Knopfgeschichten

Die letzte Schirmherrin

Der MOVIE-Guide zu den neuesten Wetter-Services

Und jetzt: Das Wetter

Make your Transition

Gruseln im Großformat – „Bloody Friday & Bloody Saturday“

Westworld

Wen die überbordende Auswahl an Lebensmitteln aller Art im Supermarkt überfordert, wer weder Zeit noch Talent hat, selber zu kochen, wem Restaurants zu teuer sind und Imbissbuden zu lange Warteschlangen haben, der speist in der Kantine. Oder in der Mensa, falls noch irgendwo ein Immatrikulationsbescheid rumliegt. Kantinen und Mensen sind Inseln essenstechnischer Klarheit.

50

Bedauerlicherweise beginnt ein Bericht über öffentliche Kantinen in Aachen mit zwei Verlustmeldungen. Noch zu Beginn der 2000er Jahre hatte ich persönlich Gelegenheit, gemeinsam mit Kollegen in der Kantine des Polizeipräsidiums an der Hubert-Wienen-Straße zu speisen. Bei den ersten drei Besuchen musste man noch beim Pförtner vorsprechen und sich ausweisen, danach wurde man regelmäßig durchgewinkt. Ein Teil der Ausstattung stammte noch aus der Zeit der Grundsteinlegung, also aus den frühen 1980er Jahren. Als das neue Finanzamt an der Krefelder Straße im Dezember 2005 mitsamt schicker Kantine und allem Pipapo den Betrieb aufnahm, war absehbar, dass die Kantine des Polizeipräsidiums für die Öffentlichkeit nicht mehr lange zugänglich sein würde.

82

Tagtäglich gehen rund 15.000 Essen über die Ausgabetheken der Aachener Mensen, davon in etwa 6.000 in der Mensa Academica. Wie die Zubereitung dieser riesigen Zahl an Mahlzeiten bewerkstelligt wird und was alles an Organisation dahintersteckt, das erfahren Studenten und Studentinnen bei einer in Intervallen angebotenen Führung durch die Mensa Academica.

37

Kultur – Kunst, Theater, Musik

Das Kulturfestival X geht mittlerweile in die dreizehnte Runde und wie in den Jahren zuvor bietet es auch 2018 einen vielschichtigen Mix aus Konzert und Lesung. Geographisch liegt der Schwerpunkt dieses Jahr in Alsdorf. Man rotiert eben so durch die Region, damit auf lange Sicht keine Gemeinde zu kurz kommt. Das Programm richtet sich in zweifacher Hinsicht an ein breites Publikum. Z

52

Gemeinhin versteht man unter den Achtundsechzigern in Deutschland jene in großen Teilen von Studenten getragene politische Bewegung, die sich gegen den Muff und die Verdrängungsmentalität der postfaschistischen 1950er-Jahre wandte. Sie stieß damit den gesellschaftlichen Diskurs an, der letztlich zur Entstehung der Friedensbewegung, zur Gründung der Partei Die Grünen und zur Etablierung einer alternativen Kulturpraxis führte, die schon bald in alle erdenklichen Lebensbereiche sedimentierte.

13

Christopher Ward, 1980 in London geboren, präsentiert sich im Pressegespräch charmant und strahlt viel Selbstbewusstsein und eine Mischung aus Distinguiertheit und jugendlicher Unbekümmertheit aus. Durchaus Dinge, die man sich von einem frischgebackenen Generalmusikdirektor erwartet, wenn einem der Sinn nach frischem Wind aus dem Orchestergraben steht.

16

Film

Start: 14.12.
Das Kino von Claire Denis („Beau travail“) ist sperrig und verschließt sich zumeist dem Zugang einer breiten Zuschauerschaft. In ihrer Heimat wird sie verehrt, hierzulande ist sie kaum bekannt. Da überrascht sie uns mit ihrem zugänglichsten Werk, der Selbstfindung einer Frau in den „besten Jahren“. Juliette Binoche ist Isabelle, eine angesehen Künstlerin, die sich in den blasierten Kreisen der Kunstwelt bewegt, aber nie richtig dazugehörte. Trotzdem versucht sie, sich ein wenig anzupassen – an die Unangepassten, die auch nur das Klischee leben.

33

Start: 14.12.
Mathieu, 33, lebt mit Frau und Kind in Paris, als ihn die Nachricht vom Tod seines zeitlebens unbekannten Vaters erreicht. Um seine Halbbrüder und die übrige Familie kennenzulernen, fliegt Mathieu nach Montreal, wo ihn Pierre empfängt. Der beste Freund des toten Vaters will das Familiengeheimnis nicht lüften und stellt Mathieu als Freund aus Paris vor. Mit Pierre und seinen Halbbrüdern sucht Mathieu in einem See nach der Leiche des beim Angeln gestorbenen Vaters und findet Trost bei Pierres Frau und Tochter.

9

Start: 14.12.
Der Schotte Andy Goldsworthy schafft vergängliche Kunst in der Natur – als Teil und mit der Natur. Fragile Skulpturen, kunstvolle Collagen, Skulpturen, die von Regen und Schnee geformt werden. Der Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer begleitete ihn bereits zur Jahrtausendwende und schuf mit „Rivers and Tides“ ein eigenes Kunstwerk mit eindrücklichen Bildern der Kunst Goldsworthys.

65

Der Mensch als Fleisch(fr)esser – exzessiv, gierig und maßlos. Ein bitterböser und äußerst amüsanter, collagenhaft animierter phantasmagorischer Albtraum. Und auch die Veganer bekommen ihr Fett (!) weg.

51

Start: 07.12.
Ein Leben für ein Leben: Innerhalb der Mauern eines Krankenhauses spielen sich alle Winkel der emotionalen Klaviatur ab. In einem Raum müssen die Angehörigen mit dem Verlust klarkommen, während in einem anderen neues Leben geboren wird. Im ersten Raum finden sich die Eltern des 17-jährigen Simon wieder, nachdem ihr Sohn bei einem Surfunfall ins Koma fiel. Nun müssen die getrennt lebenden Eltern eine Entscheidung treffen, die das Leben von Claire retten könnte.

48

Start: 07.12.
Zwischen „Elliot, der Drache“ und der kommenden Peter-Pan-Verfilmung hat der Regisseur und Autor David Lowery eine persönliche, eigenwillige, wunderschöne Gespenstergeschichte realisiert. Rooney Mara spielt darin die junge M, Casey Affleck deren Mann C, der bei einem Autounfall stirbt und als Geist ins gemeinsame Vorstadthäuschen zurückkehrt. Während M trauert, steht C stumm daneben und kann sich nicht bemerkbar machen. Der Film verharrt die meiste Zeit im Innenraum des Hauses. Zeit verrinnt, neue Menschen ziehen ein und aus, es geht in die Zukunft und wieder zurück.

29

Ich hätte eigentlich gedacht, zum Thema „Wurst“ mehr Horrorfilme auftischen zu können, aber diese variieren doch schon sehr in ihrer Fleischverarbeitung – von Katzenfutter in „The Corpse Grinders“ (1971) bis zu Sülze in „The Texas Chain Saw Massacre“ (1974). So ist denn meine Auswahl von Wurstfilmen etwas genreübergreifender geworden.

In „Prime Cut“ (Michael Ritchie, 1972) wird Lee Marvin im Auftrag des Chicagoer Mobs zu einem Hinterwäldler-Rancher und Schlachthausbesitzer (Gene Hackman) geschickt, um dessen Abgaben zu überprüfen. Er geht dabei durchaus vorsichtig vor, denn der letzte Ermittler wurde als Wurst zurückgeschickt. Feines düsteres 70s-Kino mit einigen groben Szenen und schmackhafter Besetzung, hieß auf Deutsch, warum auch immer, „Die Professionals“.

47

Die Geschichte Deutschlands – erzählt und virtuos animiert anhand eines seiner größten Exportschlager: der Wurst. Eine sarkastische und intelligente Parabel, die einen Bogen über mehrere Jahrhunderte spannt.

66

Liebe Leser, entschuldigen Sie meine Abwesenheit. Ich hatte ein paar Videokassetten zurückzubringen. Doch habe ich etwas verpasst? Sagen Sie es mir. Der Kino-Dezember kapituliert jedenfalls schon einmal vor Die letzten Jedi. Ach wäre dem nur so. Nach zwei uninspirierten Star-Wars-Filmen aus dem Hause Disney macht sich bereits ein Sättigungsgefühl wie nach fünfzehn Marvel-Filmen breit. Trotzdem wird das Publikum den Film mit Foie-Gras-Augen schlucken und nach mehr schreien, bis Kino oder Gänger platzen (voraussichtlich ab 14.12.17).

17

Der Wurstverkäufer und die Bäckerin, die ihre Waren an einem kleinen Stand feilbieten, bekommen unerwartet Konkurrenz, als eines Tages ein Großproduzent für seine industriell gefertigten Fleisch- und Backwaren einen glitzernden Laden aufmacht. Temporeiche und mit vielen Gags und Anspielungen gefütterte Animation.

36

MENU

Back