Cultura Nova

Fahren Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen

Kimiko-Festival

Ohne App und doppelten Boden: Endstation Mariaweiler

Damals in der Zukunft

Roadkill – Aufzeichnungen eines Untrainierten

Nun. Für viele ist Bus ein Muss. Aber auch nur, weil sie nicht anders können. Taxi ist Luxus, die Bahn kommt, wann sie will, und ein E-Bike mag zwar Vorteile haben, aber Winter bleibt Winter. Gut, den bekommt man auch manchmal im Bus zu spüren. Das Gebläse für die Fahrgäste einzuschalten liegt nun mal in der Macht des Kutschers. Hat er einen guten Tag, fragt er einen an Nikolaus, ob man etwas in seinen Schuhen hatte (wirklich passiert), hat er einen schlechten, darf man froh sein, überhaupt in seinem Gefährt zu sitzen (auch passiert).

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Das traditionelle Sommer-Event, organisiert von Chudoscnik Sunergia bekommt ein Add-on durch ein kleines Weltmusikfest am Freitag, dem 18. August. Ab 18:00 Uhr stehen acht Darbietungen auf drei Bühnen an, darunter das Brüsseler Samba-Jazz-Trio Tupynagroove (BE, BRA), das zwölfköpfige Perkussionsensemble Sysmo (BE) und als Highlight das Bandprojekt Refugees For Refugees, das zehn Künstler aus Syrien, Irak, Pakistan, Afghanistan und Tibet vereint und dessen Album „Amerli“ das Album des Jahres 2016 der Transglobal World Music Charts wurde.

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Auch schon ein Vierteljahrhundert alt: Das Eschweiler Music Festival, kurz EMF, bietet auch in der 26. Ausgabe Konzerte unter freiem Himmel auf dem großen Marktplatz vor St. Peter und Paul. Das Auftaktkonzert ist ganz nach dem Geschmack von Freunden der italienischen Oper: Verdis Nabucco in einer Aufführung des Roncole Verdi Orchestra, eines beeindruckenden 85-köpfigen Ensembles. Freitag heißt es „Country oder Western? Wir spielen beides!“, denn die Original Blues Brothers Band, die noch mit einigen Mitgliedern der Besetzung aus dem Kultfilm von 1980 auftritt, packt die Sonnenbrillen aus. Vom 24.-26.08.2017 in Eschweiler.

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Das kleine Festival mit unterschiedlichen Spielarten der elektronischen Musik zur Eröffnung der Ruhrtriennale findet zum dritten und letzten Mal auf dem Gelände der Jahrhunderthalle in Bochum statt. Die einzigartige Location mit der riesigen alten Industriehalle und dem Open-Air-Gelände unter dem illuminierten Wasserturm liefert eine eindrucksvolle Kulisse, das Publikum ist gemischt und entspannt und das Line-up dieses Jahr kann sich ebenfalls hören lassen: Headliner auf der Main Stage in der Jahrhunderthalle ist Soundtüftler und Wunderkind Nicolas Jaar, dazu gesellen sich das Pop-Projekt SOHN von Christopher Taylor und Hip-Hop-Dragkünstler/-in Mykki Blanco. Am 19.08.2017.

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GB 2016 | Regie: Adam Smith | Darsteller: Michael Fassbender, Brendan Gleeson, Lyndsey Marshal, Start: 03.08.
Einmal ein Cutler, immer ein Cutler: Chad (Michael Fassbender) hat keine Wahl, wenn um seine Zukunft geht. Als Teil des Cutler-Clans, einer Sippe von kriminellen Asozialen, lebt er mit seiner Frau Kelly (Lyndsey Marshal) und ihrem siebenjährigen Sohn Tyson in einer Wohnwagensiedlung in der Provinz. Er hat sich mit seinem Leben unter den Fittichen seines Vaters Colby (Brendan Gleeson) abgefunden, aber Kelly nährt in ihm den Traum von einem Leben fernab seines Einflusses. Sie ist die nächtlichen Spritztouren satt, bei denen Chad als Fahrer für die Raubzüge der Gang herhalten muss. Schließlich wird Colby immer unberechenbarer und hetzt die Cops auf ihre Fersen.

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USA 2017 | Regie: Matt Reeves | Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Judy Greer, Terry Notary, Steve Zahn, Ty Olsson, Start: 03.08.
Kinofans sahen dem 2011 gestarteten Reboot „Planet der Affen: Prevolution“ skeptisch entgegen, denn kein Geringerer als Tim Burton hatte die Kultreihe zehn Jahre zuvor mit seinem misslungenen Remake in Verruf gebracht. Letztlich entpuppte sich Rupert Wyatts Neuanfang jedoch als formidabler Blockbuster, weil er modernste digitale Kinoeffekte gekonnt mit dem Schicksal der Figuren verband. Das Sequel von Matt Reeves („Revolution“) überzeugte ebenfalls als Abenteuer, das seine Spannung aus der Figurenkonstellation bezieht – und nicht wie aktuelle Effektorgien allein aus Schauwerten.

5

Michael Shermer, amerikanischer Wissenschaftshistoriker und Gründer der Skeptics Society, glaubt an die Selbsttäuschung als eine fest im Gehirn verwurzelte Überlebensfertigkeit. Die Wahrheit klingt aber auch oft wie ein schlechter Scherz. So ist es allzu menschlich, geradezu evolutionär bestimmt, eine Gewissheit, die man schwerlich akzeptieren kann, als Schabernack abzuspeichern, sich zu beruhigen und gleichzeitig eine ordentliche Dosis Dopamin freizusetzen. Tschakka!
Wiederaufnahme im September 2017!

20

Das seit 35 Jahren existierende Festival hat sich über die Jahre zum bedeutendsten Kulturfestival der Niederlande entwickelt. Musik verschiedener Epochen ist der Fokus – in diesem Jahr mit Werken unter anderem von Joseph Haydn, Jean Sibelius, Gustav Mahler, Henryk Górecki, Johannes Brahms und Georg Philipp Telemann. Eingerahmt werden die Konzerte durch Veranstaltungen aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Tanz und Film (im Lumière). Vom 14.-17.09.2017 in Maastricht.

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Das Thema „letzter Bus / letzte Haltestelle“ hat ja etwas vom metaphysischen Übergang in eine andere Welt, wiewohl es auch eine nur allzu reelle Panik vor dem Verpassen spiegelt, was mir schon des Öfteren passiert ist, vor allem auch bei Zügen. Auf Film bezogen, fielen mir dazu konkret erst einmal zwei Szenen ein und nicht direkt komplette Filme.

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Stephen Murphy, GB 2014, Spielfilm, 28 Min Vor genau 100 Jahren, am 31. Juni 1917, begann während des Ersten Weltkrieges die Schlacht im belgischen Ypern. Murphy fokussiert sich in seinem auf 35 Millimeter gedrehten Film exemplarisch auf das Schicksal zweier irischer Cousins und arbeitet in meisterhaft komponierten Tableaus vor allem die psychologische Komponente des Krieges …

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Die Marmeladenfabrik rund um Nic Knatterton war wieder produktiv – und heraus kam die EP „Konfitüre“, die kürzlich auf 3st&dreckig erschien. Wie gewohnt im Reggae-Gewand kommen die fünf Stücke daher, die auf Basis der durch die breite Instrumentierung erzeugten Klangvielfalt gewohnt gesellschaftskritische Themen transportieren. Hierbei entsteht unter Verwendung von diversen Drums, Bass, Gitarre, Piano- bzw. Orgelelementen und Saxophonpassagen sowie durch den jazzig anmutenden Begleitgesang ein funkiger, sommerlicher Sound – durchaus nicht weit entfernt von Mono & Nikitamans frühen Werken.

7

Öfter mal nach Eupen fahren, lautet die Devise. In knapp einer halben Stunde ist man dort (Buslinie 14 der TEC ab Hauptbahnhof), und wer sich bis zum 20. August nicht aufrafft, verpasst die laufende Ausstellung im IKOB, die nicht weniger als grandios ist. Das betrifft nicht nur die ausgestellten Arbeiten, sondern auch deren kluge Präsentation.

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Klotz, Schmalohr, Imhof, Berretz – Gesang, Drums, Bass, Gitarre. So viel zum Wesentlichen. Die Protagonisten der folgenden Plattenkritik sind in Aachen keinesfalls Unbekannte – umso spannender ist es, nun endlich das Debütalbum der vier in der Hand zu halten, das dieser Tage auf dem Aachener Label Rockstar Records erschien. Das gute Stück bietet, abgesehen vom …

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Für das Daytripper-Spezial „Endstationen im AVV“ habe ich mir eine hübsche Endhaltestelle östlich von Aachen ausgesucht. Sie trägt den etwas morbide klingenden Namen Schevenhütte Helenasruh, und die Linie 1, die an Wochentagen stündlich und an Wochenenden zweistündlich zwischen Lintert und Schevenhütte verkehrt, bringt mich für schlanke 3,60 Euro hin. Vom Bushof aus dauert die Fahrt nominell eine Stunde und zehn Minuten, also besser vorher nochmal Pipi machen.

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