Graffiti, Sticker und beschmierte Wände – kennt man. Allerdings eher aus Unterführungen, dem Bahnhofsviertel oder verlassenen Häusern und wohl weniger aus dem Museum. Das ändert sich nun, den zumindest bis zum 30.09. ist im Centre Charlemagne, dem größten der Museen der Route Charlemagne, genau das zu sehen: Streetart, aber nicht auf der Straße.
Am Freitag, 08.06, eröffnete dort die Ausstellung „Uns gehört die Stadt! Kids, Kunst und Krawall in Aachen“, die sich mit der Entwicklung der Jugendkultur von den Wandervögeln (um 1900) bis zum heutigen Hip Hop beschäftigt.
Passend dazu zeigt das Museum im Foyer und den Außenfassaden des Hauses Werke aktueller Streetart-Künstler aus dem Raum Aachen. Hierbei war die Aufgabe an die Künstler, die Wände im Museum nicht anders zu behandeln und ihre gewohnte „Straßentechnik“ anzuwenden. Unter anderem beteiligt an der Ausstellung sind Käptn Nobbi, Hush77, Noah Kauertz und das Aachener Urgestein Lazy65.
Die eigentliche Ausstellung, die im ca. 220qm kleinen Wechselausstellungsraum gezeigt wird, arbeitet mit verschiedenen Fassadenkulissen und themenbezogenem Design, das der jeweiligen Subkultur angepasst ist. So gibt es hier unter anderem einen Plattenladen, ein besetztes Haus und die AZ-Fassade zu bestaunen.

Wer sich selbst ein Bild von den verschiedenen Szenen und der Entwicklung der Aachener Subkulturen machen möchte, der kann sowohl die Wechsel- als auch die Foyerausstellung noch bis zum 30.09. besuchen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr, donnerstags sogar bis 20:00 Uhr.
centre-charlemagne.eu

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