„Opa wurde 100jährig, stets trank er Degraa obergärig.“ Den alten Werbespruch kann in Aachen jeder herunterbeten. Er ist ja auch zu schön. Dennoch scheint angezeigt, die Geschichte dieser und anderer Allgemeinplätze zum Thema Biergenuss einmal historisch präzise zu verorten. Das dachte man sich auch im Neuen Stadtmuseum am Katschhof und schritt mutig zur Tat, denn lang und reich ist sie, die Aachener Geschichte vom Bier und vom Brauen, und das Unterfangen kein einfaches. Bei den hunderten von Ausstellungsstücken, vom Bierdeckel bis zum Zapfhahn und vom Flaschenetikett bis zum Barhocker, die für die Ausstellung „Bier & Wir“ zusammengetragen wurden, drängt sich zunächst die Frage auf, woher das alles stammt, was da im Oktober im Centre Charlemagne seinen Platz finden soll.
Die Ausstellung ist zu sehen vom 14.10.2017 bis 25.02.2018.

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Nach dem Eröffnungswochenende im September mit seinem ambitionierten Veranstaltungskanon spricht jetzt nur noch die (bildende) Kunst im Ludwig Forum. Die Reste einer Performance (vier Säcke Zement?) zieren noch als schöner Nachhall die Mulde, die ansonsten unbespielt bleibt. Sollte es sich bei dem Baustoff wider Erwarten doch um Kunst handeln, schreibe ich im nächsten Heft eine Richtigstellung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18.02.2018 zu sehen.

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Öfter mal nach Eupen fahren, lautet die Devise. In knapp einer halben Stunde ist man dort (Buslinie 14 der TEC ab Hauptbahnhof), und wer sich bis zum 20. August nicht aufrafft, verpasst die laufende Ausstellung im IKOB, die nicht weniger als grandios ist. Das betrifft nicht nur die ausgestellten Arbeiten, sondern auch deren kluge Präsentation.

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Neuer Aachener Kunstverein – bis 21.05.2017
Der NAK war immer schon gut darin, den Kunstbegriff weitmöglichst zu dehnen, um die provinzielle Enge des Postmodernismus eines Tages im Ausblick auf etwas Neues zu überwinden. Diesmal geht es der Kunst mit Hilfe von Vokuhila, Fußball und halbleeren Wänden an den Kragen.

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