Fotografien aus Deutschland, China und den USA

Deutschland. China. USA. Drei Länder, drei Kontinente, drei völlig unterschiedliche Kulturen und Sichtweisen. Während die Fotografien aus Deutschland das Wirtschaftswunder, den politischen Aufbruch, aber auch die Teilung eines Landes durch eine unüberwindbare Mauer kommentieren, berichten die Bilder aus China von Krise, ideologischem Umbruch und kultureller Fremde. Die USA begegnen dem Betrachter in den Arbeiten von Max Scheler als vielschichtiges und widersprüchliches Phänomen: progressiv und dennoch provinziell, demokratisch-fortschrittlich und dennoch rassistisch und ungerecht.

Die Klammer für all das sind 151 Arbeiten des deutschen Fotografen und Bildjournalisten Max Scheler (1928-2003), Sohn des gleichnamigen Philosophen und Soziologen, der ihn sicherlich auch für die feinen Zwischentöne sensibilisierte, die den Zeitgeist einer Gesellschaft prägen. Max Scheler entbrannte für die Fotografie, nachdem er 1941 Herbert List begegnet war und ihm Anfang der 1950er bei Reisen in den Süden Europas assistiert hatte.

Ab 1955 war Scheler als freier Bildjournalist für namhafte Magazine in Europa, Nordafrika, im Nahen Osten und Asien tätig, wobei zu seinen Schwerpunkten politische und soziale Ereignisse zählten. 1959 begann er, in Hamburg für den „Stern“ zu arbeiten, dessen Erscheinungsbild er damals maßgeblich mitprägte.

Sein Hauptthema war derweil „Human Interest“, menschliche Verhaltensweisen und Emotionen, wie sie sich ausdrücken und möglichst authentisch in Fotos festhalten lassen. Nach Ende seines fotografischen Schaffens im Jahr 1975 gründete er mit Rolf Gillhausen das Magazin „GEO“.

Max Scheler: Von Konrad A. bis Jackie O.
28.10. bis 18.12.2018
Vernissage: So, 28.10.2018, 12:00 Uhr
Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen, Monschau

Alle Bilder: © Max Scheler, Nachlass des Fotografen, Hamburg 

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