Dokumentation, Aachen-Premiere
10. Februar, 14:00 Uhr, Apollo-Kino (in Anwesenheit der Regisseurin Birgit Gohlke)

Beim Interview mit David Seidler, dem ehemals selbst vom Stottern betroffenen Drehbuchautor von „The Kingʼs Speech“, schließt sich ein Kreis. Das oscarprämierte Drama mit Colin Firth als stotterndem König Georg VI. inspirierte Birgit Gohlke nämlich zu ihrem sehr persönlichen Dokumentarfilm „Mein Stottern“. Zusammen mit ihrer Co-Regisseurin Petra Nickel traf die Filmemacherin, die ebenfalls eine Vergangenheit mit der Sprechstörung hat, einige vom Stottern betroffene Menschen. Die Gespräche sollen mit Vorurteilen und Klischees aufräumen und die individuellen Strategien aufzeigen, die Betroffene im Laufe ihres Lebens entwickeln, um ihren Alltag möglichst stotterfrei zu meistern.

Dass auch ein Bekannter der Regisseurin auftritt, unterstreicht den sehr persönlichen Ansatz des 90-minütigen Films. Die Regisseurinnen führen die Dialoge auf Augenhöhe und treten ganz konsequent selbst vor die Kamera – ihr Anliegen war es, die Doku „von innen heraus“ zu entwickeln. Experten wie der Aachener Stottertherapeut Hartmut Zückner unterfüttern die Porträts mit Hintergrundinfos. Zum verspielten Tonfall passen die kreativen Animationen, die Schlüsselereignisse aus dem Leben von Birgit Gohlke und Aussagen der Protagonisten visualisieren. So wirbt der Film für einen offeneren Umgang mit dem Stottern und zeigt die vielfältigen Erscheinungsformen der Sprechhemmung auf, mit der in Deutschland rund 800.000 Menschen leben.

Zur Aachener Erstaufführung, die auf Initiative der ansässigen Stotterer-Selbsthilfegruppe des Logopäden Hartmut Zückner und des Apollo-Kinos stattfindet, wird die Regisseurin Birgit Gohlke erwartet. Mehr Informationen stehen auf der Webseite meinstottern.at bereit.

Mein Stottern Trailer

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