Kimiko, das „prächtige Kind“, so die japanische Herleitung des Namens, bekommt im vierten Jahr seines Bestehens ein Geschwisterchen in Form eines Festivals, das in puncto Zuschauerkapazität und räumlicher Ausdehnung das andere Event am Ludwig Forum noch in den Schatten stellen dürfte. So jung und schon ausgewachsen. Die Rede ist vom Kimiko-Festival „Isle of Campus“, welches am 23./24. Juni auf dem immer noch wachsenden Terrain des Campus Melaten stattfinden wird. Dazu gibt es Kollaborationen auf gleich zwei Ebenen zu vermelden, denn die ambitionierten Erweiterungspläne rufen auch nach nach logistischer und konzeptioneller Unterstützung. So hat sich Veranstalter Rick Opgenoorth bezüglich Organisation und Durchführung gleich zwei euregionale Kulturplayer und Schwergewichte im Bereich musikalische Programmplanung an Bord geholt: Zum einen die umtriebige Kulturvereinigung Chudoscnik Sunergia, die den Eupen Musik Marathon organisiert, und zum zweiten die Muziekgieterij in Maas-tricht, die unlängst mit „Transformers“ ein eigenes kleines Festival aus der Taufe gehoben hat. Zusammen fingieren die drei als „Isle of Culture“; das Campus-Festival soll erst der Auftakt einer Reihe von Kooperationen sein. Denn auch das Ludwig Forum wird in diesem Jahr wieder bespielt – an zwei statt bisher drei Tagen und mit leicht verändertem Konzept, nachdem sich im vergangenen Jahr einige Nachbarn lautstark (sic!) not amused bezüglich der akustischen Ausgestaltung gezeigt haben, dezibeltechnisch gesehen.

Doch zurück zum Campus: Auf rund 7.500 Quadratmetern, neben den Neubauten der RWTH-Cluster und mit Blick auf das Klinikum, werden vor den beiden großen Bühnen und der DJ-Stage rund 4.000 Zuschauer erwartet. Auf dem Gelände gibt es darüber hinaus ein rund 400 Quadratmeter großes Zelt, das unter dem Stichwort „The Knowledge“ steht. Und hier kommen wir zu der zweiten Zusammenarbeit. Das Aachener Unternehmen SoS Events, das sich insbesondere auf Karriere-Networking-Events im Bereich der MINT-Fächer spezialisiert hat, organisiert hier ein informelles Technologie-meets-Wissen-Format mit Talks, Keynotes und Workshops. Dabei ist die spezielle Ausrichtung der RWTH-Studentenschaft als anzusprechende Gruppe nicht nur räumlich naheliegend. Es geht natürlich auch um die Buzzwords der zukünftigen Arbeitswelt der Zukunft: KI, Robotik, Cloud-Services, Blockchain, Arbeiten 4.0.

Wie schaut es beim Line-up aus? Nun, da wird regional und überregional dort weitergemacht, wie es die letzten Kimiko-Festivals angedeutet haben. Dabei sind unter anderem Reggae-Allstar Patrice, der Schweizer Singer-Songwriter Faber, De Wolff mit Psychedelic Southern Rock, die Rapperin Sookee, Götz Widmann, das Lumpenpack, Neufundland, Ray Temple, Ante Perry und Aachens Edel-Stoner-Rocker von Katortz.
Gäste werde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weder verdursten noch verhungern, denn im kulinarischen Teil lockt Streetfood (mit Biofrittiertem) aus allen Ländern.


Die Einzelkarten kosten 21,50 Euro, (Studenten 18,50 Euro), das Festivalticket für zwei Tage 38,50 Euro (Studenten 34,50 Euro).
kimiko-festival.de

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