Europa, Europa

Kurzfilm: The Gunfighter

Porträt: Gretel Völlings

Der MOVIE-Guide zu den besten Glückskeks-Sprüchen

Domkeller: 40 Jahre Familie Salagoudis

Um den Forst alleine geht es schon lange nicht mehr

Westworld

„Im Grunde ist das, was wir hier tun kriminell. Aber unter einem kriminellen Regime ist das, was wir machen die einzig angemessene Verhaltensform“. Diese Worte richtet Dr. Kaufmann, ehemals Oberregierungsrat und hochdekorierter Kämpfer im ersten Weltkrieg, an den jungen Cioma Schönhaus. Kaufmann ist als evangelisch getaufter Jude von den Nazis zum Hilfsarbeiter degradiert worden. Seine Kontakte zur bekennenden Kirche nutzt er, um Widerstand zu organisieren. Mitglieder der Kirche werfen sonntags statt Geldspenden ihre Ausweise und Pässe in den Opferstock, diese übergibt Kaufmann dem jungen Grafiker Cioma Schönhaus, der die Passbilder geschickt austauscht und so zahlreichen Juden zu einer neuen Identität verhilft.
Aufgeschrieben hat die Geschichte Cioma Schönhaus als 83-Jähriger im Jahre 2004. Es ist eine der vier Biografien, die in dem Film „Die Unsichtbaren“ von 2017 beleuchtet wurden.

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1967 war ein gutes Jahr für die Alemannia. Es ging rauf in die erste Liga! Überhaupt ging es hoch hinaus in Aachen. Auch in der Architektur. Am Preuswald entstand gerade eine Trabantenstadt, das heute nicht mehr existierende Landesbehördenhaus (Franzstraße) wurde bezogen und auch an der Peterstraße tat sich was: Man dachte über eine Lösung für das Trümmerfeld am Kurhausgarten nach (der dann der Kurhausstraße zum Opfer fiel) und initiierte einen Architekturwettbewerb. 1968 einigte man sich auf den Entwurf der Aachener Architekten Siegfried Reitz und Willy Frings, und nach fünfjähriger Bauzeit wurde der Bushof 1973 eingeweiht. Als damals Deutschlands größter überdachter Bushof.

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Breaking News: Bestes Ergebnis seit Jahren bei der Qualitätsprüfung der Aachener #Weihnachtsleberwurst und Öcher Puttes. 11 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze Der Öcher Puttes hatte es ein bisschen schwerer: 6 x Gold, 7 x Silber, 1 x Bronze Keine Disqualifizierung in diesem Jahr! Fotos: Birgit Franchy

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

Nachdem die Veranstaltungsgruppen NoName und Meakusma eine erfolgreiche Festivalsaison verbuchen konnten, bündeln sie auch in diesem Winter wieder ihre Kräfte für eine gemeinsame Veranstaltung im alten Schlachthof in Eupen. Diesjähriger Topact ist Dr. Rubinstein, die momentan durch die renommiertesten Clubs dieser Welt tingelt. Den Rahmen für die Veranstaltung bilden die Locals Caspro und Daniel/i/, die schon mehrmals bewiesen, dass sie den internationalen Gästen in nichts nachstehen. Was die beiden verbindet ist ihre Liebe zur Musik. Dennoch beweisen die unterschiedlichen DJs, dass Auflegen nicht gleich Auflegen ist. Raffaela Schaus sprach mit den Beiden.

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Es begann alles in einem Supermarkt. Ein Wurstgesicht. Nein, nicht die Kindermortadella an der Fleischtheke, sondern „Der Schrei“ von Munch. Ein paar paisleyförmige Scheiben Schinken zusammen mit Ei, Gurke und Karotte in der Verpackung ergaben das berühmte (und meistgestohlene) Gemälde des Norwegers.

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Jake La Botz kommt aus Chicago, und wer in Chicago geboren ist, kommt um den Blues wohl kaum herum. La Botz hat von den Besten gelernt und sich aus einer Mischung aus Traditionellem und zeitgenössischen Einflüssen seinen eigenen Indieblues gestrickt. Best known ist er für seine Tattoo Across America Tour, auf der er landesweit in Tattoo-Studios performte, außerdem kennt man ihn aus mehreren Filmen (u. a. „Rambo IV“). Weniger bekannt ist, dass er auch Theater spielt und meditiert.

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Film

Das Maß ist voll. Der Migrationswelle muss Einhalt geboten werden, der Schwall unverkrampfter Komödien zu diesem Thema gefährdet die schweighöferische Naturlockendominanz deutscher Lichtspielhäuser. In seelenlosen Abzock-Erzeugnissen hat man Blond zu tragen! Wir lachen über Otto & Til, nicht über Key & Peele! Zugegeben, anfangs waren wir noch optimistisch: Oma hatte in einer französischen Komödie lernen können, dass Schwarze nicht nur klauen und Weiße im Rollstuhl schieben. Aber hätten wir diese Komödie damals bloß nie in unser Land gelassen! So aber nahmen wir unzählige unkontrollierte Produktionen auf, alle mit schlimmen Absichten. Elyas M’Barek rief mit Fack Ju Göthe „kanackendeutsch“ zum Gipfel deutschen Humors aus, ehe in „Willkommen bei den Hartmanns“ versucht wurde, derlei Vorurteile ironisch zu brechen.

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Als ich so über ein Thema für diese Ausgabe sinnierte, hätte ich beinah verpeilt, dass es diese kleine Kolumne diesen Monat tatsächlich schon seit 10 Jahren gibt! Angefangen hat es mit einem Bericht über das Fantasy Filmfest 2007, seitdem wurden sowohl die Filmwelt einiger meist unterschlagener Länder von Peru bis Malaysia unter die Lupe genommen …

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Das Kaleidoskop Filmforum in Aachen präsentiert seit 12 Jahren am Tag des offenen Denkmals, einem Sonntag im September, die Lange Nacht der kurzen Filme. Seit sieben Jahren gesellt sich am Vortag beim Film-/RadParcours ein Kurzfilm-Programm mit Fokus auf das Fahrrad und alternative Mobilität dazu. In diesem Jahr werden beide Veranstaltungen nun unter dem Label „Pocketfestival for Shorts“ zusammengefasst. Termin ist am 9. und 10. September 2017.

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F/B 2017 / R: Lucas Belvaux / D: Émilie Dequenne, André Dussollier, Catherine Jacob, Guillaume Gouix / 117 min Die Grande Nation schläft noch, als sich Pauline Duhez auf den Weg zur Arbeit macht. Als Krankenschwester im ambulanten Pflegedienst ist sie immer auf Achse. Als allein erziehende Mutter bleibt ihr keine Zeit für sich. Aber …

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ROM/D/F 2017 | Regie: Călin Peter Netzer | Darsteller: Diana Cavallioti, Mircea Postelnicu, Carmen Tănase, Vasile Muraru, Adrian Titieni, Start: 24.08.
Für sein Melodram „Mutter und Sohn“ erhielt der Rumäne Călin Peter Netzer 2013 den Goldenen Bären der Berlinale. Dieses Jahr präsentierte er sein Liebesdrama „Ana, mon Amour“ ebenfalls im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele. Im Zentrum steht die Liebe zwischen Toma und Ana (Mircea Postelnicu und Diana Cavallioti), die sich an der Uni kennenlernen. Die junge Beziehung wird bald von Anas heftigen Panikattacken überschattet. Toma umsorgt seine psychisch labile Freundin und den gemeinsamen Sohn Tudor, wobei die Grenzen zwischen Liebe, Obsession und Abhängigkeit verschwimmen …

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USA 2017 | Regie: Valeska Grisebach, Darsteller: Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Viara Borisova, Veneta Fragnova, Detlef Schaich, Start: 24.08.
Mit „Sehnsucht“ etablierte sich Valeska Grisebach als Teil der sogenannten Berliner Schule, deren Vertreter Alltagsbeobachtungen mit einer strengen formalen Gestaltung verbinden. In der Dekade seit der Premiere von „Sehnsucht“ hat sich die Stilrichtung zaghaft dem Genrekino angenähert, worauf schon der Titel des neuen Grisebach-Films verweist: „Western“. Grisebach nutzt Western-Archetypen für eine präzise Annäherung an Männlichkeit und Hierarchien, Sprachbarrieren und Nationalismus. Ein deutscher Arbeitertrupp, die Vorhut für den Bau eines Wasserkraftwerks, erreicht das bulgarische Hinterland.

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JO/NL/D 2016 | Regie: Mahmoud al Massad | Darsteller: Ahmad Thaher, Maher Khammash, Odai Hijazi, 83 Min., Start: 17.08.
Mahmoud al Massad inszenierte mit seiner schlitzohrigen Komödie „Gelobt sei der kleine Betrüger“ eine seltsame Liebeserklärung an seine Heimat und ihre Bewohner. Sein Jordanien ist eine von Korruption durchdrungene Gesellschaft, in der jeder irgendwie versucht durchzukommen. Die einen landen in hohen politischen Ämtern, obwohl sie eigentlich Elektriker werden wollten, die anderen im Knast.

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Juan Pablo Zaramella, AR 2011, Pixilation. 6 Min. Die gute alte Glühbirne ist inzwischen auf der Liste der bedrohten Arten gelandet. Aber wie wurde sie früher überhaupt hergestellt? Nun, vermutlich nicht 100 Prozent exakt so, wie in diesem zauberhaften Pixilationsfilm mit Happy End aus Argentinien, der nicht zu Unrecht über 300 Preise eingeheimst hat.

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F 2017 | Regie: Cédric Klapisch | Darsteller: Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil, 113 Min., Start: 10.08.
Jean ging vor zehn Jahren fort. Als junger Erwachsener hielt er es nicht mehr aus in der elterlichen Enge des familiären Weinguts. Sein Vater hatte seine Zukunft und die seiner zwei jüngeren Geschwister vorbestimmt. Sie sollten einmal die weitläufigen Ländereien erben und die Tradition der Weinlese weitertragen. Doch Jean hatte andere Pläne, wollte die Welt sehen. Nun, mit 30, kehrt er zurück. Sein Vater liegt im Sterben. Seine Geschwister sind hin- und hergerissen zwischen ehrlicher Freude und Wut darüber, dass er es damals nicht für nötig erachtete, zur Beerdigung ihrer Mutter zurückzukommen. Aufopferungsvoll kümmern sie sich um das Weingut.

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USA 2017 | Regie: Nikolaj Arcel | Darsteller: Idris Elba, Tom Taylor, Matthew McConaughey, Katheryn Winnick, Jackie Earle Haley, Abbey Lee, Start: 10.08.
Die Pressevorführungen zu „Der dunkle Turm“ finden Anfang August statt – daher können wir an dieser Stelle nur einen Ausblick liefern. Die Vorproduktion zur Kinoadaption der Stephen-King-Saga „Der dunkle Turm“ dauerte ziemlich lang. Nach einigen Cast-, Regie- und Studiowechseln verpflichtete Sony den Dänen Nikolaj Arcel als Regisseur und vergab die Hauptrolle an Idris Elba („Bastille Day“). King selbst bezeichnet den Romanzyklus als sein Hauptwerk. Die zwischen 1982 und 2011 veröffentlichten acht Bände erzählen die epische Reise des Revolvermanns Roland durch eine zwischen Italowestern und „Herr der Ringe“ aufgespannte Fantasy-Welt.

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