WestBam im Bunker


Foto: Website WestBam

Und dann kam der Acid …

Samstag, 13.10., morgens um kurz nach 1:00 Uhr. Auf dem Weg zu den „Bunkersessions“ in den Katakomben des Musikbunkers rücken sie unweigerlich näher und schließlich lässt es sich bequem in sie eintauchen: Die Neunzigerjahre. Zumindest stellt sich dieses Gefühl ein, wenn man den Sounds von Support Youssef Elis lauscht, der an diesem Abend den Weg mit für wohl den Techno-DJ schlechthin ebnet: WestBam. Das Publikum: Gemischt. Es sind alle Altersklassen vertreten – einige der Anwesenden haben vielleicht noch die erste Mayday 1991 miterlebt, andere Gäste wissen womöglich gar nicht, was sich hinter diesem Namen verbirgt …

In jedem Fall wird getanzt und es gehen ekstatische Rufe durch die Menge, als Maximilian Lenz aka WestBam dann gegen 2:00 Uhr das DJ-Pult übernimmt. Er nimmt Fahrt auf: harte Bässe, knackige Loops; die Reise geht langsam, aber unaufhörlich gen Acid House. Die Menschen danken es ihm und entern tanzend die Bühne, der Bunker kocht. Zu hören: Ein wilder Mix aus eigenen Produktionen, wahren House-Hymnen und unbekannteren Klängen.

Tatsächlich liegt das letzte Album des erfolgreichen Wahlberliners bereits einige Jahre zurück:  „Götterstrasse“ erschien 2013 und genau deswegen war es nun wohl an der Zeit für die „Risky Sets“-Tour durch kleine Clubs in Deutschland, die sein gleichnamiges Album promoten soll.

Riskant ist an diesem Abend eigentlich nur die Entscheidung, den Club irgendwann wieder zu verlassen – man könnte es auf dem Nachhauseweg bereuen …

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