudelaire.

6

CREATIVE.NRW, das Netzwerk der Kreativen in NRW, hat als Kompetenzzentrum des Landes zum ersten Mal fünf CREATIVE.Spaces für ihre außergewöhnliche Leistung im Bereich Vernetzung nicht nur unter Kreativen, sondern auch mit Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft, Verwaltung und Politik ausgezeichnet.
Die Designmetropole Aachen war unter den glücklichen Preisträgern. Während des Jahres besuchten sich die Netzwerke im Rahmen einer Roadshow untereinander, um gegenseitig von ihrer Ideenvielfalt zu profitieren. Im Dezember luden
Patricia Yasmine Graf und Fabian Seibert von der Designmetropole nach
Aachen ein. Wir waren dabei und stellen die Netzwerke und ihre Ideen kurz vor.

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Film

Start: 14.12.
Das Kino von Claire Denis („Beau travail“) ist sperrig und verschließt sich zumeist dem Zugang einer breiten Zuschauerschaft. In ihrer Heimat wird sie verehrt, hierzulande ist sie kaum bekannt. Da überrascht sie uns mit ihrem zugänglichsten Werk, der Selbstfindung einer Frau in den „besten Jahren“. Juliette Binoche ist Isabelle, eine angesehen Künstlerin, die sich in den blasierten Kreisen der Kunstwelt bewegt, aber nie richtig dazugehörte. Trotzdem versucht sie, sich ein wenig anzupassen – an die Unangepassten, die auch nur das Klischee leben.

13

Start: 14.12.
Mathieu, 33, lebt mit Frau und Kind in Paris, als ihn die Nachricht vom Tod seines zeitlebens unbekannten Vaters erreicht. Um seine Halbbrüder und die übrige Familie kennenzulernen, fliegt Mathieu nach Montreal, wo ihn Pierre empfängt. Der beste Freund des toten Vaters will das Familiengeheimnis nicht lüften und stellt Mathieu als Freund aus Paris vor. Mit Pierre und seinen Halbbrüdern sucht Mathieu in einem See nach der Leiche des beim Angeln gestorbenen Vaters und findet Trost bei Pierres Frau und Tochter.

6

Start: 14.12.
Der Schotte Andy Goldsworthy schafft vergängliche Kunst in der Natur – als Teil und mit der Natur. Fragile Skulpturen, kunstvolle Collagen, Skulpturen, die von Regen und Schnee geformt werden. Der Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer begleitete ihn bereits zur Jahrtausendwende und schuf mit „Rivers and Tides“ ein eigenes Kunstwerk mit eindrücklichen Bildern der Kunst Goldsworthys.

13

Der Mensch als Fleisch(fr)esser – exzessiv, gierig und maßlos. Ein bitterböser und äußerst amüsanter, collagenhaft animierter phantasmagorischer Albtraum. Und auch die Veganer bekommen ihr Fett (!) weg.

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Start: 07.12.
Ein Leben für ein Leben: Innerhalb der Mauern eines Krankenhauses spielen sich alle Winkel der emotionalen Klaviatur ab. In einem Raum müssen die Angehörigen mit dem Verlust klarkommen, während in einem anderen neues Leben geboren wird. Im ersten Raum finden sich die Eltern des 17-jährigen Simon wieder, nachdem ihr Sohn bei einem Surfunfall ins Koma fiel. Nun müssen die getrennt lebenden Eltern eine Entscheidung treffen, die das Leben von Claire retten könnte.

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Start: 07.12.
Zwischen „Elliot, der Drache“ und der kommenden Peter-Pan-Verfilmung hat der Regisseur und Autor David Lowery eine persönliche, eigenwillige, wunderschöne Gespenstergeschichte realisiert. Rooney Mara spielt darin die junge M, Casey Affleck deren Mann C, der bei einem Autounfall stirbt und als Geist ins gemeinsame Vorstadthäuschen zurückkehrt. Während M trauert, steht C stumm daneben und kann sich nicht bemerkbar machen. Der Film verharrt die meiste Zeit im Innenraum des Hauses. Zeit verrinnt, neue Menschen ziehen ein und aus, es geht in die Zukunft und wieder zurück.

13

Ich hätte eigentlich gedacht, zum Thema „Wurst“ mehr Horrorfilme auftischen zu können, aber diese variieren doch schon sehr in ihrer Fleischverarbeitung – von Katzenfutter in „The Corpse Grinders“ (1971) bis zu Sülze in „The Texas Chain Saw Massacre“ (1974). So ist denn meine Auswahl von Wurstfilmen etwas genreübergreifender geworden.

In „Prime Cut“ (Michael Ritchie, 1972) wird Lee Marvin im Auftrag des Chicagoer Mobs zu einem Hinterwäldler-Rancher und Schlachthausbesitzer (Gene Hackman) geschickt, um dessen Abgaben zu überprüfen. Er geht dabei durchaus vorsichtig vor, denn der letzte Ermittler wurde als Wurst zurückgeschickt. Feines düsteres 70s-Kino mit einigen groben Szenen und schmackhafter Besetzung, hieß auf Deutsch, warum auch immer, „Die Professionals“.

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Die Geschichte Deutschlands – erzählt und virtuos animiert anhand eines seiner größten Exportschlager: der Wurst. Eine sarkastische und intelligente Parabel, die einen Bogen über mehrere Jahrhunderte spannt.

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Liebe Leser, entschuldigen Sie meine Abwesenheit. Ich hatte ein paar Videokassetten zurückzubringen. Doch habe ich etwas verpasst? Sagen Sie es mir. Der Kino-Dezember kapituliert jedenfalls schon einmal vor Die letzten Jedi. Ach wäre dem nur so. Nach zwei uninspirierten Star-Wars-Filmen aus dem Hause Disney macht sich bereits ein Sättigungsgefühl wie nach fünfzehn Marvel-Filmen breit. Trotzdem wird das Publikum den Film mit Foie-Gras-Augen schlucken und nach mehr schreien, bis Kino oder Gänger platzen (voraussichtlich ab 14.12.17).

10

Der Wurstverkäufer und die Bäckerin, die ihre Waren an einem kleinen Stand feilbieten, bekommen unerwartet Konkurrenz, als eines Tages ein Großproduzent für seine industriell gefertigten Fleisch- und Backwaren einen glitzernden Laden aufmacht. Temporeiche und mit vielen Gags und Anspielungen gefütterte Animation.

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