Nonstop von 18:00 bis 18:00 Uhr und damit genau 24 Stunden lang war die Ausstellung „24H OPEN CLOSENESS“ von GIRLS4DESIGN in der Gravieranstalt zu sehen. Anna Jansen, Hannah Hiecke, Lea Steinrücke und Lynn Cosyn haben dem Ausstellungsort damit im Rahmen der HELLO DESIGNER TOUR ein neues Ausstellungsformat beschert. Hat es denn geklappt? „Ja, es waren immer Besucher hier“, so Lea Steinrücke, nur zwischen 3 und 6:30 Uhr sei eine Pause eingetreten. 6:30 Uhr? Doch, gleich zwei Taxen mit Besuchern kamen an, die Thekencrews der Bar Cantona und des Café Kittel nutzten doch tatsächlich die Chance, nach Feierabend vorbeizuschauen.
Gelohnt hat es sich allemal, die vier Designerinnen überzeugten durch die Bank mit ihren Arbeiten und der Form der Präsentation, die bis zu den angebotenen Keksen in Busenform durchkonzipiert war.
Anna Jansen, die über 17.000 Follower auf Instagram hat, war mit unverwechselbaren Illustrationen und einer Installation vertreten.
Lynn Cosy, die auf Instagram ebenfalls schon über eine Fanbase von über 10.000 Leuten verfügt, zeigte ebenfalls Illustrationen.
Lea Steinrückes Design-Bachelorarbeit „Facetten der Freiheit – Erkundungen zum zeitgenössischen Feminismus“ bot Fotoarbeiten und Lesestoff, der zur Auseinandersetzung mit dem Thema einlud.
Fast schon zu schade für so eine kurze Ausstellungsdauer war die unglaublich komplexe Masterarbeit von Hannah Hiecke, die an der Design Academy Eindhoven entstanden ist. Auch wenn sie selbst behauptet, die Arbeit kratze nur an der Oberfläche, so ist das 2015 in fünf Monaten entstandene Werk „The wandering Hole“ über den Tagebau Garzweiler II ein beeindruckendes Sammelsurium an Fakten, Schaubildern und historischen Fotos ,denen neue Aufnahmen gegenübergestellt wurden.
Es wäre wünschenswert, dass das kleine Büchlein „Wanderatlas“, das Teil des Werkes ist, veröffentlicht wird.

Auch wenn wir nur auf den letzten Drücker vor Ort waren und nicht genug Zeit hatten, uns in jede Arbeit zu vertiefen, hat sich der Besuch absolut gelohnt.
Die GIRLS4DESIGN werden mit Sicherheit in der Zukunft noch von sich hören machen.

Fotos: Birgit Franchy

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