Dumpfe Bässe und kühle, blecherne Synthiesounds: Im großen Raum des Musikbunkers findet zum ersten Mal eine Zusammenarbeit der Partyreihen Catacombs of Utopolis und Verluste statt und somit stehen heute Nacht alle Zeichen auf Dark Ambient, Industrial und EBM. Während im Hintergrund die letzten Vorbereitungen für den Gast und Star des Abends laufen – das Electro-Duo Schwefelgelb – spielt zeta k, seines Zeichens Resident-DJ der Catacombs of Utopolis, die Menschen warm und tanzwütig. Sein Set klingt wie DAF meets New Beat oder eine Dark Ambient-Version von Anne Clark; in jedem Fall wirkt der Bunker in dieser Nacht noch ein bisschen düsterer als sonst.

Die Jungs aus der Eifel

Gegen 2:00 Uhr morgens ist es dann soweit: Schwefelgelb übernehmen.
Die beiden Herren, die ursprünglich aus der Eifel kommen und inzwischen gern als „das Duo aus Berlin“ angekündigt werden, hatten es zwischenzeitlich sogar bis auf ein Electrofestival in Tokyo geschafft – und sie haben ihren Sound in den letzten Jahren durchaus entwickelt.
Ein bisschen weniger Synthiepop, ein bisschen mehr Nitzer Ebb; eben einfach eine Spur härter als früher. Das Stück „My Pornoshow“, das 2006 auch auf den Sampler „Septic VI“ des Labels Dependent Records erschienen war, wirkt nahezu poppig im Vergleich zu dem, was auf ihrer 2017 bei Fleisch Records erschienen EP „Den Umgekehrten Atem“ zu hören ist.

Das Duo selbst ordnet sich dem Subgenre „Techno Body Music“ zu, und viel passender könnte man es wohl nicht ausdrücken. Ihr Sound klingt eine Symbiose aus kaltem EBM und bassigen Technobeats, ein bisschen wie Front 242 mit einer Prise Acid House. Passend zu diesen Klängen haben sie ihren Tänzer und jede Menge Strobolicht dabei, das die Katakomben des Bunkers im Millisekundentakt in gleißend helles Licht taucht. Noch ein paar Schweißerbrillen und Gasmasken und das Late-80s-Technoerlebnis ist perfekt…

Fotos: Greta Arntz

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