Die letzte Schirmherrin

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Gruseln im Großformat – „Bloody Friday & Bloody Saturday“

Hunderte Herzen für den Hambacher Wald: Kohleausstieg gefordert

Westworld

Der Zufall ermöglicht mitunter erstaunliche Begegnungen. Ich habe Dr. Heinz Günther Hüsch kennengelernt, den Mann, der mich gekauft hat. Und meine Mutter. Und meinen Vater. Sowie rund 226.000 deutschstämmige Menschen aus Rumänien. Auch wenn er bei unserem Treffen sagte, dass er nicht uns gekauft hat, sondern unser Ticket in die Freiheit, fühlt es sich trotzdem komisch an, als Kind nur 1.800 Mark gekostet zu haben. Genau vor 50 Jahren, im März 1968, startete der größte Freikauf der deutschen Geschichte. Er endete 1989 nach dem Sturz des Regimes und der Exekution des Diktators Ceaușescu. Erst 20 Jahre später wurde die Geheimhaltung aufgehoben.

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Raum für Kunst und Musik – so die Subline der Gravieranstalt in der Ottostraße 85, einer vielversprechenden neuen Veranstaltungslocation im Aachener Ostviertel. Die Räume sind unterschiedlich groß und verschieden geschnitten, die Wände größtenteils klassisch weiß getüncht mit einem in dunkles Anthrazit getauchten Barbereich. Dazu der Charme eines alten Handwerksbetriebs, der in vielen kleinen Details noch …

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Dr. Heinz Günther Hüsch, Rechtsanwalt und früherer Landtags- und Bundestagsabgeordneter, war von 1968 bis 1989 zuständig für die sogenannte „Geheimsache Kanal“, eine Chiffre für den Freikauf von Rumäniendeutschen. Wir haben Herrn Hüsch im Februar in Neuss besucht und mit ihm gesprochen.

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

„Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.“ – Nach diesem Satz wusste ich, dass ich diesen Roman nicht so schnell aus der Hand legen würde. Oft entscheidet schon der erste Satz, ob man das Buch gelangweilt zur Seite legt oder unweigerlich in den Strudel gerät und es fast in einem Atemzug zu Ende lesen muss. Benedict Wells weiß sehr genau, wie er seine Geschichten spinnen muss, um den Leser zu fesseln.

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Japan bangt um die Zukunft des Sumo. Stand zumindest in einem liegen gelassenen Magazin im Zugabteil 2. Klasse. Und Japan ist ja immerhin auch eine Zweiklassengesellschaft. Immer weniger Landsleute wollen ihre Wampe in einen Lendenschurz drücken, hieß es. So stehen sich schon seit längerem verstärkt Hawaiianer und Mongolen gegenseitig auf den Füßen rum. Das deprimiert den Japaner natürlich. Echte Sumo-Ringer leben den Ehrenkodex der Samurai. Da ist kein Platz für Ukulele und Einglas-Brillen oder wie diese alten Lesehilfen heißen. Tja. Habe dieses Bratenwenden eh nie so richtig verstanden; also verstanden schon, nur der Sinn des Ganzen liegt mehr fern. Aber hinterfrage mal Traditionen.

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„Ene Mene Mopel“ – wer sich den Namen von Helge Schneiders aktueller „Tournee durch die Konzerthäuser Mitteleuropas“ auf der Zunge zergehen lässt dürfte recht zügig feststellen: Der ergibt wenig Sinn.

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Film

Start: 25.01.
Wegen eines seltenen Gendefekts kam der zehnjährige August „Auggie“ Pullmann mit einem entstellten Gesicht zur Welt. Bislang unterrichtete ihn seine Mutter zu Hause, nun geht der Junge in die fünfte Klasse einer öffentlichen Schule – und avanciert wie befürchtet zum Gespött der anderen Kinder. Das emotionale Außenseiterdrama „Wunder“ hätte allzu leicht als bittersüße Kitschbombe enden können. Dass dies nicht geschieht, liegt am feinen inszenatorischen Gespür des Filmemachers Steve Chbosky („Vielleicht lieber morgen“) und der multiperspektivischen Handlungsführung.

59

Start: 18.01.
Die Schlacht von Dünkirchen ist 77 Jahre her, aber in diesem Kinojahr allgegenwärtig. Nach „Churchill“ beleuchtet nun auch „Die dunkelste Stunde“ die Rolle des Premiers Winston Churchill. Er war bereits jenseits der sechzig, als er zum Premierminister ernannt wurde. Der Zweite Weltkrieg tobte in Belgien und Frankreich, England wurde zurückgedrängt, die Lage schien aussichtslos. Niemand wollte den dicklichen Gewohnheitstrinker, der allzu oft seine Meinung offen vor sich hertrug.

28

Start: 11.01.
Es zeichnet einen großen Künstler aus, wenn er in verschiedenen Bereichen Meisterhaftes hervorbringt. Ein solcher Meister ist Julian Schnabel wahrlich, zählt er doch nicht nur zu den gefragtesten bildenden Künstlern unserer Zeit, sondern hat es auch bereits mit seinem ersten Film zum gefeierten und vielfach preisgekrönten Regisseur geschafft. „Basquiat“ über seinen Freund und Künstlerkollegen Jean-Michel Basquiat, der viel zu früh verstarb, „Before Night Falls“ über den kubanischen Dichter Reinaldo Arenas und schließlich die Romanadaption „Schmetterling und Taucherglocke“, die in Cannes den Regiepreis gewann – Meisterwerke für sich, die immer wieder auch die eigene Biographie des New Yorkers widerspiegeln.

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Der fremde Revolverheld betritt den Salon, in dem sich eine illustre Schar von Einwohnern befindet. Die Ankunft wird mit einer sonoren Stimme aus dem Off kommentiert, die jedoch nicht nur der Zuschauer hört, sondern auch die Gäste im Salon. Ein Western-Persiflage mit einem genialen Setting, das ein wahres Füllhorn an Gags bereithält und eine Screwball-Comedy der absoluten Extraklasse.

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Die preisgekrönte Doku porträtiert zwei Brüder in Borschemich, einem kleinen Dorf, das dem Tagebau Gartzweiler II weichen muss. Die beiden, die eine Gärtnerei betreiben, gehören zu den letzten Bewohnern, die noch in dem Ort leben.

95

Start: 04.01.
Bereits die Vorspann-Credits im Stummfilmdesign triggern die liebevolle Machart des Kostümfilm-Musicals „The Greatest Showman“, das auf dem Leben des Entertainers P.T. Barnum (1810-91) basiert. Dieser wuchs in Armut auf und führt mit der adretten Charity eine Ehe ohne viel Geld, dafür aber mit einer Extraportion Liebe und zwei reizenden Töchtern. Doch Barnum will seine Herkunft hinter sich lassen und endlich als Teil der feinen Gesellschaft reüssieren. Dafür eröffnet er mit einem Kredit von der Bank eine Mischung aus Kuriositätenkabinett und Akrobatikshow und heuert als Ensemble Außenseiter wie eine vollbärtige Matrone und eine exotische Seiltänzerin an.

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Seit 2012 findet im Rahmen der Live-Audiokommentar-Reihe in der Raststätte unter dem Motto „Au Hurgebiet“ in Zusammenarbeit mit dem Blog „Aachener Untergrund Kultur“ jährlich ein Aachen-Special statt. Dabei werden verschiedenste Filmdokumente gezeigt, die im Zusammenhang mit der Kaiserstadt stehen, und live von Frank Rowenta und meiner Wenigkeit kommentiert. Bei der Auswahl werden besonders ältere Fundstücke berücksichtigt: So gab es bislang unter anderem Dokumentationen, Konzertmitschnitte (u. a. Aachener Pop Festival 1970, Sonic Youth), Kurzfilme (u. a. von Bruno Sukrow und Heiko Fischer) und private Super-8-Aufnahmen zu sehen, je obskurer und bizarrer, desto besser.

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Start: 28.12.
Centaur wird er genannt – nach dem sagenumwobenen Fabeltier. Dabei lebt der Held der Geschichte ein bescheidenes Leben mit seiner gehörlosen Frau und ihrem kleinen Sohn in der Steppe Kirgisistans am Rande von Bishkek, hoch oben in den Bergregionen der Hauptstadt. Doch nachts schleicht er in die Ställe der reichen Großgrundbesitzer und befreit die edlen Rennpferde. Er will die Ehre und das Glück seines Volkes wiederherstellen, indem er der alten Legende nach auf einem edlen Pferd zum Himmelsvater emporreitet.

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Der Nachtwächter beginnt seine Schicht. Routinemäßig dreht er seine Kontroll-Runden und vertreibt sich zwischendurch die Zeit mit wissenschaftlicher Lektüre. Als er nach einem Rundgang einen Fremden in seinem Büro entdeckt, beginnen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion allmählich zu verschwimmen.

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La buena vida – Das gute Leben: Ein Film über Kohleabbau in Kolumbien? Was hat das mit uns zu tun? Mehr, als uns lieb ist. Kolumbien war 2011 erstmals Deutschlands größter Steinkohlelieferant. Kohle aus dem größten Steinkohletagebau des Landes wird in den Kraftwerken von RWE, E.ON und Co. verstromt. Schanze erzählt in dem Film die …

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