Paul „Käpten Nobbi“ Sous, Aachener Künstler und akribischer Miniaturwelt-Bauer mit Hang zur DIY-Ästhetik über den Reiz von leeren Michtüten und seine künstlerische Herangehensweise:

„Sie war leer und ich warf sie in den Mülleimer.
Da lag sie nun. Irgendwie schön, dachte ich und holte sie wieder raus. Zu schön und zu interessant und zu schade, sie wegzuwerfen. Ich betrachtete sie von allen Seiten und probierte einige Möglichkeiten aus, sie zu falten und zu knicken. Plötzlich erhielt sie Charakter. Da beschloss ich zu schauen, zu was sie in der Lage ist. Eine weiße Lackierung neutralisiert die ursprüngliche Funktion und ermöglicht einen freien Blick auf die formale Ästhetik. Anschließend entstehen durch wenige Handgriffe unterschiedlichste Aussagen – Objekte, die menschliche Charaktere, Gemütszustände, Alltags- und Lebenssituationen darstellen. Mit einer Milchtüte lassen sich also Geschichten erzählen!
Ich füge verschiedene Materialien und unterschiedliche Utensilien hinzu, arrangiere sie unter einer Glaskuppel und lasse sie damit sehr kostbar erscheinen, baue sie in menschlicher Körpergröße nach und schicke sie in den Supermarkt, fotografiere und erstelle Fotomontagen.“

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