Ein Riese in der Krise – Schmuckstück Bushof

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Kneipen & Musik

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L’incoronazione di Poppea

Eins mal vorweg: Ich wollte nicht nach Mariaweiler. Aber ich war dort. Wohin ich wollte, das war Morschenich. Dort bin ich allerdings nicht gewesen. Und das kam so.
Oder sollte ich erst einmal erzählen, warum ich nach Morschenich wollte? Ich hatte mir gedacht, ich könnte meinen Ausflug zu einer Endstation des AVV nutzen, um in diesem kleinen Ort vorbeizuschauen, der dem Tagebau Hambach zum Opfer fallen soll. Ich wollte mir ein Bild davon machen, ob bereits alle Menschen umgesiedelt wurden und vielleicht auch noch einmal beim Hambacher Forst vorbeigehen. Ich hatte jedoch nicht geahnt, dass diese Endstation so weit am Ende liegt, dass sie dank meiner Planungsinkompetenz, was Reisen anbelangt (ja, 38 Kilometer sind eine „Reise“), für mich an diesem Samstag unerreichbar bleiben sollte.
Und das kam so.

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Die Marmeladenfabrik rund um Nic Knatterton war wieder produktiv – und heraus kam die EP „Konfitüre“, die kürzlich auf 3st&dreckig erschien. Wie gewohnt im Reggae-Gewand kommen die fünf Stücke daher, die auf Basis der durch die breite Instrumentierung erzeugten Klangvielfalt gewohnt gesellschaftskritische Themen transportieren. Hierbei entsteht unter Verwendung von diversen Drums, Bass, Gitarre, Piano- bzw. Orgelelementen und Saxophonpassagen sowie durch den jazzig anmutenden Begleitgesang ein funkiger, sommerlicher Sound – durchaus nicht weit entfernt von Mono & Nikitamans frühen Werken.

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Öfter mal nach Eupen fahren, lautet die Devise. In knapp einer halben Stunde ist man dort (Buslinie 14 der TEC ab Hauptbahnhof), und wer sich bis zum 20. August nicht aufrafft, verpasst die laufende Ausstellung im IKOB, die nicht weniger als grandios ist. Das betrifft nicht nur die ausgestellten Arbeiten, sondern auch deren kluge Präsentation.

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Klotz, Schmalohr, Imhof, Berretz – Gesang, Drums, Bass, Gitarre. So viel zum Wesentlichen. Die Protagonisten der folgenden Plattenkritik sind in Aachen keinesfalls Unbekannte – umso spannender ist es, nun endlich das Debütalbum der vier in der Hand zu halten, das dieser Tage auf dem Aachener Label Rockstar Records erschien. Das gute Stück bietet, abgesehen vom …

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Am 12. April starb der japanische Regisseur, Videokünstler und Theoretiker Toshio Matsumoto im Alter von 85 Jahren. Ursprünglich ein Dokumentarfilmer, begann er bald, die Gattung mit Avantgarde-Elementen neu zu definieren, was er Neo-Dokumentarismus nannte und durch Erweiterung mit subjektiven Eindrücken ihren manipulativen Charakter zur Schau stellen sollte. Hauptsächlich auf dem Gebiet des experimentellen Kurzfilms aktiv, …

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Liebe Leser,
„Victoria (Virginie Efira) ist Anwältin in Paris, Ende 30, alleinerziehend, hat ein lockeres Sex-Leben und ist charmant-egozentrisch […]“, droht der deutsche Pressetext zu Victoria – Männer und andere Missgeschicke. Dabei weiß der geneigte Ächter französischer Komödien, dass es erstens nach Isabelle Huppert (zuletzt in Verhoevens „Elle“) keinen weiteren Bedarf an französischen Frauen auf und abseits der Leinwand gibt …

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D 2017 | Regie: Romuald Karmakar, Mitwirkende: Ata, Roman Flügel, Sonja Moonear, David Moufang, Ricardo Villalobos | ab 05.05.2017
Der Filmemacher Romuald Karmakar, Regisseur von „Der Totmacher“ und „Die Nacht singt ihre Lieder“, nimmt die deutsche elektronische Tanzmusik der Gegenwart ernst. Drei Dokus über Techno hat Karmakar schon gedreht, die auf der diesjährigen Berlinale uraufgeführte „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ ist nun der vorläufige Höhepunkt dieser Reihe.

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D 2016 | Regie: Mareille Klein | Darsteller: Katrin Röver, Till Firit, Michael Wittenborn | 94 Min. | ab 11.05.2017
Von Dinky (double income, no kids yet) zu Sinky (single income, no kids yet): Frida ist 36 und wünscht sich ein Kind. Seit zwei Jahren unterliegt die Beziehung zu ihrem Freund Tobias einem strikten Zeugungsprogramm. Doch was sie auch versucht, ihr Kinderwunsch erfüllt sich nicht. Gerade als sie eine künstliche Befruchtung in Erwägung zieht, beendet Tobias die Beziehung.

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IS 2016 | Regie: Asaph Polonsky | Darsteller: Shai Avivi, Evgenia Dodina, Sharon Alexander | 98 Min. | ab 11.05.2017
Der jüdische Film trauert anders. Die Tragik des Verlusts paart sich immer wieder auf ganz eigentümliche Weise mit der Komik der menschlichen Existenz. In Asaph Polonskys „Ein Tag wie kein anderer“ ist die Schiv’a, die siebentägige jüdische Totenwache, gerade vorbei. Eyal und Vicky versuchen, zum Alltag zurückzukehren, was allerdings kein leichtes Unterfangen ist, haben sie doch gerade ihren Sohn beerdigt.

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USA 2017 | Regie: James Gunn | Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista | 137 Min. | ab 27.04.2017
Was für ein Auftakt! Die erste Szene in „Guardians of the Galaxy 2“ lässt Großes hoffen. Baby-Groot zu „Mister Blue Sky“ von ELO tanzen zu lassen, während seine Freunde im Hintergrund gegen ein riesiges Ekelbiest kämpfen, ist schlicht genial. Die Mischung aus Wahnsinn, Witz und Special Effects scheint perfektioniert, das Wiedersehen ist rundum gelungen und auch der Soundtrack stimmt.

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Der 1903 geschriebene „Kirschgarten“ ist das letzte der großen Dramen von Anton Tschechow, deren eminente Bedeutung für die Theatergeschichte mit den Dramen Shakespeares vergleichbar ist. Wie immer bei Tschechow sind die Protagonisten wie gelähmt vom damals en voguen Ennui – der melancholisch gefärbten Langeweile der Reichen und Schönen.

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Sie wollen Holly Golightly kennenlernen? Dann gehen Sie nicht in den Film mit Audrey Hepburn. Truman Capote hat ihn gehasst und vor allem wollte er als Leading Lady nicht die Hepburn, sondern die Monroe. Diese Maßnahme hätte nicht nur den vom Autor gewünschten Hormoncocktail aus Champagner, Amphetamin und einem Hauch naturbeschwipster Nymphomanie ins Spiel gebracht, sondern auch die Tragik seiner Figur, „die kurz in der Zeitung stehen wird, wenn sie am Grunde eines Röhrchens Veronal ihr Ende gefunden hat“.

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Saftige Tomaten, Zucchini, Sellerie, Rote Bete, Frühlingszwiebeln und Paprika – was Christian Walter (28) für unser Mittagessen im Wok zu einer schmackhaften Gemüsepfanne zusammenmixt, hat er nicht gerade im Supermarkt oder beim Landwirt seines Vertrauens besorgt – nein, wir haben es am Vorabend aus dem Abfallcontainer eines örtlichen Discounters geangelt und damit davor bewahrt, wie …

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18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland pro Jahr auf dem Müll. Elf Millionen Tonnen gelten als vermeidbar. Der Endverbraucher ist dabei laut WWF und Verbraucherzentrale der größte Müllverursacher. Rund 82 Kilo Lebensmittel wirft jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich weg. In jüngster Zeit bilden sich Organisationen, die – wie die seit 20 Jahren existierenden Tafeln …

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