Ein Riese in der Krise – Schmuckstück Bushof

King Kong soll es richten

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Kneipen & Musik

Die Kneipen–Enzyklopädie

L’incoronazione di Poppea

Die ältere, alleinlebende Dame hat kein Glück im Lotto. Immer werden die falschen Zahlen gezogen. Dabei ist sie doch finanziell nicht gerade üppig versorgt, hat aber eine illustre Schar an Nachkommen – Kinder, Enkel und Urenkel, die sich sicher über einen kleinen Geldschein per Grußkarte freuen würden. Zeit für den Plan B.

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Zur Wache kam ein Mann, erbost gab er dort an, sein Auto habe man beschmiert, darüber sei er sehr pikiert Mit Farbe sei’s besprüht, wo er doch stets bemüht, die Vorschriften zu beachten, die Menschen bisher so machten. Kein Parkplatz war mehr frei, drum war’s ihm einerlei, nur einmal falsch zu parken, endet ja nicht …

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„Opa wurde 100jährig, stets trank er Degraa obergärig.“ Den alten Werbespruch kann in Aachen jeder herunterbeten. Er ist ja auch zu schön. Dennoch scheint angezeigt, die Geschichte dieser und anderer Allgemeinplätze zum Thema Biergenuss einmal historisch präzise zu verorten. Das dachte man sich auch im Neuen Stadtmuseum am Katschhof und schritt mutig zur Tat, denn lang und reich ist sie, die Aachener Geschichte vom Bier und vom Brauen, und das Unterfangen kein einfaches. Bei den hunderten von Ausstellungsstücken, vom Bierdeckel bis zum Zapfhahn und vom Flaschenetikett bis zum Barhocker, die für die Ausstellung „Bier & Wir“ zusammengetragen wurden, drängt sich zunächst die Frage auf, woher das alles stammt, was da im Oktober im Centre Charlemagne seinen Platz finden soll.
Die Ausstellung ist zu sehen vom 14.10.2017 bis 25.02.2018.

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Vincent ertrinkt. Nicht in seinem geliebten Meer, er ertrinkt in der grausamen Gleichgültigkeit seines Vaters, in dem Strudel der Medikamente gegen sein Tourette-Syndrom, er ertrinkt in der Trauer um seine tote Mutter. Aber vor allem ertrinkt er in seiner inneren Einsamkeit. Einer Einsamkeit, die er mit Marie und Alex teilt, zwei Patienten der psychiatrischen Klinik, in die ihn sein Vater, ein aufstrebender Politiker, gewissenlos abschiebt.
Zu sehen bis zum 15. Oktober 2017 im DAS DA Theater.

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D 2017 | Regie: Soleen Yusef | Darsteller: Mina Özlem Sagdic, Sasun Sayan, Murat Seven | 117 Min., Start: 31.08.2017
Die Geschwister Liya, Jan und Alan leben mit ihrer Mutter Gule in Deutschland. Vor langer Zeit kamen sie aus Kurdistan, nun erwartet die Mutter von ihren erwachsenen Kindern, dass sie sie zurück in die Heimat begleiten. Doch nur Jan kehrt mit seiner Mutter zurück in das Gebiet im Norden des Iraks. Kurz darauf sendet er seinen Geschwistern eine Nachricht: Gule ist gestorben. Sie will in einem kleinen Ort neben dem Vater beerdigt werden. Doch die Familie ist dagegen. Die Gründe dafür verheimlicht Jan seinen Geschwistern. Heimlich stehlen sie den Leichnam und eine Odyssee durch die gewaltige Landschaft beginnt, während weiter im Norden der Islamische Staat erste Städte besetzt.

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Waltraud Nießen, die für einen Großteil der Programmauswahl und alles Organisatorische in der Raststätte zuständig ist, legt diese Verantwortung in Kürze in die Hände eines Teams. Zusammen mit ungezählten Sympathisanten hat sie in den vergangenen elf Jahren dafür gesorgt, dass die Raststätte für tausende von Besuchern und zahllose Künstler zu einer zweiten Heimat wurde. Ein Grund, einmal zurück, aber auch nach vorne zu blicken.

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Immer noch kommen zahlreiche junge, unbegleitete Flüchtlinge in Aachen an – auf der Suche nach einem sicheren Leben ohne Krieg und Verfolgung. Um die Integration in unsere Gesellschaft zu vereinfachen und den jungen Menschen Halt und Orientierung bei ihren ersten Schritten zu geben, sind Pflegefamilien eine unentbehrliche Stütze. Daher vermittelt das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann den Kontakt zwischen Geflüchteten und Aachener Familien. Im Moment werden noch Familien oder Lebensgemeinschaften gesucht, welche die spannende Aufgabe annehmen möchten, einen jungen Geflüchteten in ihre Familie zu integrieren und auf ein eigenständiges Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten.

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Am 9. Juni hatte die Initiative „Aachen containert“ allen Grund zur Freude: Der Prozess gegen zwei Containerer aus Aachen wurde eingestellt, nachdem sich über 126.000 Menschen aus ganz Deutschland an der Unterschriftenaktion „Containern ist kein Verbrechen“ beteiligt hatten. Keine zwei Wochen später wurde Niklas E. beim Retten von Lebensmitteln verhaftet. Jetzt läuft eine Anzeige wegen besonders schweren Diebstahls gegen den jungen Idealisten.

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Eine der interessantesten und unterbewertetsten Bands der 80er kehrt nach langer Abstinenz auf die Bühne zurück: Im September spielen Shriekback mit achtköpfiger Besetzung live in Maastricht. Aus diesem Anlass ein kurzes, skizzenhaftes Porträt der Band und ein exklusives Interview mit Gründungsmitglied Carl Mash.

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One of the most interesting and undervalued bands of the 1980s returns to the stage after a long wait: In September, Shriekback will play in Maastricht with an eight-headed live band. We use this opportunity for a short, sketchy portrait of the band—and an exclusive interview with founding member Carl Marsh.

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Musik, eine entspannt-fröhliche Atmosphäre und Menschen verschiedenster Kulturen und Altersgruppen, die gemeinsam feiern – so startet das FriendsZauber, ein von Start with a Friend und dem Pfannenzauber organisiertes Sommerfest. Julia ist heute zum ersten Mal dabei. „Ich war nach dem Abitur als Au-pair in England. Viele Freunde sind in der Zeit aus Aachen weggezogen, erzählt sie. „Darum möchte ich mich jetzt hier engagieren. Und einfach nette Leute kennenlernen.“ Start with a Friend bringt Geflüchtete und Einheimische in Tandems zusammen, welche vom Alter und den Interessen her zusammenpassen.

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Helgoland komplett unterkellert. Kam es mir plötzlich in den Sinn. Ich saß im Halbdunkel, schnitt mehrere Bananen in Stücke und bekam semiklebrige Finger; also mehr pappend als haftend. Helgoland. Da war doch was. Da hatte ich doch was gelesen. 1945 flüchteten bei einem Bombenangriff alle Inselbewohner nach unten, 17 Meter in die Tiefe, in ihren Bunker. 3300 Leute. Passte so gerade. Jeder Insulaner bekam auf einer Bank 50 cm eingeräumt. Nun, die Kochbanane (Musa paradisiaca) ist bis zu 40 cm lang. Sicher wurde man schon auf der Treppe hingewiesen, dass man die Banane hochkant tragen und nicht neben sich längs auf die Bank legen sollte.

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Sommer 1947: Vor rund zwei Jahren endete der Zweite Weltkrieg, Aachen befand sich in mühevollem Aufbau und die Bevölkerung hungerte, als engagierte Bürger beschlossen, zwischen dem Bunker Eupener Straße und den Bahngleisen eine Kleingartenanlage zu errichten. Das Gelände war denkbar unwegsam und wies einen großen Höhenunterschied auf. Heute erzählt man sich, dass unter dem höheren Teil ein umgestürzter Eisenbahnwaggon liege, mindestens aber der Schutt aus Burtscheid aufgehäuft sei. Der untere Teil der Anlage war Sumpfgebiet – überflutet vom kleinen Bodenhofbach. So bot auch dieses Stück Land nicht gerade optimale Voraussetzungen. Nichtsdestotrotz wollten 58 Pächter das Gelände urbar machen, um Gemüse zu ziehen und Kleintiere zu halten. Letzteres war ursprünglich in Kleingartenanlagen nicht vorgesehen und ist auch heute wieder verboten. Im Jahr 1947 galten aber andere Regeln.

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Historisch lässt sich die Entstehung der Gartenanlage Eupener Straße 1947 leicht einordnen, denn es existierten bereits Vorbilder in Aachen. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte es eine wahre Kleingartenschwemme gegeben, mindestens 17 der zwischen 1919 und 1931 entstandenen Anlagen gibt es heute noch auf dem Stadtgebiet. Damals wurden die Brachgelände bewusst an Familien und Frauen der im Krieg dienenden Männer vergeben, denn man wollte ein Aushungern des Volkes verhindern. Die preußische Eisenbahnverwaltung stellte ab 1914 7.000 Morgen bisher landwirtschaftlich und gärtnerisch nicht genutzte Eisenbahnländereien zur Gewinnung von Lebensmitteln zur Verfügung, dies erklärt auch die zahlreichen Gartenanlagen, die man durch das Zugfenster in ganz Deutschland sehen kann.

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