„Und plötzlich ist deine Küche in 60 Ländern zu sehen“

„Die ganze Geldwelt ist mir suspekt“

But Milk is Important

Food Love – Interview mit Christian Walter

Food Love – Die Essensretter

Vom Untergang der Titanic und dem weißen Hai in 3D

Liebe Leser,
„Victoria (Virginie Efira) ist Anwältin in Paris, Ende 30, alleinerziehend, hat ein lockeres Sex-Leben und ist charmant-egozentrisch […]“, droht der deutsche Pressetext zu Victoria – Männer und andere Missgeschicke. Dabei weiß der geneigte Ächter französischer Komödien, dass es erstens nach Isabelle Huppert (zuletzt in Verhoevens „Elle“) keinen weiteren Bedarf an französischen Frauen auf und abseits der Leinwand gibt …

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Der 1903 geschriebene „Kirschgarten“ ist das letzte der großen Dramen von Anton Tschechow, deren eminente Bedeutung für die Theatergeschichte mit den Dramen Shakespeares vergleichbar ist. Wie immer bei Tschechow sind die Protagonisten wie gelähmt vom damals en voguen Ennui – der melancholisch gefärbten Langeweile der Reichen und Schönen.

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Nach dem ich eine gefühlte Ewigkeit das weiße Blatt auf meinem virtuellen Schreibtisch gedankenverloren angestarrt und die Spiegelung der Außenwelt sowie das Blinken des Eingabezeigers eingehend analysiert habe, sollte ich doch langsam mit der Rezension beginnen. Die Schwierigkeit ist, dieser Text darf, kann keine ordentliche Rezension werden, denn was sollten die Zuschauer erfahren, sei es auch nur einen kleinen Hinweis oder eine Warnung, wenn nicht einmal der vortragende Schauspieler weiß, was auf ihn zukommt.

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Sie wollen Holly Golightly kennenlernen? Dann gehen Sie nicht in den Film mit Audrey Hepburn. Truman Capote hat ihn gehasst und vor allem wollte er als Leading Lady nicht die Hepburn, sondern die Monroe. Diese Maßnahme hätte nicht nur den vom Autor gewünschten Hormoncocktail aus Champagner, Amphetamin und einem Hauch naturbeschwipster Nymphomanie ins Spiel gebracht, sondern auch die Tragik seiner Figur, „die kurz in der Zeitung stehen wird, wenn sie am Grunde eines Röhrchens Veronal ihr Ende gefunden hat“.

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Die Designmetropole Aachen, noch immer vom Nachglanz ihres grandiosen Hotel-Total-Projekts beschienen, eröffnet in Zusammenarbeit mit der FH und dem Ludwig Forum eine vorläufig auf ein Jahr angelegte Designabteilung in der zweiten Etage des Forums.

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Der neue, lichtdurchflutete Showroom von „aha“ (Atelierhaus Aachen) wirkt, mit reichlich Fensterflächen und Parkett ausgestattet, gut durchlüftet und vorzeigbar. Auch die Künstler haben die Mieterhöhungen nach dem Umzug in ihr neues Domizil offensichtlich erfolgreich weggesteckt und zeigen durch die Bank Sehenswertes.

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Der atmosphärisch aufgeladene Raum ist in mittelalterliche Düsternis getaucht: Von überall und nirgends schwebt Bach’sche Passionsmusik durch den Raum. In diesem Ambiente können die altmeisterlichen Andachtsbilder des Christus mit Dornenkrone und seiner Mater dolorosa ihre kathartische Wirkung bestmöglich entfalten.

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Das Verhältnis von DJs zum Publikum kann man durchaus als zuweilen gestört betrachten, wobei die merkwürdigen Musikwünsche mancher Nervbratzen hier durchaus eine Rolle spielen könnten. Anders bei dieser Veranstaltung der Aachener Sunnyboys Lazy, Manni und Carsten, die zum ersten Mal in der „Happy Family“ auf der Trierer Straße stattfand:

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Ich glaube, irgendwann in den späten 90ern habe ich diese drei Buchstaben das erste Mal auf einem Flyer gesehen: P.G.L. Alen Micuglian hatte den Namen („Punks gegen Langeweile“) ganz szenegerecht geklaut und angefangen, unter diesem Label Konzerte und Events zu veranstalten.

An diesem feuchtkalten Samstagabend im Februar sind es direkt drei Bands, die er auf die kleine Bühne des Musikbunkers Aachen holt.

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Frankenberger Viertel. Wir treffen Samuel Dickmeis, aka MÄNNI, No.-1-Produzent (u. a. Antilopen Gang) aus Aachen, anlässlich seines Album-Releases zum Interview über das Leben als Rockmusiker und Familienvater.

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Liebe Leser,
8. Acht. Fast and the Furious 8. Lassen Sie das einen kurzen Moment sacken. Längst hat die Fast-and-the-Furious-Reihe alle Bewertungsmaßstäbe hinter sich gelassen. Dachten die ersten drei Teile noch, sie seien echte Kinofilme, ist inzwischen nicht mehr klar, ob und wann zwischen Meta-Proleten-Satire und Kunstinstallation oszilliert wird:

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Das „Festival des Deutschen Psychotronischen Films“ wurde 1999 in Bochum gegründet und findet dieses Jahr bereits zum 19. Mal statt. Ziel der Macher ist es, eine neue Perspektive auf die mancherorts immer noch übel beleumundete deutsche Kinogeschichte zu ermöglichen: Dazu werden aus allen denkbaren Dekaden sowohl außergewöhnliche, meist vergessene „Ausreißer“ des Filmbetriebs ausgegraben als auch exemplarische Beispiele des deutschen Genre-Kinos wiederaufgeführt.

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Chintis Lundgren, Estland 2015, Animation Hermann H. Rott, Metal hörende und Schach spielende Punk-Ratte bekommt nach einer durchzechten Nacht Besuch von einer aristokratischen, Klavier spielenden Katze. Spontan zieht sie bei ihm ein und krempelt Lifestyle und Wohnung komplett auf links. Kann diese Liaison gutgehen?  

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Douwe Dijkstra, NL 2012, Experimentell Wie konsumieren Blinde einen Film? Was sehen Gehörlose? Wie nehmen wir Film generell war – unter unterschiedlichsten Voraussetzungen? Eine experimentelle und unterhaltsame Collage über Inszenierung und Rezeption von Film.  

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